Die SG Aumund-Vegesack dominiert Finalrunde in der Burgwall-Halle / Zuschauer bejubeln 62 Tore Ohne Gegentreffer Bremer Futsal-Meister

Blumenthal. Besser hätte die Regie kaum sein können, um den Spannungsbogen hoch zu halten: Die Entscheidung, wer neuer Bremer Futsal-Landesmeister werden sollte, musste im vorletzten Spiel des Tages fallen. Und da zeigten die Filigran-Techniker der SG Aumund-Vegesack, dass sie in dem nahezu körperlosen Spiel mit dem kleinen Ball eine Klasse für sich sind: Glatt mit 3:0 fegten sie den Bremer SV vom Parkett und reckten den Pokal des Bremer Fußballverbandes in die Höhe.
17.01.2011, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Klaus Grunewald

Blumenthal. Besser hätte die Regie kaum sein können, um den Spannungsbogen hoch zu halten: Die Entscheidung, wer neuer Bremer Futsal-Landesmeister werden sollte, musste im vorletzten Spiel des Tages fallen. Und da zeigten die Filigran-Techniker der SG Aumund-Vegesack, dass sie in dem nahezu körperlosen Spiel mit dem kleinen Ball eine Klasse für sich sind: Glatt mit 3:0 fegten sie den Bremer SV vom Parkett und reckten den Pokal des Bremer Fußballverbandes in die Höhe.

Für die Endrunde hatten sich sechs Teams qualifiziert: die Bremen-Ligisten SAV, Bremer SV und Blumenthaler SV sowie die Bezirkligisten SG Marßel, SV Lemwerder und TuS Komet Arsten. Und schnell zeigte sich, dass die Teams aus der Wesermarsch und dem Süden der Hansestadt an diesem Tage wenig zu bestellen hatten. Dagegen ließ die SG Marßel gegen die Liganachbarn nichts anbrennen und machte auch Blumenthal das Leben schwer.

Im torreichsten Spiel unterlagen die Underdogs den Schützlingen von Thomas Schindler nach zweimaliger Führung mit 4:5. Und dabei zeigten vor allem Muhammed Özkul und Damian Pilczuk, dass die Marßeler über tolle Techniker verfügen. Freilich sorgte das Team auch für den Negativpunkt des Spieltages: Peter Thelen sah wegen Schiedsrichterbeleidigung die Rote Karte.

Diskussion bei Strafstößen

Der Bremer Fußballverband hatte gleich fünf junge Unparteiische nach Blumenthal beordert, die sich auf besonderen Lehrgängen mit den Regeln des Hallenspektakels südamerikanischen Ursprungs vertraut gemacht hatten: Lukas Dinter (FC Oberneuland), Jannik Weibrecht (SV Grambke-Oslebshausen), Jan-Niklas Beermann und Tobias Behnke (SAV) sowie Roger Tarnagda (FC Huchting). Sie zeigten sich überwiegend regelsicher, wenngleich es einige Diskussionen zum Beispiel bei Strafstößen vom Sechs-Meter-Punkt gab, vor deren Ausführung der Keeper eigentlich auf der Torlinie verharren muss.

Insgesamt aber funktionierte die Organisation dieser vierten Auflage reibungslos. Dafür sorgten vor allem Rainer Kollek und Olaf Lücke vom Bremer Fußball-Verband am Regiepult. Die 15 Begegnungen über jeweils zwölf Minuten reine Spielzeit wurden in gut drei Stunden abgespult. Die rund 100 Zuschauer sahen insgesamt 62 Treffer und mit dem Blumenthaler SV die torhungrigste Mannschaft. Von den 15 Treffern erzielte Patrick Bruns alleine fünf. Besonderen Eindruck aber hinterließ der neue Bremer Futsal-Champion: Die SG Aumund-Vegesack markierte 14 Tore, ihr Keeper Steffen Märtens musste nicht ein einziges Mal hinter sich greifen. Ein Beleg nicht nur für seine Torhüterqualitäten, sondern auch für die von Trainer Kristian Arambasic hervorragend eingestellte Mannschaft, in der Mike Arambasic und Muhamed Hodzic mit ihren technischen Fertigkeiten glänzten. Vor allem im entscheidenden Spiel gegen den Bremer SV von Coach Klaus Gelsdorf zeigten die Nordbremer, dass ihnen niemand die Butter vom Brot

nehmen konnte.

Die Westbremer hatten nicht den Hauch einer Siegeschance. Was BSV-Torwarttrainer Jens Fröhlich unmittelbar nach dem 3:0-Sieg der SAV neidlos anerkannte: "Von den beiden besten Teams hat das bessere verdient gewonnen." Immerhin konnten die Truppe aus Walle als Trostpflaster mit auf den Heimweg nehmen, den höchsten Sieg des Tages gelandet zu haben: Komet Arsten kam gleich 0:6 gegen den BSV unter die Räder. Die Südbremer blieben denn auch als einzige Mannschaft punktlos, verloren sie doch die letzte Begegnung gegen den SV Lemwerder mit 1:2.

Die SG Aumund-Vegesack reist nun am kommenden Wochenende zu den Norddeutschen Futsal-Meisterschaften nach Hamburg. "Was uns dort erwartet, ist nicht vorauszusagen", erklärte Kristian Arambasic. Am Sonnabend aber war er erst einmal "wahnsinnig stolz" auf seine Truppe. "Wir wollten diesen offiziellen Bremer Fußballtitel unbedingt gewinnen und haben es geschafft", freute sich der SAV-Trainer. In der Elbmetropole treffen die Nordbremer auf das Futsal-Team Yasar aus Hamburg, auf den HSV-Fanclub Moin Moin, SV Bendestorf (Niedersachsen), Arminia Hannover (Niedersachsen) und BSC Brunsbüttel (Schleswig-Holstein). Der Sieger qualifiziert sich für die deutsche Endrunde.

Eine Fotostrecke von der Bremer

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