Offensivfreudiger VSK schießt sich in Bremerhaven auf Platz zwei

Landkreis Osterholz·Hagen. Vor vollen Rängen mit toller Stimmung in der Bremerhavener Stadthalle haben die Fußballer des VSK Osterholz-Scharmbeck das selbstgesteckte Ziel, beim 15. Neujahrsturnier unter die ersten vier Mannschaften zu kommen, nicht nur voll erreicht, sondern durften sogar als Zweitplatzierten am späten Sonntagabend und mit 1250 Euro Preisgeld in der Tasche nach Hause fahren. Im Finale gegen den OSC Bremerhaven stand es bei Ende der regulären zehn Minuten Spielzeit 0:0. Im Neunmeterschießen hatten die "Olympischen" mit 2:1 das nötige Quäntchen mehr Glück auf ihrer Seite.
10.01.2012, 05:00
Lesedauer: 4 Min
Zur Merkliste
Von Thomas Müller

Landkreis Osterholz·Hagen. Vor vollen Rängen mit toller Stimmung in der Bremerhavener Stadthalle haben die Fußballer des VSK Osterholz-Scharmbeck das selbstgesteckte Ziel, beim 15. Neujahrsturnier unter die ersten vier Mannschaften zu kommen, nicht nur voll erreicht, sondern durften sogar als Zweitplatzierten am späten Sonntagabend und mit 1250 Euro Preisgeld in der Tasche nach Hause fahren. Im Finale gegen den OSC Bremerhaven stand es bei Ende der regulären zehn Minuten Spielzeit 0:0. Im Neunmeterschießen hatten die "Olympischen" mit 2:1 das nötige Quäntchen mehr Glück auf ihrer Seite.

"Wir dürfen aber dennoch sehr zufrieden sein. Wir haben ja praktisch kein Spiel verloren. Und das mit der jüngsten Mannschaft des Turniers", zog VSK-Trainer Günter eine Erfolgsbilanz und bemängelte nur die teils sehr langen Spielpausen während der Gruppenphase. Ab dem Viertelfinale hätten seine Jungs richtig Gas gegeben. Freilich erst nach einem deftigen Appell. "Ihr müsst noch galliger sein", heizte Hermann seinem Team ein. In den Spielen zuvor hatte er manchmal zuviel Passivität bemängelt. Einige wie zum Beispiel Robert Williams bekamen die Konsequenz zu spüren: Sie mussten auch mal pausieren.

Positiv fiel neben Rückkehrer Marc Tietjen auch Neuzugang Florian Stütz (von SV Werder Bremen II) auf, der viel Initiative im Angriff entwickelte und sich praktisch im Handumdrehen ins Team integriert hat. "Darauf achte ich mehr als früher", betonte Günter Hermann, "aber der Junge spielt schon jetzt mit viel Herz. In der Oberliga muss er sich aber erst noch beweisen. Da wird er es nicht so leicht haben wie in der Bremen-Liga."

Immerhin war es ein Bremen-Ligist, der den VSK im Finale bezwang. Mit etwas Glück, aber "durchaus in Ordnung", wie auch Hermann einräumte. Neunmeterschießen halt. In der regulären Spielzeit waren beide Teams darauf bedacht, nur ja keinen Fehler zu machen. Der hätte vermutlich ein Tor und damit die Vorentscheidung bedeutet. Also neutralisierten sich die Kontrahenten gegenseitig - immer in Wartestellung auf die eine richtige Chance. Die hatte auch der VSK bei einem Konter, ohne sie aber konsequent abzuschließen. Auf der anderen Seite rettete Torwart Florian Urbainski mit einer starken Parade das 0:0.

Im Neunmeterschießen traf für den VSK nur der neue Offensivmann Florian Stütz. Die Schüsse von Robert Williams und Marc Tietjen dagegen wurden gehalten. Zwei Neunmeter musste indes auch Urbainski passieren lassen.

