TSV Bassum II wird in der Fußball-Kreisliga A mit Problemen konfrontiert, die er aus der Kreisklasse nicht kannte Noch fehlt dem Aufsteiger die Konstanz

Bassum. Mit den Worten "ganz gut angekommen" umreißt Spielertrainer Sven Plaumann den Ist-Zustand des TSV Bassum II in der Fußball-Kreisliga A. Nach zwölf Partien steht der Neuling als Tabellenachter passabel da. "Ich muss bei meiner Bewertung allerdings Einschränkungen machen, denn bei genauem Hinsehen haben wir doch einige Punkte verschenkt", erklärt Plaumann. Liga-Spitze sind die Bassumer allerdings mit ihren fünf Unentschieden.
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Von Henning Reinke

Bassum. Mit den Worten "ganz gut angekommen" umreißt Spielertrainer Sven Plaumann den Ist-Zustand des TSV Bassum II in der Fußball-Kreisliga A. Nach zwölf Partien steht der Neuling als Tabellenachter passabel da. "Ich muss bei meiner Bewertung allerdings Einschränkungen machen, denn bei genauem Hinsehen haben wir doch einige Punkte verschenkt", erklärt Plaumann. Liga-Spitze sind die Bassumer allerdings mit ihren fünf Unentschieden.

Als souveräner Meister der 1. Kreisklasse Nord aufgestiegen, waren die Erwartungen natürlich entsprechend hoch. Platz eins bis sechs hatten sich die Bassumer auf die Fahnen geschrieben. Nach dem 4:1-Auftaktsieg beim SV Eydelstedt waren sie Dritter, und das sollte auch die bislang beste Platzierung bleiben. Danach pendelte das Team zwischen Platz sechs und zehn.

Nach den stattlichen 82 Treffern in der Aufstiegssaison wollten die Bassumer wieder ihre Offensive als Trumpf ausspielen, doch ausgerechnet im Sturm steckte der Wurm. In vier der folgenden fünf Partien gelang nicht ein einziger Treffer. "Das hat uns unerwartet getroffen und Punkte gekostet", so Plaumann.

Ohne die Haupttorschützen

Doch der Coach hatte sogleich Gründe für die Flaute parat: "Unsere Haupttorschützen standen gar nicht, oder nur bedingt zur Verfügung. Das gilt für Sven Oberortner und Oliver Ahrens, die ja parallel unsere B-Junioren trainieren, genauso wie für Alexander Bruns. Zudem lief Markus Cordes seiner Form hinterher." So sucht man bei den Bassumern bisher vergebens einen Top-Torschützen. "Daniel Voss ist mit vier Treffern schon spitze", so Plaumann. "Der gehört zwar eigentlich zur Offensivabteilung, spielt aber derzeit mit Lutz Wiederhold auf der Sechser-Position, weil dort Sebastian Schaack ausfällt".

Besonders bitter war in der Phase der Ladehemmung das 0:1 beim aktuellen Schlusslicht TSV Holzhausen. Inzwischen knüpfen die Bassumer wieder an bessere Zeiten an. "Tore sind nicht mehr das Hauptproblem", sieht auch Plaumann ein Ende der Durststrecke. Doch zu seinem Leidwesen resultierten aus dem Mehr an Toren (noch) nicht mehr Punkte. So führten die Bassumer beim TuS Varrel mit 3:1, mussten aber schließlich froh sein, noch ein 4:4 erreicht zu haben. Auch beim SV Dreye lag man mit 3:1 vorn, hatte dann aber letztlich mit 3:4 das Nachsehen. "Da werden wir einfach zu leichtsinnig, auch etwas zu überheblich. Und wenn wir dann ein Tor kassieren, zeigen wir plötzlich Nerven", erklärte Plaumann. "Ohnehin werden wir oft mit Situationen konfrontiert, die die Mannschaft so noch nicht kannte."

Zu Plaumanns weniger schönen Erinnerungen zählt auch das magere 1:1 gegen den TSV Drentwede, das zudem den Rutsch auf Platz zehn bedeutete. "Gegen die ganz unten stehenden Teams Holzhausen und Drentwede nur einen Punkt geholt zu haben, das stört die Bilanz doch ganz erheblich", findet Plaumann.

Immerhin war die Welt nach dem 4:1 in Ristedt wieder halbwegs in Ordnung. Plaumann bezeichnet das Kreativspiel als zu simpel, "weil der Gegner nicht genug gefordert wird. Und wenn dann trotz Überlegenheit Zählbares ausbleibt, verkrampfen wir. Doch Angst vor Fehlern kannten wir in der Kreisklasse nicht. Einigen Spielern fehlt einfach der persönliche Befreiungsschlag". Dass Eckpfeiler wie Wiederhold, Kristian Wichmann, Nils Mehlhop und Lars Diedrichs oft nicht zur Verfügung standen, ging zu Lasten der Harmonie. "Wir haben noch nie zwei Spiele in Folge mit der gleichen Formation bestritten", klagt Plaumann. Sicher auch ein Grund, warum die Bassumer noch nie zwei Spiele in Folge gewonnen haben.

Das wiederum soll sich am heutigen Freitagabend ändern, denn dann wollen die Bassumer ihr 4:1 in Ristedt mit einem Erfolg gegen den TuS Lemförde (19.30 Uhr) bestätigen. Dabei vergisst Plaumann nicht, personelle Lücken, die sich auch gegen Lemförde wieder abzeichnen, mit Spielern der ersten Herrenmannschaft oder der A-Junioren zu stopfen.

"Die Zusammenarbeit klappt bestens", lobt Plaumann. "Da ist es für mich selbstverständlich, dass ich auch mal in der dritten Mannschaft aushelfe".

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