Tennis-Oberligist Barrier TC hat sich für die Hallen-Saison nachhaltig verstärkt / „Klassenerhalt absolut realistisch“ Optimismus pur

Barrien. Noch vor wenigen Monaten sah es bei den Tennis-Herren des Barrier TC etwas trostlos aus: Gerade waren sie nach drei Jahren aus der Sommer-Oberliga abgestiegen, und kurz darauf verkündete Till Heilshorn überraschend seinen Abschied. Der Weggang von Lennart Lonnemann stand schon vorher fest.
29.12.2015, 00:00
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Von Christine Leska-Ottensmann

Noch vor wenigen Monaten sah es bei den Tennis-Herren des Barrier TC etwas trostlos aus: Gerade waren sie nach drei Jahren aus der Sommer-Oberliga abgestiegen, und kurz darauf verkündete Till Heilshorn überraschend seinen Abschied. Der Weggang von Lennart Lonnemann stand schon vorher fest. „Wenn wir keine Verstärkungen finden, werden wir in der Hallen-Oberliga nicht konkurrenzfähig sein“, befürchtete Kapitän Florian Hartje damals. Doch nun hat sich das Blatt gewendet: Gleich zwei neue Spieler konnten begrüßt werden, so dass nun großer Optimismus herrscht. „Wir haben ein gutes Team zusammen, das in fast allen Partien eine Chance hat. Den Klassenerhalt halte ich für absolut realistisch“, frohlockt Hartje vor dem Saisonstart am kommenden Sonnabend (17 Uhr) bei der TG Hannover.

Glücksgriff Hodel

Ein Glücksgriff ist die Verpflichtung von Peter-Robert Hodel, aktuell die Nummer 320 der deutschen Herrenrangliste. „Er hat uns angerufen, weil er einen höherklassigen Verein in der Nähe seines Wohnortes Hannover gesucht hat“, verrät der BTC-Kapitän. „Wir kennen ihn, weil er vor drei Jahren mit dem TV RW Rinteln gegen uns gespielt hat.“ Damals besiegte Hodel den Barrier deutlich mit 6:2 und 6:1. „Er ist ein Hallenspezialist, verfügt über einen ordentlichen Aufschlag und einen starken Slice. Zudem ist er ein guter Taktiker“, lobt Hartje. Vor einigen Jahren stand Hodel sogar unter den Top 150 in Deutschland. In Barrien ist er nun die neue Nummer eins. Lange wird er dem Team aber voraussichtlich nicht erhalten bleiben. „Seine Einsätze bei uns sind erst einmal auf den Winter begrenzt. Im Sommer spielt er in Süddeutschland noch höherklassiger“, weiß Barriens Mannschaftsführer.

Zweiter Neuzugang ist der Niederländer Philippe Niewerth. „Ihn kennen wir aus seiner Zeit beim TV Sparta Nordhorn. Von seiner Anlage her ist er eher ein Sandplatzspieler. Er verfügt über harte Grundlinienschläge und arbeitet mit viel Spin“, beschreibt Hartje. „Leider ist er zuletzt in seiner Leistungsklasse abgerutscht. So taucht er in unserer Meldeliste erst hinter mir auf. An Position vier sollte er dann aber eine Punktebank sein“, hofft der Kapitän. Auch Niewerth ist keine langfriste Lösung, denn im Sommer wird er zusammen mit Lennart Lonnemann in Vechta spielen.

Wie oft der Pole Jakub Piter, der an Rang zwei gemeldet ist, zum Einsatz kommen wird, ist derzeit noch offen. „Er ist eine Option, vorerst aber nicht eingeplant“, verrät Hartje. Dafür bietet sich ein anderer Spieler an: Erik Trümpler, der in den vergangenen Jahren im Doppel und nur im Notfall im Einzel auflief, hat sich beruflich verändert, ist nach Barrien gezogen und greift nun wieder häufiger zum Schläger. „Er hat bereits die Saison mit unseren Herren 30 mitgespielt und ist gut drauf. Gut möglich, dass er bei uns auch mal ein Einzel spielt“, so Hartje.

Er selber hat fleißig trainiert und neben den Hallen-Verbandsmeisterschaften auch an einem sehr gut besetzten Turnier in Lübeck teilgenommen. Dort überstand er zwei Runden und scheiterte dann knapp im Matchtiebreak am späteren Sieger Matthias Bähre (DTB 450). Trainingsrückstand weist noch Tobias Kuhlmann auf. „Das ist aber nicht schlimm. Tobi benötigt nicht viele Übungseinheiten. Er wird trotzdem ordentliche Leistungen abliefern“, ist sein Teamkamerad überzeugt.

Als Favorit auf den Titel sieht Hartje den Bremer TV von 1896 an. „In den anderen Partien erwarte ich viele enge Matches“, hofft Hartje. Gegen den TC GW Rotenburg will sein Team besser abschneiden als in den zurückliegenden Hallen-Spielzeiten. Weitere Gegner sind der SC SW Cuxhaven und der Mitaufsteiger TSV Havelse. Zwei Mannschaften sollten die Barrier hinter sich lassen, um den Klassenerhalt zu schaffen. Doch was ist dieser wert? „Es kann sein, dass wir um die Goldene Ananas spielen. Denn die jetzige Oberliga ist eine Spielklasse nur mit Bremer und niedersächsischen Vereinen, und bekanntlich hat der NTV den gemeinsamen Spielbetrieb gekündigt. Noch weiß also leider keiner, worauf er sich nach dieser Wintersaison einstellen muss“, rätselt Hartje.

Dem Vernehmen nach prüft der TV Nordwest derzeit die Möglichkeit eines gemeinsamen Spielbetriebes mit dem Hamburger Tennisverband, erste Gespräche liefen bereits. Darüber wurden die betroffenen Vereine informiert. Aber ob und vor allem wann eine Kooperation zustande kommt, steht noch in den Sternen. Bis dahin heißt es: Geduld haben.

Die Aufstellung: 1. Peter-Robert Hodel, 2. Jakub Piter, 3. Tobias Kuhlmann, 4. Florian Hartje, 5. Philippe Niewerth, 6. Philipp Meyer, 7. Erik Trümpler.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+