A-Junioren des BSV nisten sich nach 4:1-Heimerfolg über Aufsteiger Niendorfer TSV in der Spitzengruppe ein Nicht gut, aber erfolgreich

Der Blumenthaler SV nistet sich in der Fußball-Regionalliga Nord der A-Junioren in der Spitzengruppe ein. Im dritten Saisonspiel gab es einen 4:1 (1:0)-Heimerfolg über Neuling Niendorfer TSV, so dass die Nordbremer jetzt auf sieben Punkte kommen. Das klare Ergebnis täuscht jedoch über die schwache Leistung des BSV vor allem im ersten Durchgang hinweg.
26.08.2013, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Oliver Meibohm

Der Blumenthaler SV nistet sich in der Fußball-Regionalliga Nord der A-Junioren in der Spitzengruppe ein. Im dritten Saisonspiel gab es einen 4:1 (1:0)-Heimerfolg über Neuling Niendorfer TSV, so dass die Nordbremer jetzt auf sieben Punkte kommen. Das klare Ergebnis täuscht jedoch über die schwache Leistung des BSV vor allem im ersten Durchgang hinweg.

Blumenthal. Sind die Zuschauer am Burgwall nach der äußerst erfolgreichen vergangenen Saison zu verwöhnt? Diese Frage musste sich Marcel Kulesha, Trainer der A-Junioren des Blumenthaler SV, in der Partie gegen den Niendorfer TSV immer wieder stellen. Sicherlich blieb der BSV vor allem in den ersten 45 Minuten weit unter seinen Möglichkeiten. "Da haben wir etwa 20 Prozent unseres Leistungsvermögens abgerufen", fand auch Kulesha klare Worte.

Aber immerhin steigerte seine Mannschaft sich nach dem Wechsel etwas, und der Gegner baute von Minute zu Minute weiter ab. So stand am Ende ein 4:1 (1:0) der Nordbremer zu Buche. Und deshalb stellte Kulesha sich gegen die Nörgler und schützend vor seine Spieler: "Wir haben jetzt sieben Punkte aus den ersten drei Partien geholt und sind gegen drei unbequeme Gegner ungeschlagen geblieben", hob er den positiven Saisonstart in der Fußball-Regionalliga Nord hervor. Ohne jedoch die höchstens mittelmäßige Leistung schönreden zu wollen: "Das war das schlechteste Spiel, seitdem ich Trainer in Blumenthal bin."

Sommerfußball mit unendlich vielen Abspielfehlern fast ohne Zweikämpfe bekamen die rund 100 Zuschauer vor der Pause von beiden Mannschaften zu sehen. Wo es nur zwei nennenswerte Szenen gab. Zum einen die glückliche 1:0-Führung für die Platzherren durch Anis Souaifi (39.). Und zum anderen den Querschläger von BSV-Abwehrspieler Jan Wohltmann, der aus kurzer Distanz ungewollt seinen eigenen Torhüter Moritz Schumacher prüfte, der blitzschnell reagierte (40.). "In der zweiten Halbzeit wird das besser", war Marcel Kulesha noch zuversichtlich aus der Kabine zurückgekehrt. Mit seiner Einschätzung lag der BSV-Coach jedoch nur bedingt richtig. Denn zunächst gab es einen Rückschlag, als die Gäste nach einem Eckball zum überraschenden 1:1-Ausgleich kamen. Dass Niendorf aus diesem moralischen Vorteil nichts machte, lag weniger an der Stärke des Gegners, sondern vielmehr daran, dass beim Aufsteiger mit zunehmender Spieldauer die Kräfte schwanden. Zudem stellte der NTSV sich in den Zweikämpfen häufig ungeschickt an. So wie in der 67. Minute, als Jan Wohltmann ohne Not im gegnerischen Strafraum einfach umgerannt wurde und Pascal Krombholz den fälligen Elfmeter souverän zum 2:1 verwandelte.

In der letzten Viertelstunde spielte der BSV nach einer Gelb-Roten Karte gegen die Gäste in Überzahl – und nutzte diesen zahlenmäßigen Vorteil, um noch zwei weitere Treffer zu schießen. Zunächst erhöhte Hendrik Stannius auf 3:1 (78.), und Aleksandr Friauf sorgte sechs Minuten später für den 4:1-Endstand. Wie unzufrieden Marcel Kulesha mit seinem Team war, verdeutlichen seine beiden frühen Wechsel in der 31. Minute. Dass der BSV-Coach beim Stande von 1:1 mit Bo Weishaupt einen Mittelfeldspieler brachte und dafür seinen einzigen Stürmer Anis Souaifi vom Platz holte, begründete er so: "Bo läuft so viel wie alle anderen zehn Spieler zusammen."

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