Fußball-Landesliga Bremen

Noch einmal gefordert

Einmal noch müssen die vier Nordkreis-Vertreter in der Fußball-Landesliga Bremen ran, ehe es auch für sie in die wohlverdiente Winterpause bis zum Wiederbeginn am 16./17. Februar 2019 geht.
14.12.2018, 15:56
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Von Marc Gogol
Noch einmal gefordert

Der SV Lemwerder mit Rene Olzak (rechts, hier im Spiel gegen DJK Germania Blumenthal) möchte gerne vor heimischer Kulisse in diesem Jahr noch einmal punkten.

Maximilian von Lachner

Bremen-Nord. Einmal noch müssen die vier Nordkreis-Vertreter in der Fußball-Landesliga Bremen ran, ehe es auch für sie in die wohlverdiente Winterpause bis zum Wiederbeginn am 16./17. Februar 2019 geht. Dabei stehen jetzt kurioserweise exakt die Rückrunden-Paarungen des Hinrunden-Spieltages von vor drei Wochen auf dem Programm.

TSV Lesum-Burgdamm – Tura Bremen: „Eigentlich“, so Lesums Trainer Bayram Özkul, „haben wir keine Chance. Wir wollen ein gutes Spiel liefern und es möglichst so gestalten, dass wir nicht wie im Hinspiel unter die Räder kommen.“ Damals unterlagen die Nordbremer hoch mit 0:9.

Dieses Mal möchte man sich mit dem Heimvorteil und einer ansprechenden kämpferischen Leistung im Rücken besser aus der Affäre ziehen. Am Vorwochenende hat das 2:4 gegen den Aufsteiger SG Findorff gezeigt, dass sich die Lesumer Mannschaft Torchancen erarbeiten kann und nach einem Rückstand auch zurückkommen kann.

„Aber wir hatten das Glück nicht auf unserer Seite“, ärgert sich Bayram Özkul, in Gedanken noch bei der Großchance seines Neffen Muhammet Özkul zum möglichen 3:3. Mit den aus dem Verletztenlager zurückkehrenden Matheus Wild und Philip Ruholl hat der TSV-Coach mehr Alternativen zur Verfügung als noch vor Wochenfrist, denn Ausfälle hat er bis dato keine gemeldet bekommen. „Trotzdem freuen wir uns auf die Winterpause“, ruft Bayram Özkul nochmals in Erinnerung, dass es eigentlich nur noch ums Durchhalten geht.

Sonnabend, 14 Uhr, Kunstrasen Ihletal

SV Lemwerder – OT Bremen: Die 2:3-Niederlage im Hinspiel wurmt die Lemwerderaner natürlich noch immer. Aber irgendwie war sie auch ein Wendepunkt. „Wer hätte nach dem OT-Spiel gesagt, dass wir bis zur Winterpause noch neun Punkte holen können?“, fragt SVL-Trainer Norman Stamer rückblickend. Allerdings folgten Siege über den SV Grohn (1:0) sowie über den TV Bremen-Walle 1875 (2:0), beide ohne Gegentor, und damit der Anschluss an das Tabellenmittelfeld.

„Mit einem weiteren Dreier könnten wir vielleicht noch die DJK Blumenthal überflügeln und bestes Nordbremer Team werden, aber auf jeden Fall OT auf Abstand halten“, prognostiziert Norman Samer. „Dann könnten wir beruhigt in die Spiele im nächsten Jahr gehen.“ Dafür bedarf es allerdings einer weiteren konzentrierten Defensivleistung, möglichst ohne Gegentreffer, und vorne ein oder zwei Erfolgserlebnisse. „Die Fehler aus dem Hinspiel gilt es definitiv abzustellen“, erinnert Norman Stamer. Im letzten Spiel des Jahres kehrt Jannik Plaster in den SVL-Kader zurück, während Sean Yannik Windhorst nicht dabei sein kann. Nach der Winterpause hofft Norman Stamer auf weitere Rückkehrer aus dem Lager seiner Langzeitverletzten.

Sonnabend, 14 Uhr, Kunstrasenplatz Sport- und Freizeitzentrum Lemwerder

TSV Melchiorshausen – SV Grohn: Die Gastgeber verfügen zwar über keinen Kunstrasenplatz, trugen ihre Partie am vergangenen Sonnabend gegen die TS Woltmershausen allerdings aus (2:1). „Insofern stellen wir uns darauf ein, dass wir spielen werden“, sagt Grohns Trainer Torben Reiß, der am vergangenen Sonntag vom Ausfall seines Spiels gegen den FC Union 60 profitierte.

„Wir sind nicht ganz chancenlos, das hat die knappe Kiste im Hinspiel beim 1:2 gezeigt“, so Torben Reiß. „Wir werden deshalb versuchen, auch da was mitzunehmen und alles zu geben, um einen oder drei Punkte zu holen.“ Nach seiner Einschätzung sollte es wieder ein Spiel auf Augenhöhe der beiden Mannschaften werden. Ob Mehmet Tugay Tiras nach seinem Muskelfaserriss bei den „Husaren“ bereits wieder mitwirken kann, ist noch mit einem Fragezeichen versehen. Verreist ist Luc-Niclas Pohl, und Verteidiger Landing Sanneh sitzt seine Gelb-Rot-Sperre ab. „Bei einem Sieg“, so Torben Reiß, „würden wir vielleicht nicht auf einem Abstiegsrang überwintern. Das wäre ein schönes Weihnachtsgeschenk.“

Sonnabend, 14 Uhr, Bollmannsdamm

SG Findorff – DJK Germania Blumenthal: Das 3:2 der Nordbremer im Hinspiel war das letzte Erfolgserlebnis der „Germanen“, danach setzte es gleich zwei Niederlagen. „Es wird ein schwieriges Pflaster“, prophezeit DJK-Trainer Aydin Pekyalcin, denn seine Mannschaft geht kurz vor der Winterpause auf dem Zahnfleisch. Die Liste der Verletzten und Kranken ist lang, außerdem haben die Saisonvorbereitung mit dem Neuaufbau der Mannschaft und die bisherigen 16 Saisonspiele viel Substanz gekostet.

„Wir werden die letzten Reserven mobilisieren und das Beste draus machen“, sagt Aydin Pekyalcin. Er wird wieder versuchen, Ü32-Spieler nach Findorff als Wechselalternativen mitzunehmen. Gegen den bereits elf Mal besiegten Aufsteiger sollte dennoch was drin liegen. Denn das Ziel Winterpause ist nah. „Dann sollen sich meine Spieler wirklich die Zeit nehmen, um abzuschalten – nichts mehr mit Fußball zu tun zu haben und runterzufahren. Wir werden die Kräfte für die schweren Spiele im kommenden Jahr brauchen“, sagt Aydin Pekyalcin, der für 2019 auch noch mit Neuzugängen und Verstärkungen plant.

Sonnabend, 14 Uhr, Nürnberger Straße

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+