Fußball-Landesliga Nordbremer prüfen das Spitzenduo

Zwei Teams aus dem Nordbremer Quintett stehen vor schwer lösbaren Aufgaben: Schlusslicht TSV Farge-Rekum tritt beim Tabellenführer Borgfeld an, DJK Blumenthal empfängt den Zweiten SFL Bremerhaven.
23.03.2018, 09:40
Lesedauer: 4 Min
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Von Jens Pillnick und Karsten Hollmann

Bremen-Nord. Zwei Teams aus dem Nordbremer Quintett in der Fußball-Landesliga stehen am Wochenende vor schwer lösbaren Aufgaben: Schlusslicht TSV Farge-Rekum tritt beim Tabellenführer SC Borgfeld an, DJK Blumenthal empfängt den Tabellenzweiten SFL Bremerhaven. Darüber hinaus genießen der SV Grohn (gegen TV Bremen Walle 1875) und der TSV Lesum-Burgdamm (gegen TuS Komet Arsten) Heimrecht, und der SV Lemwerder stellt sich beim im Abstiegskampf zuletzt groß aufspielenden TSV OT Bremen vor.

DJK Germania Blumenthal – SFL Blumenthal: „SFL hat in der Hinrunde fast jeden geschlagen und will auch aufsteigen. Das wird natürlich eine schwere Aufgabe für uns“, sagt DJK-Coach Abdelfattah Rhazani. Er muss fünf Wochen auf seinen rotgesperrten Akteur Muhammed Ali Ceylan verzichten. Dafür kehrt Al Hassan Al Sadeq Hamdan ins Team zurück. Auch Dennis Tanski, der bei der 0:4-Schlappe beim TV Bremen Walle erst in der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde, ist wieder richtig fit. „Jeder weiß, dass Bremerhaven als Favorit ins Spiel geht. Wir müssen auch auf alle Spieler des Gegners achten“, erklärte Rhazani. Besonders torgefährlich ist allerdings Eduard Kimmel, der mit 21 Treffern Platz zwei der Landesliga-Torschützenliste belegt. Mit insgesamt 67 Toren verfügen die Seestädter auch über den besten Angriff der Liga. „Aber das hat alles nichts zu sagen. In der Wundertüte Landesliga ist alles Tagesgeschäft. Uns hätte auch keiner einen Sieg gegen Tura Bremen zugetraut“, gibt Abdelfattah Rhazani zu bedenken. ⇒KH

Sonnabend, 13 Uhr, Burgwallstadion


TSV Lesum-Burgdamm – TuS Komet Arsten: Der TSV Lesum-Burgdamm peilt im Heimspiel gegen den Fünften TuS Komet Arsten nach zwei Pleiten im Jahre 2018 den ersten Sieg im neuen Jahr an. Das wird aber alles andere als einfach. Arsten hält schließlich noch den Kontakt nach oben und verfügt auch über eine sehr gefährliche Offensive. Die 53 Treffer aus 18 Begegnungen werden nur von vier anderen Klubs überboten. Die Tore verteilen sich aber auf sehr viele verschiedene Spieler, sodass der Kontrahent nur schwer auszurechnen ist. Die vereinsinterne Torschützenliste führt Sidarta Howard Barbosa Ferreira mit acht Treffern vor Menad Belkessam und Lars Lührssen an, die es auf jeweils sieben bringen. Zuletzt besiegte Arsten die TSV Farge-Rekum mit 3:1. Die Nordbremer könnten den Abstand zum TuS Komet Arsten mit einem Sieg auf nur noch vier Zähler verringern und somit den schwachen Start in dieses Jahr so gut wie vergessen lassen. Vor allem die 0:8-Schlappe beim SV Grohn, macht den Hausherren noch schwer zu schaffen. Die Leistung beim 1:2 gegen Tura Bremen war zuletzt aber schon viel besser. ⇒KH

Sonnabend, 15 Uhr, Sportplatz Ihletal


SV Grohn – TV Bremen Walle 1875: Der SV Grohn möchte seine Serie von zwei Siegen in Folge gegen den Zehnten ausbauen. „Das wird aber keine einfache Aufgabe, weil die Waller nach ihrem 4:0-Erfolg über die DJK Germania Blumenthal mit Sicherheit motiviert an die Sache herangehen werden“, gibt SV-Coach Torben Reiß zu bedenken. Reiß schaute bei diesem Sieg zu und erkannte eine sehr lauffreudige TV-Mannschaft, die gut als Team zusammenarbeite. „Vorne drin ist der bullige Stürmer Aziz Karlidag sehr auffällig“, sagt Reiß. Karlidag markierte gegen die DJK auch das 1:0.

