Prellball Bundesliga-Nord

MTV-Teams rutschen ab

Für die erste Prellball-Mannschaft des MTV Eiche Schönebeck lief es auch in der dritten Runde nicht rund. Statt der angestrebten vier Erfolge sprangen in Mahndorf lediglich zwei Erfolge heraus.
16.01.2018, 15:17
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Von Sabine Lange
MTV-Teams rutschen ab

Moritz Wolf (vorne, MTV Eiche Schönebeck II) konnte sich am vergangenen Bundesliga-Spieltag nur über einen Sieg freuen.

Christina Kuhaupt

Schönebeck. Für die erste Prellball-Mannschaft des MTV Eiche Schönebeck lief es auch in der dritten Runde der Bundesliga Nord nicht rund. Statt der angestrebten vier Erfolge sprangen beim Spieltag in Mahndorf aus sechs Partien lediglich zwei Erfolge heraus.

Mit der Ausbeute von 4:8 Punkten rutschte das Nordbremer Team auf Abstiegsrang elf. Auch der MTV II ließ Federn in der Halle an der Heisiusstraße. Die ehrgeizige Nachwuchscrew musste sich mit fünf Niederlagen und einem Sieg zufriedengeben. Deshalb ging es für sie in der Tabelle ebenfalls abwärts auf Platz neun.

Dass sich ihre erste Mannschaft nun Sorgen um den Abstieg aus Deutschlands höchster Staffel machen muss, wunderte die Schönebecker Trainerin nicht. Der gute Wille und Vorsatz, vor der eigenen Haustür möglichst viele Punkte zu ergattern, reichte nicht aus. „Die Aktiven haben sich das Leben selbst schwer gemacht. Mängel gab es vor allem in der Abstimmung. Funktionierte die Annahme, dann gab es Schwächen in der Vorlage oder beim Schlag,“ erklärte Inge Mahler. Das sei nicht zuletzt auf fehlendes gemeinsames Training zurückzuführen.

Zur schlechten Ausgangsposition des MTV I vor dem letzten Spieltag am 17. Februar in Berlin hat außerdem der erstarkte Charlottenburger TSV beigetragen. Als Tabellen-Schlusslicht ins Rennen gegangen, glänzten die Berliner in Bremen mit einer kämpferisch herausragenden Leistung, sicherten sich 7:5 Zähler und kletterten von Rang 13 auf Platz zehn.

Die geringe Punktausbeute ihrer zweiten Mannschaft störte Inge Mahler nicht. Die junge Crew, die erneut in der Besetzung Moritz Wolf, Pascal Knoop, Fynn Kroffke und Ersatzmann Yanik Mahler angetreten war, imponierte durch Spielwitz, Besonnenheit, Kampf- und Teamgeist. Die Mannschaft habe auch, wenn sie im Hintertreffen gelegen hat, nie aufgegeben, lobte Inge Mahler ihre Jungs.

So auch zum Auftakt der dritten Bundesligarunde. Da standen sich die Schönebecker im Vereinsduell gegenüber. Das Hinspiel in Sottrum hatte die „Zweite“ mit 31:28 gewonnen. Doch in Mahndorf übernahm der MTV I von Beginn an die Führung, und gab in der fast reinen Angabenpartie den knappen Vorsprung bis zum Schluss nicht ab. Abhängen ließen sie die jungen Schönebecker von ihren routinierten Klubkameraden aber nicht. Nach dem 20:22 zur Halbzeit endete das Kräftemessen mit 39:42.

Team I des MTV mit Tobias Taurat, Onno Wilksen, Tim Olsen und Sebastian Baumgarten musste danach lange auf den nächsten Sieg warten. Gegen Bundesliga-Spitzenreiter TSV Marienfelde I hielt die Mahler-Crew anfangs noch gut mit, am Ende mussten sich die Nordbremer mit 30:42 klar geschlagen geben. Punkten wollten die Schönebecker unbedingt gegen den TuS Aschen-Strang II in der folgenden Begegnung. Nach einem harten Schlagabtausch stand es zum Halbzeitpfiff 20:21. „Danach hat sich die Mannschaft noch neu formiert, damit Sebastian Baumgarten am Schlag besser agieren kann“, berichtete Inge Mahler. Doch das nützte nichts – die Partie ging mit 39:43 verloren.

Von Abstimmungsschwierigkeiten und viel Frust war das Match gegen den TV Sottrum gekennzeichnet (35:40), und auch gegen den TuS Aschen-Strang I zog der MTV I den Kürzeren (34:41). Einen versöhnlichen Abschluss gab dann allerdings gegen den Charlottenburger TSV. Da ließen die Schönebecker der unmittelbaren Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance (35:28).

Nach der Auftakt-Niederlage im vereinsinternen Duell verbuchte der MTV II gegen den TSV Marienfelde II seinen einzigen Sieg an diesem Spieltag. Dabei erlaubten sich die Schönebecker, die von Anfang an geführt hatten, nur eine kleine Schwäche in der zweiten Halbzeit. „Da agierte die Mannschaft etwas luschig, und der Gegner nutze das sofort aus, um aufzuholen und auszugleichen“, verriet Inge Mahler. Ihr Team fing sich schnell wieder und eroberte zwei wichtige Zähler beim 32:29-Erfolg.

Mehr Pluspunkte waren nicht drin. Gegen den TV Schaden schlug ein 25:36 zu Buche. „Immerhin hatten wir das Hinspiel noch mit 22:45 verloren“, sah Inge Mahler diese Niederlage gelassen. Auch dem Auftritt gegen das starke Gastgebertrio (28:33) gewann Inge Mahler Positives ab: „Die Mahndorfer agieren auf dem Feld sehr variabel. Drei Viertel der Zeit haben meine Jungs auf Augenhöhe und mit Köpfchen mitgehalten.“

Nach der erwarteten Niederlage gegen den Bundesliga-Ersten Marienfelde I (20:40), verkauften sich die Schönebecker gegen den Tabellenzweiten MTV Markoldendorf (28:35) gut. Schon in der Hinserie hatte der MTV II die Südniedersachsen oft ausgetrickst, und auch dieses Mal gelang das oft. „Sie sind sehr selbstbewusst aufgetreten. Sie haben die Bälle direkt vor die Füße der großgewachsenen Markoldendorfer oder ganz knapp über die Leine gespielt“, berichtete Inge Mahler.

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