TSV Bassum setzt sich knapp durch Nervenstarke Nadine Berger

Bassum. Noch drei Sekunden waren zu spielen. Nadine Berger nahm das Herz in die Hand, schnappte sich den Ball, tankte sich durch die Abwehr der Leher TS und knallte den Ball platziert ins Eck. Kurz darauf versank sie in einer Jubeltraube. Kein Wunder: Die Rückraumakteurin des Handball-Landesligisten TSV Bassum hatte soeben das Siegtor zum 29:28 (14:12)-Auswärtserfolg erzielt.
15.11.2011, 05:00
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Von Christine Leska-Ottensmann

Bassum. Noch drei Sekunden waren zu spielen. Nadine Berger nahm das Herz in die Hand, schnappte sich den Ball, tankte sich durch die Abwehr der Leher TS und knallte den Ball platziert ins Eck. Kurz darauf versank sie in einer Jubeltraube. Kein Wunder: Die Rückraumakteurin des Handball-Landesligisten TSV Bassum hatte soeben das Siegtor zum 29:28 (14:12)-Auswärtserfolg erzielt.

"Das war ein ganz wichtiger Sieg für die Psyche", wusste Trainer Steffen Mundt. Fünf Niederlagen hatte seine Mannschaft zuvor einstecken müssen. Der Druck, beim ebenfalls schwach gestarteten Tabellennachbarn punkten zu müssen, wuchs von alleine. Erstaunlicherweise kamen die Bassumerinnen aber gut damit zurecht. "Von Nervosität war keine Spur. Eher hatten meine Spielerinnen zeitweise Angst vor der eigenen Courage, obwohl sie die Partie 50 Minuten lang im Griff hatten", analysierte Mundt.

Das Auftreten in der Abwehr gefiel ihm sehr. Vorne gingen die Bassumerinnen jedoch zu fahrlässig mit ihren Chancen um, was zu Tempogegenstößen führte. So verlief die Partie bis zum 9:9 ausgeglichen, ehe sich der TSV beim 11:9 erstmals mit zwei Treffern absetzte. Diesen Vorsprung nahmen die Bassumerinnen in die Pause und vergrößerten diesen auf 15:12.

Die Drei-Tore-Führung hielten sie bis zum 21:18, ehe der Gedanke an den zweiten Saisonsieg aufkam. "Im Angriff sind uns dann einige Leichtsinnsfehler unterlaufen. Wir haben nicht mehr so unbeschwert gespielt wie zuvor", wusste der Coach zu berichten. Plötzlich hieß es 24:24 (54.). "Gott sei Dank sind meine Spielerinnen aber nicht in Panik verfallen. In den letzten fünf Minuten haben sie sich wieder gefangen und vorne ruhiger gespielt", verriet Mundt. Ein Tor legten die Bassumerinnen nun stets vor (drei Mal war es Jaqueline Hanke), der Gastgeber glich immer wieder aus. In den finalen zehn Sekunden war das TSV-Team erneut in Ballbesitz und durfte sich bei Nadine Berger bedanken, die das entscheidende Tor erzielte.

"Zum Schluss hatten wir das Quäntchen Glück auf unserer Seite. Allerdings war es auch das Glück des Tüchtigen. Wir haben uns diesen Sieg wahrlich erkämpft", freute sich Steffen Mundt über den Erfolg.

TSV Bassum: Strauß, Landwehr - Sander (7), Sprick, Helms (4), Heider, Witt (1), Hanke (4), Herlein (2), Reitz (1), Paesler (3), Berger (7).

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