Neue Torfrau Morsum glückt Last-Minute-Verpflichtung

Morsum. Spät, aber gerade noch rechtzeitig ist die fieberhafte Suche des TSV Morsum nach einer neuen Torfrau von Erfolg gekrönt worden: "Melanie Heiken wird uns helfen. Sie war schon zwei Mal beim Training und hat dort mit ihrem Stellungsspiel, gutem Auge und einem sicheren ersten Pass überzeugt."
31.08.2010, 03:50
Lesedauer: 3 Min
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Von Michael Schön

Morsum. Spät, aber gerade noch rechtzeitig ist die fieberhafte Suche des TSV Morsum nach einer neuen Torfrau von Erfolg gekrönt worden: 'Melanie Heiken wird uns helfen. Sie war schon zwei Mal beim Training und hat dort mit ihrem Stellungsspiel, gutem Auge und einem sicheren ersten Pass überzeugt', strahlte Harald Logemann, Trainer des Neulings der Handball-Oberliga Nordsee.

Melanie Heiken hat in der vergangenen Saison noch im Tor der Landesliga-Frauen des SV Werder gestanden, wo sie in der Hinrunde auch gegen ihren neuen Klub zum Einsatz kam. Die 32-jährige Lehrerin war von Logemann telefonisch kontaktiert worden, nachdem er 'läuten gehört' hatte, dass sie einem Vereinswechsel nicht abgeneigt wäre. Er hatte sich von den Qualitäten der Bremerin in seiner Woltmershauser Zeit überzeugen können, als Heiken mit dem Regionalliga-Lokalrivalen Werder auf die Pusdorferinnen traf. 'Ihre Erfahrung wird für uns sehr wertvoll sein!'

Damit ist der Morsumer Trainer aber noch längst nicht aller Sorgen enthoben, denn Melanie Heiken steht im Moment als Solistin zwischen den Pfosten des Oberliga-Neulings da. 'Wir brauchen noch eine zweite Torfrau, ohne die es in dieser Klasse nicht geht, auch wenn Heike ohne Verletzungen durch die Saison kommen sollte.'

Auch Zander fällt aus

Morsum hat in den vergangenen Monaten gleich drei Torhüterinnen verloren. Während es Heike Meyer-Summa weg vom TSV und hin zur SG Achim/Baden zog, sind Maja Selmikat und Tina de Boer bis auf weiteres zu ersetzen. Maja Selmikat zog sich, wie berichtet, im letzten Punktspiel der Landesliga-Saison eine schwere Knieverletzung zu, und bei Tina de Boer hat sich Nachwuchs angekündigt.

Es ist bereits die dritte Schwangerschaft in diesem Jahr, die dem TSV Morsum personelle Schwierigkeiten bringt. Nach Franziska Schmidt-Naumann, die schon beim Gewinn der Landesliga-Meisterschaft nicht mehr dabei war, hatte sich auch Christina Zander in den Mutterschaftsurlaub abgemeldet.

So umfasst der Kader, mit dem der TSV Morsum in die Saison geht (Auftakt am 12. September mit dem Heimspiel gegen RW Damme), nur elf Spielerinnen, die nicht regelmäßig mittrainierende Kerstin Metz bereits eingerechnet. Dass sich gleich vier Spielerinnen des TSV Morsum im Polizeidienst sind und damit Schichtarbeit verrichten, könnte die angespannte Personalsituation noch weiter verschärfen.

'Bei uns darf sich eigentlich keiner verletzen', gibt Logemann zu, der dafür aber auf die Qualität der Spielerinnen bauen kann. Während das Abwehrspiel noch ausbaufähig ist, hat Morsum einen Angriff, mit dem ihm vor der Konkurrenz nicht bange zu sein braucht. Vor allem der Rückraum genügt höchsten Oberliga-Ansprüchen. Maike Osmers und die wurfgewaltige Edda Gohl sind links eine Bank. Dazu kommt noch Kerstin Metz.

Rechts ist Maren Jacobsen gesetzt, und die Mitte übernimmt Neuzugang Alina Wollering von Frisia Goldenstedt, nach Edda Gohl, Inga Meyer, Christine Zander und Annika Wilhelm, einem weiteren Neuzugang von Werder, bereits die fünfte Polizistin beim 'PSV' Morsum.

Annika Wilhelm und Wiebke Korpal am Kreis sowie den Flügelspielerinnen Tanja Dopmann, Kristina Wiese und Lea Steins komplettieren das kleine, aber feine Aufgebot des TSV. Tanja Dopmann und Lea Steins sind wie Maike Osmers vielseitig einsetzbar. Und auf diese flexiblen Kräfte ist der Aufsteiger auch angewiesen. Logemann: 'In der Oberliga ist es eigentlich nicht mehr möglich, eine Spielerin 60 Minuten ohne Pause einzusetzen, was in der Landesliga ja noch ging.

Ziel des TSV ist der Klassenerhalt. 'Wir wollen so schnell wie möglich 20 Punkte unter Dach und Fach haben', verrät Logemann, der mit einer sehr ausgeglichenen Klasse rechnet. 'Hinter Mannschaften wie Oyten II, Arsten, Vechta und Nordhorn wird es ein sehr breites Mittelfeld geben. Einen Punktelieferanten wie wir ihn in der Landesliga mit Twistringen hatten, sehe ich in unserer jetzigen Klasse nicht.'

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