Landesliga-Handballer brechen in Fredenbeck ein und haben nun nur noch einen Punkt Vorsprung Morsumer Führungsposition gefährdet

Arg unter die Räder gekommen sind die Handballer des TSV Morsum im Landesliga-Hit beim VfL Fredenbeck III. Nach einer 20:38-Abfuhr im Nachbarkreis bleibt das Team von Ingo Ehlers zwar Spitzenreiter, doch der Vorsprung gegenüber dem im direkten Aufeinandertreffen siegreichen VfL ist auf einen Punkt zusammengeschmolzen. Während der TV Sottrum (36:37 beim SV Beckdorf II) wertvollen Boden im Kampf um die vorderen Plätze eingebüßt hat, erkämpfte sich die HSG Verden-Aller mit dem 28:28 im Kellerduell gegen den SV Grambke-Oslebshausen II wenigstens einen Punkt.
31.01.2012, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Jürgen Prütt

Arg unter die Räder gekommen sind die Handballer des TSV Morsum im Landesliga-Hit beim VfL Fredenbeck III. Nach einer 20:38-Abfuhr im Nachbarkreis bleibt das Team von Ingo Ehlers zwar Spitzenreiter, doch der Vorsprung gegenüber dem im direkten Aufeinandertreffen siegreichen VfL ist auf einen Punkt zusammengeschmolzen. Während der TV Sottrum (36:37 beim SV Beckdorf II) wertvollen Boden im Kampf um die vorderen Plätze eingebüßt hat, erkämpfte sich die HSG Verden-Aller mit dem 28:28 im Kellerduell gegen den SV Grambke-Oslebshausen II wenigstens einen Punkt.

Verden·Achim. "So dürfen wir uns als Spitzenteam einfach nicht präsentieren", wollte Morsums Coach Ingo Ehlers auch den Ausfall einiger Stammkräfte wie Steffen Fastenau, Marco Ehlers oder auch Thomas Franz nicht als Entschuldigung für die desolate Vorstellung in Fredenbeck gelten lassen. Bei der Morsumer Notbesetzung - Rückraummann Jan-Eike Nienstädt musste über die komplette Spielzeit am Kreis spielen - brachen nach dem 9:11 (18.) endgültig die Dämme. "Wir haben danach so gut wie jeden Zweikampf verloren", berichtete Ingo Ehlers. Fredenbeck baute seine Führung so bis zur Pause auf 20:9 aus. "In der zweiten Halbzeit hat beim Gegner dann die zweite Garnitur gespielt, aber bei uns war kein Aufbäumen zu erkennen", so der enttäuschte Trainer des TSV.

Einziger Lichtblick war bei den Gästen noch der aus dem linken Rückraum sechsmal erfolgreiche Bastian Beuße. Für den TSV Morsum folgt am kommenden Wochenende die alles andere als leichte Heimaufgabe gegen den Tabellenvierten SG Bremen-Ost. "Wollen wir aufsteigen, muss dieses Spiel gewonnen werden", so Ehlers, der darauf hofft, dass die Verunsicherung in seinem Kader nun nicht zu groß ist.

Die HSG Verden-Aller hat nach dem 28:28 beim SV Grambke-Oslebshausen II die SG Findorff in der Tabelle überholt und die Abstiegsplätze verlassen. Angesichts einer 24:18-Führung nach einer Dreiviertelstunde in diesem Kellerduell sprach Verdens Spielertrainer Björn Härthe allerdings von einem verschenkten Punkt. "In den letzten 15 Minuten haben wir das Handballspielen eingestellt", gab er zu.

18 Tore von Verdens Schaffeld

Auch stolze 18 Tore von Oliver Schaffeld sollten der HSG in Bremen nicht zum Sieg reichen. Das Tabellenschlusslicht hatte sich in der 50. Minute auf 22:24 herangekämpft und lag kurz vor Schluss plötzlich selber - mit 28:27 - in Front. "Wir hätten die Partie sogar noch verlieren können", ärgerte sich Björn Härthe.

Der TV Sottrum hat im Kampf um die Meisterschaft keinen weiteren Boden gut gemacht und es versäumt, aus der Niederlage des TSV Morsum Kapital zu schlagen. Das Team von Trainer Norbert Kühnlein unterlag dem mit Drittligaspielern verstärkten SV Beckdorf II knapp mit 36:37 und rutschte sogar auf den fünften Tabellenplatz ab.

"Meiner Mannschaft kann ich keinen Vorwurf machen. Sie hat gekämpft, und in der entscheidenden Phase hat uns das Glück gefehlt", so Kühnlein. In einem sehr fair geführten Landesligaspiel (nur eine Zeitstrafe) musste Sottrum auf Christian Warschke, Eike Westermann, Dennis Neiß und Benjamin Schnäpp verzichten. Dafür stand nach seiner Verletzung erstmals wieder Uli Bartsch zwischen den Pfosten. Die Gastgeber nahmen von Beginn an Eric Kruse und Benjamin Nijland in kurze Deckung. Sottrum brauchte einige Zeit, um sich darauf einzustellen. Nach dem 13:10 bauten die Gastgeber den Vorsprung bis zur Pause auf 20:15 aus. In dieser Phase ließ Sottrum zu viele Chancen aus, darunter auch zwei Siebenmeter. Zudem wurden im Angriff die Bälle leichtfertig weggeworfen, was Beckdorf Tempogegenstoßtore ermöglichte. Nach dem Seitenwechsel zeigte sich der TVS kämpferisch. Im Angriff wurden die Freiräume geschickt genutzt, und in der Abwehr agierte man jetzt konzentrierter

und kompakter. So fiel in der 46. Minute der Ausgleich zum 27:27 und mit dem 33:32 (54.) erstmals die Führung. Doch in der spannenden Schlussphase fehlte dem TVS das Glück. Pfosten oder Latte standen bei den Würfen mehrmals im Weg. Beckdorf hatte mehr Glück und traf fünf Sekunden vor Ultimo zum 36:37. "Es war ein gutes und schnelles Spiel. Wir müssen die Niederlage akzeptieren", erklärte Kühnlein.

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