HSG Lesum/St. Magnus II gibt 25:22-Vorsprung noch aus den Händen

Ohne Fricke keine Tore mehr

Bremen-Nord·Ritterhude. Im siebten Spiel in der Handball-Bremenliga der Männer ist die tolle Siegesserie der TuSG Ritterhude gerissen. Im Spitzenspiel beim Dritten SG Findorff kassierten die Schützlinge der Trainer Uli Haase und Mark Chatterjee ihre erste Saisonniederlage.
03.12.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Karsten Hollmann
Ohne Fricke keine Tore mehr

TuSG-Torwart Thomas Dierker (links, hier in einem Spiel gegen Grasberg), zeigte in Findorff einige gute Paraden.

Hans-Henning Hasselberg

Im siebten Spiel in der Handball-Bremenliga der Männer ist die tolle Siegesserie der TuSG Ritterhude gerissen. Im Spitzenspiel beim Dritten SG Findorff kassierten die Schützlinge der Trainer Uli Haase und Mark Chatterjee ihre erste Saisonniederlage. Die HSG Lesum/St. Magnus II verpasste bei der 25:26-Niederlage beim Schlusslicht SV Hemelingen nur knapp ihren zweiten Erfolg in Serie. Der SV Grambke-Oslebshausen III erreichte immerhin ein 25:25-Unentschieden beim TV Lilienthal. Die HSG Schwanewede/Neuenkirchen III war spielfrei.

SG Findorff – TuSG Ritterhude 27:24 (15:13): „Wir waren leider nicht auf die Härte des Gegners vorbereitet“, bedauerte Uli Haase. In der ersten Hälfte gestaltete der Zweite die Partie aber dennoch völlig ausgeglichen. Die Ritterhuder fanden allerdings kein Mittel gegen die Findorffer Deckung. „Phasenweise hatte dieses Spiel nichts mit Handball zu tun. Wir hoffen mal, dass es eine Ausnahme war. Da Findorff neu in der Liga ist, müssen wir uns erst an diese Art von Spiel gewöhnen“, teilte Uli Haase mit. Die Schiedsrichter hätten es auch nicht verstanden, die Härte aus der Partie zu nehmen. „Für das Rückspiel werden Mark und ich uns eine andere Taktik zurechtlegen“, informierte Haase.

Beste TuSG-Feldspieler waren Simon Brauer und Julian Bellmann. Zudem hielten die Torleute Thomas Dierker und Niels Horneburg die Gäste mit einigen starken Paraden lange Zeit im Spiel.

TuSG Ritterhude: Dierker; Niels Horneburg; Brauer (8), Till Horneburg, Bald, Bellmann (7/2), Justus Sparr (4), Benjamin Saade (3), Rodermund, Rathjen, von Bestenbostel, Sultan, Haase (2).

SV Hemelingen – HSG Lesum/St. Magnus II 26:25 (12:12): Im ersten Abschnitt rannten die Mannen um Matthias Hummrich ständig einem Rückstand hinterher. Erst in der Schlussphase des ersten Durchgangs holten die Lesumer ein 0:12 auf. Die Schützlinge von Coach Holger Langer nahmen den Schwung in die zweite Halbzeit mit. Bis sieben Minuten vor dem Ende sah auch bei er 25:22-Führung alles nach einem HSG-Erfolg aus. Doch dann stellte der Letzte auf eine offensivere 5:1-Deckung um. „Damit provozierte Hemelingen Stürmerfouls“, berichtete Lesums Marius Thomaneck. Er fällt noch ein paar Wochen mit einem Daumenbruch aus.

Leidtragender des Systemwechsels war vor allem Christoph Fricke. Der bis dato so starke Goalgetter holte sich seine dritte Zeitstrafe und somit die Rote Karte ab. Ohne Fricke warf der Aufsteiger kein einziges Tor mehr. „Christoph hatte im Angriff doch einige Gegenspieler auf sich gezogen“, stellte Marius Thomaneck fest.

HSG Lesum/St. Magnus II: Lubczyk; Neumann (5), Brockmann (1), Hummrich (2), Pascal Hinrichs (2), Mannott (2), Brünjes (2), Scholtes, Westphal (5), Christoph Fricke (6).

TV Lilienthal – SV Grambke-Oslebshausen III 25:25 (9:9): Die Nordbremer banden ihre Außenspieler Sven Pahler und Stefan Schmidt wesentlich besser ins aber dennoch nicht gerade ansehnliche Spiel ein als zuletzt. Daraus resultierten nicht nur direkt neun Tore, sondern auch noch einige Siebenmeter. Philipp Beckmann sowie Tobias Götz verwandelten auch sechs von acht Siebenmetern. Seine beste Saisonleistung beim Nordlicht präsentierte Torhüter Jannis Walther.

„Es ist zum größten Teil sein Verdienst, dass wir am Ende noch einen Punkt auf unserem Konto verbuchen konnten“, bilanzierte SVGO-Co-Trainer Simon Belis. Der Gast führte zunächst mit 7:3, vermochte den Vorsprung aber nicht in die Pause zu retten. Im zweiten Abschnitt hätten sich die Hansestädter mit sieben Zeitstrafen beinahe selbst nach einem 22:24 auf die Verliererstraße gebracht. Dann drehten die Gäste den Spieß um, kassierten jedoch mit der Schlusssirene den Ausgleich. „Die Enttäuschung ist groß“, so Belis.

SV Grambke-Oslebshausen III: Walther; Belis, Stefan Schmidt (5), Sören Schmidt (2), Jahn, Pahler (4), Michael, Götz (8), Siuts, Beckmann (5), Buhrdorf (1) Koza.

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