In seinem Halbfinalspiel hatte der VSK Osterholz-Scharmbeck den Turnierausrichter und Vorjahressieger FT Geestemünde glatt mit 5:0 vom Hallenparkett geputzt und damit sein bestes Spiel des Wettbewerbs abgeliefert. Schon vor Anpfiff hatte Günter Herrmann FTG-Akteur Lukas Buchwald, einem früheren VSK-Spieler, beschieden: "Ihr müsst euch warm anziehen." Genau so kam es. Schnell, direkt und mit wenig Kontakten spielte der VSK nach vorn. Entsprechend hoch war die Torausbeute. Marco Ordenewitz (2), Florian Mohr (2) und Robert Williams machten ihre Buden. Buchwald dagegen kam nicht zum Zug. "Auf den müsst ihr besonders aufpassen. Das ist ein Schlitzohr", hatte Hermann seine "Wachhunde" Niklas Sabas und Marius Bosse entsprechend geimpft.

Eine Unaufmerksamkeit im Viertelfinalspiel gegen SC Schiffdorferdamm bescherte dem VSK ein Gegentor. Doch weil Stütz, Williams und Ordenewitz trafen, war das kein Problem. In den Gruppenspielen leistete sich der VSK lediglich ein Remis gegen den TV Esenshamm (2:2/Tore durch Williams und Holler), während er die Spiele gegen TSV Wulsdorf (1:0/Sabas) und ATSV Sebaldsbrück (2:0/Linde, Holler) kontrolliert über die Bühne brachte.

Als Enttäuschung wertete Udo Müller, Trainer des FC Hagen/Uthlede, den vierten Platz in der Qualifikationsgruppe 1. "Wir haben uns da zu ungeschickt angestellt. Oder waren zu eigensinnig, wenn einer selbst ein Tor erzielen wollte, statt den tödlichen Pass auf den zweiten Pfosten zu spielen", monierte Müller.

Grund zum Ärgern hatte er bereits im ersten Spiel, in dem der FC gegen den SC Sparta bis in die zehnte Minute hinein nach einem Treffer von Kai Diesing führte und dann noch das 1:1 kassierte. "Durch eine Kopfballstafette", regte sich Müller auf. Gegen Tura Bremen (2:4) lag man schnell nach individuellen Fehlern 0:3 hinten, da halfen auch die beiden Treffer von Tjark Seidenberg und Axel France nichts mehr. Beim 2:1 (Tore durch France und Seidenberg) gegen TV Esenshamm lief es zwar besser für die Müller-Truppe, doch der Sieg kam eigentlich zu spät, um sich noch fürs Hauptturnier zu qualifizieren. Das 0:1 gegen RW Wesermünde machte das Aus perfekt. Das 1:0 (Tor: Seidenberg) gegen den sieglosen Letzten TSV Wehden war nur noch von optischer Bedeutung.

Qualifikant SV Blau-Weiß Bornreihe (Gruppe 3) lieferte sich mit der Konkurrenz torreiche Spiele und "sehr starken Fußball" (Trainer Matthias Ruländer). Zwar war auch eine 1:3-Niederlage gegen die Leher TS dabei, als die Moorteufel Schwächen im Abschluss offenbarten. Doch im letzten Spiel feuerten die Blau-Weißen ein Torfeuerwerk ab: Sie mussten den Geestemünder SC mit 6:0 schlagen, um am Ende ganz vorn zu sein. Genau so kam es. Bornreihe zog als Gruppenerster punktgleich vor Blumenthaler SV und Leher TS in die Hauptrunde ein. Dort wurden sie in Gruppe 3 Zweiter hinter RW Cuxhaven, gegen den es ein 1:2 gab. Im Viertelfinale schieden die Bornreiher durch ein 0:1 gegen FC Oberneuland aus, obwohl sie das Spiel kontrollierten. Doch sie schafften es nicht, den FCO zu bezwingen oder scheiterten an Latte oder Pfosten.

Ein Sieg (4:1 über ESV) und ein Remis (0:0 gegen Habenhauser FV) waren für den FC Worpswede zu wenig, um die Qualirunde zu überstehen. Trainer Carsten Huning war dennoch zufrieden: "Wir haben zwar keinen Spitzenhallenfußball gezeigt, aber offensiv gespielt."

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+