Die „Husaren“ verloren das Hinspiel ebenfalls mit 0:4. „Das wollen wir jetzt natürlich besser machen“, erklärt Torben Reiß. Er bangt noch um den Einsatz seines Torwarts Mehmet Tugay Tiras, der zuletzt mit einer Grippe pausieren musste. Auch Grohns spielender Co-Trainer Jan-Philipp Heine war krank. Zudem ist Jan Benedikt Bujalla angeschlagen. „Das Spiel gegen eine Mannschaft, die hoch presst und zuletzt zweimal mit 4:0 siegte, wird kein Selbstgänger für uns. Wir müssen sehr konzentriert zu Werke gehen“, mahnt Reiß. ⇒KH

So, 15 Uhr, Oeversberg oder Kunstrasen Vegesack


SC Borgfeld – TSV Farge-Rekum: Die Ausgangsposition lässt wenig Raum für Spekulationen. Schlusslicht TSV Farge-Rekum ist beim Tabellenführer SC Borgfeld krasser Außenseiter. Aber die Hoffnung auf eine Sensation begleitet die Nordbremer auf der Reise zum Aufstiegskandisdaten Nummer eins trotzdem. „Das Spiel beginnt bei null. Nur Borgfeld kann stolpern“, meint Farges Trainer Björn Reschke, der angesichts der qualitativen Unterschiede nur einen Weg sieht, um die Platzherren tatsächlich in Bedrängnis zu bringen: „Das lässt sich nur über den Kampf lösen.“

Die Farger schöpfen ihre Hoffnung daraus, dass sie schon nah dran waren an Punktgewinnen nach der Winterpause, auch wenn unter dem Strich nichts blieb. Und wenn auch gegen Borgfeld nichts Zählbares herausspringt, dann würde das die Situation nicht großartig ändern. „Die Gegner, gegen die wir punkten müssen, die kommen erst noch. Dann wollen wir uns mit einer kleinen Serie unten rausbugsieren“, gibt Reschke vor, der auf Keeper Jerome Schröder (Schulter-OP), Onder Tunc (Rippenbruch) und Timo Geier verzichten muss. PJ

Sonntag, 15 Uhr, Borgfeld


OT Bremen – SV Lemwerder: Eine Woche nach dem 0:3 gegen Titelanwärter SC Borgfeld trifft der SV Lemwerder nun auf den Abstiegskandidaten OT Bremen. Einen Gegner, der sich gegen das drohende Schicksal wehrt und nach der Winterpause drei Siege aus drei Spielen geholt hat. Wehren soll sich nun auch der SVL nach Wunsch seines Trainers Norman Stamer in einer nicht so guten Phase, die das Produkt einer nicht so gut verlaufenen Vorbereitung sowie Verletzungspech, beruflichen Unabkömmlichkeiten und Motivationsproblemen sei. „Wir müssen wieder in die Spur kommen“, fordert Stamer und will, wenn es spielerisch stockt, wenigstens kämpferische Akzente und eine hohe Laufbereitschaft sehen.

Im Gegensatz zu OT ist die Ausbeute des SVL mit einem Sieg (gegen Farge) aus drei Partien nach der Winterpause eher dürftig. „Wir müssen daran glauben, dass wir etwas holen. OT ist vorne gut, hinten eher schwächer. Wir müssen aufpassen“, erklärt Stamer, dem der Urlauber Felix Maas und der Langzeitverletzte Kevin Schmidtke definitiv fehlen. Hinter dem Einsatz mehrerer Spieler stünden laut Stamer zudem Fragezeichen. Da der SVL im Aufstiegskampf wohl keine Rolle mehr spielen dürfte, lautet das Ziel nun, mehr Punkte als im Vorjahr (47) zu verbuchen und beste Nordbremer Mannschaft zu werden. Derzeit hat der SVL 34 Zähler auf dem Konto. ⇒PJ

Sonntag, 15 Uhr, BSA Schevemoor

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