TV Sottrum erntet dagegen scharfe Kritik vom Trainer Morsum empfiehlt sich fürs Topspiel

Beim Auswärtsspiel in Stedingen gab sich Landesliga-Tabellenführer TSV Morsum erneut keine Blöße. Die Mannschaft von Trainer Ingo Ehlers bezwang die HSG mit 32:27 (17:17) und feierte eine Woche vor dem Spitzenspiel gegen den TV Sottrum ihren siebten Sieg im achten Saisonspiel. Die Sottrumer hingegen konnten sich für den Vergleich mit den Morsumern nicht empfehlen (28:36 gegen Gut Heil Spaden). Ebenfalls eine deutliche Schlappe kassierte die HSG Verden-Aller mit dem 29:36 in Horneburg.
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Von Jürgen Prütt

Beim Auswärtsspiel in Stedingen gab sich Landesliga-Tabellenführer TSV Morsum erneut keine Blöße. Die Mannschaft von Trainer Ingo Ehlers bezwang die HSG mit 32:27 (17:17) und feierte eine Woche vor dem Spitzenspiel gegen den TV Sottrum ihren siebten Sieg im achten Saisonspiel. Die Sottrumer hingegen konnten sich für den Vergleich mit den Morsumern nicht empfehlen (28:36 gegen Gut Heil Spaden). Ebenfalls eine deutliche Schlappe kassierte die HSG Verden-Aller mit dem 29:36 in Horneburg.

Morsum·Sottrum·Verden. "Nun sollten wir für das Kreisderby gerüstet sein", sah Morsums Trainer Ehlers auch in Anbetracht der bevorstehenden Aufgabe eine gute Vorstellung seiner Mannschaft, zumal er der HSG Stedingen im selben Atemzug eine ebenfalls ansprechende Leistung attestierte. "So werden die am Ende der Saison nichts mit dem Abstieg zu tun haben", versicherte der 38-jährige Morsumer. Seine Mannschaft kam wie gewohnt gut in die Partie und ging - angeführt vom 13-fachen Torschützen Jannis Elfers - mit 3:1 in Führung. Auch weil Stedingen ihnen eine kompakte Abwehr entgegenstellte, versäumten es die Gäste, sich weiter abzusetzen, behielten jedoch über 10:8 (12.) und 12:10 (15.) zunächst die Oberhand. Beide Teams standen sicher in der Defensive, Morsum sogar in ungewohnter 5:1-Formation, was zur Folge hatte, dass sich auch nach dem Seitenwechsel keiner der Gegner entscheidend absetzen konnte.

Jacobsen überragend

Zunächst nahmen dann allerdings die Gastgeber das Zepter in die Hand und gingen mit 21:19 (38.) in Führung. Morsum konterte jedoch umgehend mit dem überragende Björn Jacobsen im Tor. Die Blau-Weißen glichen zum 21:21 (42.) aus und stellten sechs Minuten später die erstmalige Vier-Tore-Führung her (26:22). Eine Auszeit auf Seiten der HSG zeigte allerdings Wirkung, denn Stedingen verkürzte wiederum auf 27:28 (54.). Erneut Elfers, dann Jan Meyer von der linken Außenbahn sorgten mit ihren Treffern postwendend für Ruhe in den Morsumer Reihen.

Eine herbe Schlappe musste Sottrum in der Handball-Landesliga hinnehmen. Gegen den Vorletzten TV Gut Heil Spaden setzte es vor heimischer Kulisse eine deutliche 28:36 (17:17) Niederlage. Die Gäste traten dabei erstmals mit ihren vier Neuzugängen vom ehemaligen Verbandsligisten TV Schiffdorf an. "Obwohl wir uns darauf eingestellt hatten, bekamen wir die Spieler nicht in den Griff. Wir hatten in der Defensive ungewohnte Probleme und waren nicht aggressiv genug", kritisierte Trainer Norbert Kühnlein. In der Anfangsphase hatte der TVS mitgehalten (4:4), doch als Eric Kruse die zweite Zeitstrafe erhielt (12.), musste Kristian Buthmann den Abwehrpart des Rückraumlinken übernehmen. Darunter litt der Spielaufbau. Die Gäste zogen in der Folgezeit auf 11:7 davon. Sottrum kämpfte sich zurück und schaffte noch den 17:17-Pausenstand. Nach dem Seitenwechsel wechselte die Führung ständig hin und her. Dann aber scheiterte der TVS entweder am guten Gästetorwart oder schloss zu überhastet ab. "So lange

ich hier bin, war das die schlechteste Leistung, die meine Mannschaft abgerufen hat", gab Kühnlein zu.

Die Handballer der HSG Verden-Aller sind in Horneburg nicht um die von Spielertrainer Björn Härthe befürchtete Niederlage herumgekommen. Nach dem 29:36 (16:19) beim durch den Erfolg auf Tabellenrang zwei vorgerückten Team aus dem Kreis Stade wartet der Aufsteiger weiter auf sein erstes Erfolgserlebnis in fremder Halle. "Wir haben nicht ein einziges Mal geführt", berichtete Härthe. Die Gäste wurden bereits zu Beginn der Partie kalt erwischt und lagen nach fünf Minuten mit 1:4 in Rückstand. In der Folge fanden die Spieler aus der Kreisstadt zwar besser in die Partie (8:10/20.), der Drei-Tore-Vorsprung der Gastgeber aus der Anfangsphase hatte aber auch beim Seitenwechsel weiterhin Bestand. Die Vorentscheidung fiel nach rund 40 Minuten, als der VfL Horneburg eine 23:20-Führung auf 26:20 ausbauen konnte. Der Vorsprung der Heimmannschaft wuchs zwischenzeitlich auf zehn Tore (32:22). Bereits von der 10. Minute an musste das unterlegene Team der HSG in Horneburg ohne Haupttorschütze Oliver

Schaffeld auskommen. Verdens Rückraum-Rechter musste nach einer Kapselverletzung für den Rest des Spiels passen. Nach der sechsten Saisonniederlage ist die Mannschaft von Björn Härthe auf Tabellenplatz zwölf nur noch zwei Punkte weg vom ersten Abstiegsplatz.

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