Lilienthaler „Wölfe“ scheitern nach einem packenden Pokal-Fight an BAT Berlin in der Verlängerung mit 5:6 Nur das i-Tüpfelchen fehlt

Lilienthal. Das i-Tüpfelchen auf eine bärenstarke Hinserie in der 1. Floorball-Bundesliga ist dem TV Lilienthal verwehrt geblieben.
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Karsten Hollmann

Das i-Tüpfelchen auf eine bärenstarke Hinserie in der 1. Floorball-Bundesliga ist dem TV Lilienthal verwehrt geblieben. Nachdem die „Wölfe“ das Jahr 2015 auf Platz zwei der Tabelle beendet hatten, schieden die Lilienthaler nun im Achtelfinale im Pokalwettbewerb vor 220 Zuschauern nach Verlängerung mit 5:6 gegen den Bundesliga-Sechsten BAT Berlin aus.

Bereits vor dem Anpfiff gab es für die Gastgeber eine Hiobsbotschaft zu verkraften: Kapitän André Heißenbüttel musste krankheitsbedingt passen. Dafür führte Jan-Paul Gersdorf die Mannschaft an. Auch ohne Heißenbüttel starteten die Hausherren gut in die Partie. Bereits in der dritten Minute fing Janos Bröker einen Fehlpass von Berlins Akseli Hietala ab und erzielte das 1:0. Zwei Minuten später probierte es auch Petr Waldmann. Dessen Schuss wurde geblockt, doch Tuomas Rautio erhöhte im Nachsetzen auf 2:0. Auch auf das Anschlusstor von Lukas Brockmann hatte Janos Bröker mit dem 3:1 postwendend die richtige Antwort parat.

„Nach dem 3:1 hätten wir unsere Führung weiter ausbauen können. Die Chancen dazu waren auf jeden Fall vorhanden“, versicherte TV-Coach Remo Hubacher. Nach und nach kamen die Hauptstädter jedoch besser ins Spiel und verkürzten auch während einer Strafzeit gegen Petr Waldmann durch Juuso Tiihonen auf 2:3 (18.). Nach einer Vorleistung von Janos Bröker stellte Torben Kleinhans im zweiten Drittel aber wieder den alten Abstand her. Jami Savolainen nutzte aber eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Janos Bröker wegen Anheben des Stocks zum 3:4 (26.). „Wir haben uns insgesamt zu viele Strafen erlaubt“, kritisierte Remo Hubacher.

Im dritten Abschnitt drehten die Gäste den Spieß endgültig um. Auf das 4:4 von Jami Savolainen (48.) folgte kurz darauf das 5:4 von Akseli Hietala. „Die Berliner haben einige Spieler aus den führenden Floorball-Nationen im Kader. Die können schon was“, gab Remo Hubacher zu bedenken.

So ganz ohne Gegenwehr wollten sich die „Wölfe“ nicht ergeben. Remo Hubacher nahm erst eine Auszeit und dann seinen Torhüter Nils Hallerstede zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers heraus. 74 Sekunden vor dem Abpfiff zahlte sich die Überzahl auch aus: Ersatzkapitän Jan-Paul Gersdorf markierte auf Vorlage von Fabian Diaz de Armas den 5:5-Ausgleich. Nun bebte die Halle. „Spätestens jetzt war es ein richtiger Pokalfight. Wenn man so spät noch zum Ausgleich kommt, ist aber natürlich auch immer ein wenig Glück dabei“, räumte Remo Hubacher ein.

Nachdem Janos Bröker kurz vor dem Schlusspfiff noch eine Gelegenheit ausgelassen hatte, musste eine Verlängerung her. Diese dauerte gerade einmal 98 Sekunden, als Henk Nass einen Pass von Jami Savolainen zum 6:5 verwertete. Damit war das Match entschieden. „Wir haben uns einen dummen Ballverlust erlaubt und anschließend nicht verhindert, dass sich die Berliner in unserer Hälfte festsetzen“, bedauerte Hubacher. Seine Schützlinge hätten den Sieg in der regulären Spielzeit einfahren können. „Wir hatten aber während der gesamten Spieldauer nicht so viel Ballbesitz wie ich mir dies gewünscht hätte. Dennoch kann man schon mal gegen einen Erstligisten nach einer Verlängerung ausscheiden. Das ist nicht so dramatisch“, ließ der Schweizer wissen.

Trotz der Endstation im Achtelfinale überwog bei ihm die Freude über ein tolles Jahr 2015. „Ich habe die Mannschaft vor einem Jahr als Letzter übernommen. Nun sind wir Zweiter. Diese Entwicklung ist der Wahnsinn“, betonte Hubacher. Die Lilienthaler steigerten ihren Toreschnitt in dieser Zeit von drei auf knapp neun Treffer.

TV Lilienthal: Hallerstede; Bothe, Osmers, Bröker (2), Kleinhans (1), Brinkmann, Lubes, Appenrodt, Bieger, Diaz de Armas, Grabau, Siljamo, Waldmann, Seitz, Rautio (1), Gersdorf (1), Bauer

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+