Die Bundesliga-Korballerinnen der SG Findorff verlieren gegen Oldenbrok 7:8 und schlagen Stöcken 13:10

Niederlage und Sieg zum Saisonabschluss

Bremen. Zum Abschluss der Play-offs zur Endrunde um die deutsche Meisterschaft im Korbball der Frauen hatten die Spielerinnen der SG Findorff mit den Begegnungen gegen den Tabellenzweiten TB Stöcken und den Dritten vom Oldenbroker TV noch einmal zwei ziemlich dicke Bretter zu bohren. Während sich Oldenbrok nach dem knappen 8:7 (5:2)-Erfolg gegen Findorff in letzter Minute das letzte Ticket zur Endrunde um die Deutsche Meisterschaft am 5.
28.03.2019, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Christian Markwort

Bremen. Zum Abschluss der Play-offs zur Endrunde um die deutsche Meisterschaft im Korbball der Frauen hatten die Spielerinnen der SG Findorff mit den Begegnungen gegen den Tabellenzweiten TB Stöcken und den Dritten vom Oldenbroker TV noch einmal zwei ziemlich dicke Bretter zu bohren. Während sich Oldenbrok nach dem knappen 8:7 (5:2)-Erfolg gegen Findorff in letzter Minute das letzte Ticket zur Endrunde um die Deutsche Meisterschaft am 5. und 6. Mai im nordrhein-westfälischen Porta Westfalica sichern konnte, musste sich der TB Stöcken nach der darauf folgenden 10:13 (7:5)-Niederlage gegen die Bremerinnen mit dem undankbaren vierten Platz begnügen – und verpasste die Endrunde damit um Haaresbreite.

Das Spiel in der Liga gegen den Oldenbroker TV hatte Findorff noch deutlich verloren und wollte es dieses Mal besser machen. „Leider gelang uns aufgrund vieler technischer Fehler im Angriff in den ersten 13 Minuten zunächst kein einziger Korb“, erklärte SG-Spielführerin Laura Nolte, „sodass wir mit 0:4 in Rückstand gerieten, weil wir kaum zu echten Wurfchancen kamen.“ Agnetha Bischoff und Romina von Öhsen starteten zwar mit zwei erfolgreichen Distanzwürfen die Aufholjagd, doch Oldenbrok konnte bis zur Halbzeit selbst noch einmal treffen, sodass es mit 2:5 aus Sicht der Findorfferinnen in die Halbzeit ging.

In der zweiten Hälfte konnte Findorff den Drei-Körbe-Rückstand innerhalb von nur drei Minuten durch drei Körbe (Freiwurf, Kreiswurf und Konter) von Laura Nolte wettmachen und war zurück im Spiel. Die Führung gelang den Bremerinnen trotz vieler Chancen allerdings nicht, sodass Oldenbrok erneut auf 7:5 wegziehen konnte.

Findorff gab sich aber nicht geschlagen und konnte durch einen Strafwurf sowie einen erfolgreichen Distanzwurf der Kapitänin zum 7:7 ausgleichen. Oldenbrok gelang dann allerdings in der letzten Spielminute noch der Lucky Punch zum 8:7-Endstand „Sie brachten uns damit die zweite Saisonniederlage bei“, so Nolte, die in erster Linie mit der Anfangsphase haderte: „Wir haben leider die ersten zehn bis 15 Minuten komplett verschlafen“, bilanzierte sie, „haben uns dann zwar noch einmal stark herangekämpft, wurden am Ende allerdings leider nicht belohnt“. Die Abwehr zeigte sich trotzdem lauffreudig, „und nur acht Körbe von einem solch wurfstarken Team sind in Ordnung, weil es bei uns im Angriff haperte“, so Nolte. Das Spiel bot Findorff gleichzeitig die Gelegenheit, der A-Jugendlichen Friederike Harms ihre ersten Bundesliga-Minuten zu verschaffen.

SG Findorff: von Öhsen (1), Bischoff (1), Nolte (5), Mailand, Harms, Rippe, Martens, Paul.

Im letzten Spiel des Tages sollte sich dann gegen den TB Stöcken entscheiden, welche Mannschaften die SG Findorff zur Endrunde um den Titel nach Porta Wesfalica begleiten. Stöcken benötigte mindestens einen Punkt, um sich zu qualifizieren, auch deswegen begannen beide Teams überaus nervös und leisteten sich in den ersten fünf Minuten hüben wie drüben zahlreiche technische Fehler. Stöcken nutzte in der fünften Minute eine Lücke am Kreis der SG und ging mit 1:0 in Führung. Anke Mailand glich im darauf folgenden Angriff durch einen schönen Distanzwurf aus, in der elften Minute verwandelte Mona Martens einen Konter sicher zum 2:1.

Doch Stöcken blieb dran, glich zunächst aus und ging dann selbst mit 3:2 in Führung. „Es ging hin und her“, skizzierte Nolte den Spielverlauf, „denn diese Führung konnten wir durch zwei Kreistreffer von Melanie Niestedt zum 4:3 für uns drehen.“ Im Anschluss glich Stöcken erneut aus und ging dann sogar seinerseits mit 6:4 in Führung. Findorff verkürzte noch vor der Pause durch einen verwandelten Treffer vom Kreis von Anke Mailand auf 5:6, doch auch Stöcken traf noch einmal, sodass es mit einem 5:7 aus Findorffer Sicht in die Pause ging.

In der zweiten Hälfte kam Findorff immer besser ins Rollen und konnte den Rückstand durch Körbe von Laura Nolte, Romina von Öhsen, Antonia Bischoff, Anke Mailand und erneut Antonia Bischoff bis zur 35. Minute in eine komfortable 10:7-Führung drehen. „Dass wir in dieser Zeit keinen Gegentreffer hinnehmen mussten“, freute sich die Kapitänin, „zeugt von einer starken Abwehrarbeit und sehr aufmerksamen Korbfrauen unsererseits.“ Stöcken kämpfte sich zwar noch einmal auf 10:9 heran, ehe Laura Nolte einen Strafwurf sicher zum 11:9 verwandeln konnte. „Stöcken öffnete nun die Abwehr, um uns zu schnellen Abschlüssen zu zwingen und so selbst schneller in Ballbesitz zu kommen“, resümierte Nolte, „und diese Lücken konnten wir durch zwei schöne Treffer vom Kreis zu unseren Gunsten nutzen, sodass der letzte Korb durch Stöcken zum 13:10-Endstand lediglich Ergebniskosmetik war.“

Durch dieses Ergebnis stand nun gleichzeitig auch fest, dass Findorff vom TuS Sudweyhe und dem Oldenbroker TV zur Endrunde begleitet wird, der überraschend starke Aufsteiger aus Stöcken belegte dagegen am Ende zwar punktgleich mit dem Oldenbroker TV den vierten Platz, scheiterte allerdings wegen des schlechteren Korbverhältnisses und verpasste somit die Endrunde. „Das war es jetzt mit der Bundesliga-Saison“, erläuterte die Findorffer Spielführerin zufrieden und glücklich, „jetzt geht es für uns in die Vorbereitung auf eine hoffentlich erfolgreiche Endrunde.“

SG Findorff: Mailand (4), Martens (1), Niestedt (2), Nolte (3), von Öhsen (1), Bischoff (2), Paul, Rippe.

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