Wahl zum Amateurfußballer des Jahres

Nils Husmann genießt auch bei Gegnern große Sympathie

Sein Coach nennt ihn "eine Persönlichkeit", für den Präsidenten ist er ein "absoluter Vorzeigemensch". Nils Husmann vom VfL zählt zu den fünf Kandidaten bei der Wahl zum Bremer Amateurfußballer des Jahres.
08.12.2015, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Stefan Freye
Nils Husmann genießt auch bei Gegnern große Sympathie

Geachtet im eigenen Lager wie bei den Gegnern: Angreifer Nils Husmann vom VfL 07.

China Hopson

Sein Coach nennt ihn "eine Persönlichkeit", für den Präsidenten ist er ein "absoluter Vorzeigemensch". Nils Husmann vom VfL zählt zu den fünf Kandidaten bei der Wahl zum Bremer Amateurfußballer des Jahres.

Die Einschätzung kommt aus berufenem Munde, nämlich vom Präsidenten seines Vereins VfL 07. "Nils Husmann ist auf und neben dem Platz ein absoluter Vorzeigemensch", begründet Thomas Hennings den Vorschlag für die Wahl zum Bremer Amateurfußballer des Jahres. Ein Vorzeigemensch also? Das klingt ziemlich groß und bedarf einer Überprüfung.

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Eines steht wohl schon mal fest: Nils Husmann würde sich selbst niemals in dieser Form beschreiben. Der 28-Jährige hält sich nämlich für einen "bescheidenen Typen", und das wird von seinem Trainer bestätigt. Aber Björn Krämer betont, dass man dies doch besser nicht falsch verstehen sollte. "Er trägt Verantwortung und sagt klar seine Meinung", sagt der VfL-Coach. Auch deshalb ist Nils Husmann für ihn "eine Persönlichkeit." Woher er das alles weiß? An der Zusammenarbeit beim VfL 07 kann es allein nicht liegen, Krämer und Husmann arbeiten erst seit diesem Sommer wieder für den Verein.

Husmann entwickelte sich in Vegesack weiter

Bis zu diesem Zeitpunkt hatten sie aber fünf Jahre lang das Trikot der SG Aumund-Vegesack getragen, und vor 2010, da waren die beiden bereits einige Jahre für die VfL-Herren angetreten. Es gibt im Leben des Nils Husmann also kaum einen längeren Weggefährten als seinen heutigen Trainer. Deshalb kann Björn Krämer auch so gut schildern, warum er die Nominierung seines Kickers für gerechtfertigt hält. "Er hat sich bei der SAV einen Namen gemacht", beschreibt Krämer das wohl entscheidende Argument. Als Nils Husmann vor gut fünf Jahren zum Nordbremer Verein wechselte, war er bereits ein guter Spieler. In Vegesack schloss sich allerdings eine "extreme Entwicklung" (Krämer) an.

Angesichts der Erfolge seiner neuen Mannschaft – die SAV gewann 2013 den Landespokal und trat im DFB-Pokal gegen Hoffenheim an – entwickelte sich auch der Offensivspieler. Björn Krämer: "Wir hatten eine gute Mannschaft, und Nils ist in seiner Rolle mitgewachsen." Kein Wunder, dass auch der Spieler selbst sehr gern an die Zeiten in der Bremen-Liga-Spitze zurückdenkt. "Mit der SAV habe ich eigentlich alles erlebt", erinnert sich Husmann.

Aber das ist Vergangenheit. Heute spricht der 28-Jährige viel lieber über den VfL 07 und die Erfolge seines neuen, alten Vereins. "Jetzt werden wir hoffentlich nicht mehr als graue Maus wahrgenommen", sagt Nils Husmann. Trotz des einjährigen Gastspiels in der Landesliga (2012/ 2013) zählen die Findorffer eigentlich zum Establishment von Bremens höchster Spielklasse. Doch meistens war die Elf im unteren Mittelfeld zu Gast. Bis zu dieser Saison.

"Er macht den Unterschied"

Derzeit belegt der VfL zwar auch nur den 12. Platz. Noch im Oktober mischte die Mannschaft von Nils Husmann aber im oberen Drittel mit, sie qualifizierte sich für das Hallenturnier in der ÖVB-Arena und zog ins Viertelfinale des Lottopokals ein. "Alle spielen gern beim VfL, der Teamgeist ist sehr gut", sagt der Angreifer, mit sieben Treffern bester Torschütze seines Teams.

Für Husmann war mit dem beruflich bedingten Wechsel nach Findorff eine Rückkehr zu den Wurzeln verbunden. Denn Nils Husmann ist dort aufgewachsen, trat als Kind zunächst für die SG Findorff und später für den VfL an. Die "hohe Identifikation mit seinem Verein" ist für VfL-Präsident Thomas Hennings ein weiterer Grund für die Nominierung. Ein Hinweis, der in Zeiten munterer Vereinswechsel eine gewisse Geltung beanspruchen darf.

Aber da war ja noch die Sache mit dem Vorzeigemenschen. Nils Husmann, studierter Wirtschaftsingenieur und bei einem Automobilzulieferer tätig, sagt, er freue sich, "dass meine Person im Verein geschätzt wird". Sein Trainer hebt neben dem Engagement für den Klub die "wichtige Rolle" des Vizekapitäns auf dem Fußballplatz hervor. "Er ist ein Spieler, der den Unterschied macht", so Björn Krämer. Und der Präsident? Hat noch ein Ass im Ärmel. Als "sehr auffällig" bezeichnet Hennings die große Sympathie bei Gegnern und Schiedsrichtern. Es könnte tatsächlich etwas dran sein am großen Etikett vom Vorzeigemenschen.

Wählen Sie Ihren Favoriten

Der Bremer Fußball-Verband und der WESER-KURIER suchen gemeinsam den Amateurfußballer des Jahres. Fünf Kandidaten stehen zur Wahl, ab sofort kann telefonisch abgestimmt werden. Die Rufnummern im Überblick:

  • Nils Husmann (VfL 07): 01379 60 44 -45
  • Ole Laabs (Bremer SV): 01379 60 44 -46
  • Tim Pendzich (Blumenthaler SV): 01379 60 44 -47
  • Necati Uluisik (SV Grohn): 01379 60 44 -48
  • Mirko Wendland (Union 60): 01379 60 44 -49
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