Handball-Landesliga Männer: TV Oyten ebenfalls 30:31 geschlagen / TV Sottrum schließt zur Spitzengruppe auf Morsumer Serie in Horneburg beendet

Verden·Achim. Die Erfolgsserie des TSV Morsum hat nach acht siegreichen Spieltagen in Folge ein unerwartetes Ende genommen. Beim Tabellensiebten VfL Horneburg verloren die Landesliga-Handballer aus der Samtgemeinde Thedinghausen unglücklich mit 27:29 (13:14). Eine vermeidbare Niederlage kassierte auch der TV Oyten (30:31 gegen den TuS Rotenburg), während der TV Sottrum sich mit dem selben Resultat in Bremervörde durchsetzte.
22.03.2011, 05:00
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Von Jürgen Prütt und benjamin Vollmer

Verden·Achim. Die Erfolgsserie des TSV Morsum hat nach acht siegreichen Spieltagen in Folge ein unerwartetes Ende genommen. Beim Tabellensiebten VfL Horneburg verloren die Landesliga-Handballer aus der Samtgemeinde Thedinghausen unglücklich mit 27:29 (13:14). Eine vermeidbare Niederlage kassierte auch der TV Oyten (30:31 gegen den TuS Rotenburg), während der TV Sottrum sich mit dem selben Resultat in Bremervörde durchsetzte.

VfL Horneburg - TSV Morsum 29:27 (14:13). "Das Spiel müssen wir nach Hause schaukeln", schimpfte Ingo Ehlers, Trainer der Blau-Weißen, der diese Niederlage als "herben Dämpfer" ansieht. Sein Team, spielerisch überlegen, ist durch diesen doppelten Punktverlust auf Tabellenplatz vier abgerutscht. Ausschlaggebend hierfür war in erster Linie erneut die mangelhafte Chancenverwertung. So ließ der TSV in Halbzeit eins insgesamt acht "Hundertprozentige" liegen und musste sich nicht wundern, dass die junge Horneburger Mannschaft ihren Nutzen daraus zu ziehen wusste. Trotzdem gestaltete sich die Partie in den ersten 30 Minuten weitgehend offen. Es waren aber die Gastgeber, die bis zum Seitenwechsel knapp die Nase vorn hatten. Der TSV Morsum, der lediglich mit zwei Wechselspielern die Reise in den Landkreis Stade angetreten hatte und ab der 40. Minute auch noch auf Kreisläufer Thomas Franz (Rote Karte nach dritter Zeitstrafe) verzichten musste, zeigte nach dem Seitenwechsel dann aber, was

ihn zuletzt so stark machte. Mit gut vorgetragenem Tempospiel setzte sich der Gast bis zur 49. Minute standesgemäß auf 21:18 ab. "Unter normalen Umständen hätten wir diesen Vorsprung über die Zeit gebracht", versicherte Ehlers, der bei seinen Spielern dann aber allmählich die Kräfte schwinden sah.

TV Oyten - TuS Rotenburg 30:31 (13:15). Die Mannschaft von Trainer Jens Haase - Tabellenvorletzer bei zwei Zählern Rückstand auf den Drittletzten SV Beckdorf II - schwebt mehr denn je in akuter Abstiegsgefahr, zumal als nächstes das schwere Auswärtsspiel beim Rangzweiten VfL Fredenbeck III bevorsteht. "Wir haben uns in der ersten Hälfte nahezu 20 Fehlwürfe geleistet, das war einfach zu viel", stellte Oytens Co-Trainerin Karen Haase nach der neuerlichen Niederlage fest. Die Gastgeber verschliefen die Anfangsphase, so dass die Gäste von der Wümme nach dem zwischenzeitlichen 1:1 durch Anton Zitnikov nach knapp 20 Minuten mit 5:10 in Rückstand lagen. In der zweiten Halbzeit kämpfte sich der TVO dann zurück ins Spiel und kam sieben Minuten vor Ende der Begegnung zum 26:26. Im Anschluss vergaben die Gastgeber dann allerdings zwei gute Chancen, und Rotenburg lag beim 31:29 erneut mit zwei Toren in Front. Der in der Schlussminute von Sven Wilhelm - mit sieben Treffern auch Oytens

bester Werfer - erzielte Anschlusstreffer zum 30:31 kam zu spät. Anton Zitnikov erzielte sechs Treffer, zwei davon per Siebenmeter.

TSV Bremervörde II - TV Sottrum 30:31 (18:18). Die kurzfristig mit vier Spielern aus dem Oberliga-Team verstärkte Reservemannschaft des TSV Bremervörde erwies sich als unerwartet unbequemer Gegner für den TV Sottrum. In der torreichen und ausgeglichenen ersten Hälfte wechselte die Führung mehrmals, ehe es mit einem 18:18-Unentschieden in die Pause ging. Nach dem Seitenwechsel schien der Tabellenelfte aus Bremervörde dann die Oberhand zu gewinnen. Der TV Sottrum entwickelte zu wenig Druck auf die gegnerische Abwehr und konnte vor allem das ihn sonst auszeichnende Spiel über den Kreis überhaupt nicht zur Entfaltung bringen. Kreisläufer Christian Warschke war bei der starken Bremervörder Deckung diesmal komplett abgemeldet und blieb gänzlich ohne Torerfolg. Der TSV Bremervörde legte mit dem Treffer zum 19:23 eine Vier-Tore-Führung vor, die er bis Mitte der zweiten Halbzeit behaupten konnte. Nun nahm Sottrums Trainer Norbert Kühnlein seinen Youngster Nicolas Karnick in die

Pflicht, der sich eigentlich aufgrund seiner kurz bevorstehenden Abitur-Prüfung im Fach Sport schonen wollte. Mit dem schnellen Karnick (vier Tore) und einem sich steigernden Torwart Max Schlusnus, der unter anderem zwei wichtige Siebenmeter parieren konnte, gelangen Sottrum in der Schlussphase der Partie gleich fünf Treffer hintereinander. Mit dieser Serie wurde der 26:29- Rückstand in eine 31:29-Führung umgewandelt. Den völlig frustrierten Gastgebern gelang sieben Sekunden vor dem Abpfiff lder nur noch stastistisch bedeutsame Anschlusstreffer zum 30:31. "Die Mannschaft hat in der zweiten Halbzeit eine tolle Moral bewiesen", freute sich Kühnlein, der mit seinem Team nach den Punktverlusten der direkten Konkurrenz zum Ende der Saison hin noch einmal zur Spitzengruppe der Landesliga aufgeschlossen hat. Der TV Sottrum konnte dank seines Auswärtserfolges in Bremervörde von den Pluspunkten her mit dem Tabellendritten TSV Altenwalde und dem Tabellenvierten TSV Morsum gleichziehen.

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