Dortmund verliert zu Hause gegen Arsenal – trotz langer Dominanz Nun braucht der BVB zwei Siege

Sieben Heimsiege in Folge in der Champions League, sechsmal hintereinander erfolgreich in der Bundesliga: Tolle Zahlen sind das, für die sich Borussia Dortmund nichts kaufen kann. Gegen Arsenal London gab es nämlich ein 0:1 (0:0) und damit einen ganz herben Rückschlag.
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Von Felix Meininghaus

Sieben Heimsiege in Folge in der Champions League, sechsmal hintereinander erfolgreich in der Bundesliga: Tolle Zahlen sind das, für die sich Borussia Dortmund nichts kaufen kann. Gegen Arsenal London gab es nämlich ein 0:1 (0:0) und damit einen ganz herben Rückschlag.

Der BVB muss in der Königsklasse um das Weiterkommen zittern, weil er vor 65829 Zuschauern im ausverkauften Dortmunder Stadion mehr als eine Stunde lang seine Überlegenheit nicht nutzte und es zudem zuließ, dass die Gäste von der Insel ihre erste Möglichkeit zum Tor des Abends nutzten.

Dabei hätte es anders kommen können: Die Gastgeber begannen mit viel Engagement und übernahmen die Kontrolle über das Spiel. Dortmund hatte viel Ballbesitz und kombinierte, Arsenal ließ den Gegner erst einmal kommen. Gleich zu Beginn hatten die Männer in Schwarz-Gelb gute Szenen, wie in der vierten Minute: Großkreutz auf Blaszczykowski, von Reus landete der Ball bei Lewandowski, der in letzter Sekunde gebremst wurde. Dortmund drückte, Arsenals Kapitän Mikel Arteta sah für ein taktisches Foul im Mittelfeld gelb. Doch nach einer Phase der Eingewöhnung kamen die Gäste von der Insel besser in die verregnete Partie. Ein Spektakel wurde das Spiel allerdings nicht, vielmehr war das Geschehen auf dem Rasen eher etwas für Taktikfreaks: Viele Ballpassagen im Mittelfeld, viel Spielfeldverlagerung, zu viele Fehlpässe, zu wenig Strafraumaktionen.

Prickelnd wurde es nur, wenn sich Arsenal Schnitzer in der Vorwärtsbewegung leistete. So wie Mitte der ersten Hälfte, als sich Reus an der Mittellinie den Ball schnappte, loszog doch dann den neben ihm in Stellung gelaufenen Lewandowski verschmähte.

Akustikgitarre statt Heavy Metal

Die beste Chance hatte Dortmund jedoch in der 37. Minute: Lewandowski setzte sich auf der starken rechten Dortmunder Seite durch, Blaszczykowski brachte Mchitarjan in Position, dessen Schuss strich aber am linken Pfosten vorbei. Viel mehr gab es in Halbzeit eins nicht zu sehen. Dortmunds Trainer Jürgen Klopp hatte vor dem Spiel zwar verkündet, er bevorzuge auf dem Rasen statt orchestraler Klänge eher Heavy Metal, doch die harten Gitarrenriffs blieben aus. Um im Bild zu bleiben: Beide Mannschaften boten eher moderate Klänge mit der Akustikgitarre.

Nach dem Seitenwechsel gab die Borussia mehr Gas, die Mannschaft wollte unbedingt die Führung und berannte Arsenals Tor. Reus hatte zwei gute Chancen, es schien nur eine Frage der Zeit, wann das Tor fallen würde, und es fiel. Allerdings auf der anderen Seite: In der 62. Minute kombinierte sich Arsenal in den Dortmunder Strafraum, am Ende stand Ramsey goldrichtig und traf zum 0:1. Es war der erste Torschuss der Engländer.

Dortmund wankte, Arsenal hatte nun seine beste Phase. Wenige Minuten nach der Führung hätten Ramsey und Mertesacker auf 2:0 erhöhen können, doch beim ersten mal reagierte Weidenfeller glänzend, und kurz danach segelte der Kopfball des Deutschen knapp über das Tor. Die Gäste kontrollierten nun erstmals das Spiel. Klopp reagierte und brachte in Pierre-Emerick Aubameyang und Jonas Hofmann zwei Offensivkräfte. Es nutzte nichts. Die Borussia benötigt nun zwei Siege, um das vorzeitige Scheitern noch abzuwenden.

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