Brinkumer SV: Ideen- und willenlos beim 0:2 gegen Habenhausen Nichts Positives zu sehen

Brinkum. Er schüttelte den Kopf, immer und immer wieder. Dann redete er auf seine Spieler ein, hob seine Stimme und kritisierte das, was ihm zuvor missfallen war. Frank Thinius missfiel einiges, entsprechend viel gab es zu kritisieren. Die 0:2 (0:2)-Niederlage seines Brinkumer SV in der Fußball-Bremen-Liga gegen den Habenhauser FV taugte nicht dazu, sofort wieder zur Tagesordnung überzugehen. Es waren nicht nur die beiden Treffer von Jan Fredrik Krause (9./42.), die Frank Thinius aufs Gemüt schlugen, es war die gesamte Art und Weise, wie sein Team in den vorherigen 90 Minuten zu Werke beziehungsweise nicht zu Werke gegangen war.
05.09.2011, 05:00
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Nichts Positives zu sehen
Von Jens Hoffmann

Brinkum. Er schüttelte den Kopf, immer und immer wieder. Dann redete er auf seine Spieler ein, hob seine Stimme und kritisierte das, was ihm zuvor missfallen war. Frank Thinius missfiel einiges, entsprechend viel gab es zu kritisieren. Die 0:2 (0:2)-Niederlage seines Brinkumer SV in der Fußball-Bremen-Liga gegen den Habenhauser FV taugte nicht dazu, sofort wieder zur Tagesordnung überzugehen. Es waren nicht nur die beiden Treffer von Jan Fredrik Krause (9./42.), die Frank Thinius aufs Gemüt schlugen, es war die gesamte Art und Weise, wie sein Team in den vorherigen 90 Minuten zu Werke beziehungsweise nicht zu Werke gegangen war.

Entsprechend heftig äußerste sich der BSV-Coach: "Das war heute Not gegen Elend", polterte er. Einen starken Gegner hatte er nämlich gleichfalls nicht ausgemacht, womit er gar nicht mal so falsch lag. Denn Habenhausen setzte vor der Pause - mit Erfolg - gefährliche offensive Nadelstiche, um sich anschließend vor allem auf die Verwaltung des Vorsprungs zu konzentrieren. Das sah alles andere als schön aus, war aber effektiv. "Klar, kann man das nach vorne besser spielen", bekannte im Anschluss Habenhausens Trainer Bernd Otto, aber er sagte auch, dass "wir nach hinten nichts zugelassen haben". Stimmt.

Jedoch stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, woran das lag. An der taktischen Disziplin der Gäste, oder am einfallslosen Anrennen der Gastgeber? Es war wohl eine Mischung aus beidem, wobei der BSV nicht den Eindruck erweckte, eine Wende unbedingt erzwingen zu wollen.

Die Umstellungen von Frank Thinius verpufften im Nirwana. Dass der BSV fortan mit Dreier- statt mit Viererkette spielte - was soll's? Und dass nun drei Angreifer auf dem Platz standen - merkte man nicht. Die Chancenarmut der ersten Hälfte wurde nach dem Wechsel sogar noch getoppt. Zwar verzeichneten die Gastgeber mehr Ballbesitz, der aber in keinster Weise mit einem konstruktiven Offensivdrang einherging. Herausgespielte Möglichkeiten waren nicht nur Mangelware, es gab sie schlicht und ergreifend nicht. So mag das Fazit von Frank Thinius nicht weiter überraschen: "Ich habe heute nichts Positives gesehen", bemerkte er, um sogleich noch einen draufzupacken: "Manche Spieler müssen sich ernsthaft fragen, ob sie in dieser Liga gut aufgehoben sind." Namen nannte der Coach nicht. Aber in ihm hatte sich die totale Unzufriedenheit aufgestaut.

Wohlgemerkt: Man schreibt erst den dritten Spieltag in der Bremen-Liga und die Ansprüche in Brinkum sind mit denen der vergangenen Jahre nicht mehr zu vergleichen. Die Mannschaft ist jung und in der Summe ziemlich unerfahren. Und dennoch: Leistungen wie gegen Habenhausen wollen die Verantwortlichen in Zukunft nicht mehr sehen.

Brinkumer SV: Meyer - Rässler (46. Müller), Prigge, Witte, Demirkapi - Piontek (50. Schlon), Tschongarow, H. Nehrhoff, Bender - Fehrcke (59. Röpke), Meyer.

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