Husenbeth glänzt in Grand-Prix-Kür Noch ein Sieg für Dressurtalent

Braunschweig·Sottrum. Für den deutschen Dressurnachwuchs ging die Erfolgsserie am Wochenende beim internationalen Reitturnier Löwen Classics in Braunschweig weiter. Nachdem die Equipe am Donnerstag wie berichtet bereits den U 25-Nationenpreis gewonnen hatte, überzeugten die deutschen Starterinnen auch in den Einzelprüfungen.
16.02.2016, 00:00
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Noch ein Sieg für Dressurtalent
Von Catrin Frerichs

Für den deutschen Dressurnachwuchs ging die Erfolgsserie am Wochenende beim internationalen Reitturnier Löwen Classics in Braunschweig weiter. Nachdem die Equipe am Donnerstag wie berichtet bereits den U 25-Nationenpreis gewonnen hatte, überzeugten die deutschen Starterinnen auch in den Einzelprüfungen. Allen voran Nadine Husenbeth aus Sottrum. Die 23-Jährige gewann auf der inzwischen 17-jährigen rheinischen Fidermark-Tochter Florida am Sonntag die Grand-Prix-Kür.

Die Richter gaben dem routinierten Paar 74,708 Prozentpunkte. Damit verwies Husenbeth die dänische Reiterin Nanna Skodborg Merrald auf Traneenggaards Akondo auf Platz zwei (73,375). Dritte wurde mit 72,291 Prozentpunkten Florine Kienbaum, die damit ihr Pech beim Nationenpreis wieder wettmachte. Sie hatte die Prüfung am Donnerstag abbrechen müssen, da ihr zwölfjähriger Wallach Doktor Schiwago mit der ungewohnten Hallenatmosphäre nicht klargekommen war.

Am Sonnabend lief es für die beiden schon deutlich besser, beim Grand Prix reichte es für Platz vier. Nadine Husenbeth und Florida sind an einem Sieg vorbeigeritten und platzierten sich mit 72,248 Prozentpunkten hinter der Dänin Merrald (73,876). Dritte wurde das deutsche Nachwuchstalent Franziska Stieglmaier auf dem elfjährigen Wallach Lukas (70,271).

Die Stimmung in der Volkswagenhalle sei fantastisch gewesen, sagt Husenbeth. Nach ihrem Auftritt habe es von einigen Zuschauern Standing Ovations gegeben, berichtet die junge Frau. „Wir sind hier vor ausverkauftem Haus geritten.“ Das bestätigt Turnierchef Axel Milkau: „Wir haben über vier Tage verteilt einen neuen Besucherrekord zu verzeichnen.“

Das Interesse der Zuschauer nicht nur an den Springprüfungen, sondern auch am Dressurreiten sei enorm, betont auch Husenbeth. „Es ist immer etwas Besonderes, für Deutschland zu starten, und wenn das Publikum so mitgeht, beflügelt es noch mehr.“ Für die jungen Talente ist das Turnier in Braunschweig eine der seltenen Möglichkeiten, sich international zu messen und Mannschaftserfahrung zu sammeln. Europaweit weist der aktuelle Turnierkalender nur drei Nationenpreise für U 25-Dressurreiter aus.

Nadine Husenbeth, die im Vorjahr den Grand Prix in Braunschweig gewonnen hatte, freut sich über ihren gelungenen Start in die Saison. „Wir sind unglaublich konstant, und Flo ist auf den Punkt vorbereitet. Wir haben wieder gezeigt, dass wir vorne mitmischen können. Es macht Spaß“, sagt sie. Gemeinsam mit der Bundestrainerin Monica Theodorescu werde jetzt festgelegt, wie es in dieser Saison weitergeht. „Jetzt sind wir erst einmal auf Wolke sieben“, sagt Husenbeth.

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