Fußball

Okels Premiere

Wenige nach dem Pokalduell stehen sich der SC Twistringen und der TSV Okel erneut gegenüber. Besonders die Gastgeber wollen ein anderes Gesicht zeigen. Für Okel ist es dagegen ein historisches Duell.
01.08.2019, 17:07
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Thorin Mentrup

Die Besonderheit dieser Partie lässt sich vor allem für den TSV Okel nicht wegdiskutieren: Für den Aufsteiger wird die Partie beim SC Twistringen (Anstoß: 19.30 Uhr) das erste Bezirksliga-Punktspiel überhaupt. Doch auch auf der Gegenseite ist die Begegnung durchaus speziell, denn Trainer Friedhelm Famulla betreut die Gastgeber zum ersten Mal in einem Ligaspiel.

Viele Geheimnisse haben beide Mannschaften spätestens seit dem vergangenen Wochenende nicht mehr voreinander. Da standen sie sich im Pokal gegenüber, Okel gewann auf eigener Anlage 3:1. „Das war natürlich ein schöner Sieg fürs Gefühl“, sagt Rico Volkmann, der die Okeler Geschicke gemeinsam mit Lutz Schröder leitet. Die Vorfreude auf die Bezirksliga ist allerdings nicht erst seit diesem Erfolg riesengroß. „Das zieht sich schon über die gesamte Vorbereitung: Schon beim Württemberg-Cup begann das Kribbeln, und es ging auch beim Sündermann-Cup weiter. Und dann natürlich auch im Bezirkspokal“, verrät Volkmann. Der TSV startet mit einer großen Portion Realismus in die Spielzeit: „Wir können uns selbst relativ gut einschätzen. Wir wissen, dass nur der Klassenerhalt unser Ziel sein kann. Da zählt jeder Punkt“, weiß Volkmann. Die ersten Zähler, zumindest einen, will der Aufsteiger in Twistringen einfahren. „Da wollen wir den Schwung vom Sieg im Pokal natürlich mitnehmen.“ Ohnehin gelte es, so lange wie möglich auf der Euphoriewelle zu reiten und die überragende Stimmung aus der vergangenen Saison mit in die neue Spielzeit zu nehmen.

Positiv gestimmt sind auch die Twistringer. Die Niederlage in Okel schmerzte, wird aber am Freitag keine Rolle mehr spielen. „Da wird die Mannschaft ein anderes Gesicht zeigen“, sagt Trainer Friedhelm Famulla. Ihm werden auf jeden Fall mehr personelle Alternativen zur Verfügung stehen als vor wenigen Tagen. Die frischen Eindrücke von der Niederlage, so hofft der Coach, werden seine Mannschaft anspornen. „Das 1:3 haben wir nicht vergessen. Und wir wollen natürlich einen guten Start hinlegen“, baut Famulla darauf, dass seine Elf eine Trotzreaktion zeigen kann. Er warnt aber auch vor den Gästen: „Okel spielt das, was die Mannschaft kann: Sie wird geschlossen und kämpferisch auftreten und von der ersten bis zur 95. Minute alles reinhauen.“ Also kein leichter Aufgalopp für die Blaumeisen. Doch auch die Okeler wissen, dass sie sich vom Sieg bei der kleinen Standortbestimmung im Pokal nichts kaufen können. „Wir stellen uns auf eine schwierige Aufgabe ein“, sagt Volkmann.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+