Bremen-Liga-Absteiger kämpft um den Anschluss an das Spitzenduo der Fußball-Landesliga

OT Bremen braucht noch Zeit

Bremen. Noch ist ja alles drin im Aufstiegskampf der Landesliga. Gerade 13 Partien sind absolviert, 17 Fußballspiele stehen also noch aus.
19.11.2014, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Stefan Freye
OT Bremen braucht noch Zeit

Geduldig: Ugur Biricik.

Tobias Wenzel/Sportbuzzer

Noch ist ja alles drin im Aufstiegskampf der Landesliga. Gerade 13 Partien sind absolviert, 17 Fußballspiele stehen also noch aus. Die sieben Punkte Vorsprung, mit denen der ESC Geestemünde und die BTS Neustadt die Spielklasse gemeinsam anführen, müssen also nicht bedeuten, dass die nachfolgenden Teams keine Chance mehr auf den Gang in die Bremen-Liga haben.

„Aber sie erlauben sich diese Patzer nicht“, sagt Ugur Biricik. Er belegt mit OT Bremen den dritten Rang und zählt deshalb zu einer vier Teams umfassenden Verfolgergruppe. Nach OT (24 Punkte/13 Spiele) lauern auch die TuSpo Surheide (24/13), der SC Borgfeld (21/12) und der SC Vahr-Blockdiek (21/13) auf einen Ausrutscher des Führungsduos. Aber das gibt sich eben nur selten eine Blöße, selbst wenn Geestemünde jüngst gegen Borgfeld verlor.

„Im Regelfall gewinnen sie Spiele“, sagt Biricek. Bei seiner Mannschaft zählen Siege noch nicht zur Normalität. Das hatte sich der OT-Coach ein bisschen anders vorgestellt. Sicher, nach dem Abstieg aus der Bremen-Liga hatte sich vieles geändert bei den Ostbremern; Biricik ist neu, und diverse Spieler sind es auch. Aber der erfahrene Trainer, zuvor bei Union II, Vatan und Vahr-Blockdiek auf der Bank, war nach erster Bestandsaufnahme zu einer optimistischen Einschätzung gekommen – und sieht sich nun etwas getäuscht.

„Es braucht wohl doch ein bisschen mehr Zeit, bis wir uns gefunden haben“, sagt Biricik. Die Qualität zur absoluten Spitze sieht er bei seiner Mannschaft. Aber OT könne nur mit Teams wie dem ESC und Neustadt mithalten, wenn die Elf auch in ähnlicher Form eingespielt wäre. So weit ist es nach ein paar Monaten aber noch nicht. Also ist harte Arbeit angesagt. „Wir werden uns weiter verbessern“, sagt Biricik.

Vielleicht geht OT aber auch mit einer deutlich verstärkten Mannschaft in die Rückrunde. Die kommende Winterpause möchte der Trainer nämlich nicht nur zu intensiven Einheiten nutzen. Er wird auch personell nachlegen: „Ich habe ein paar Leute, die zu uns wechseln möchten.“ Dagegen hat Maik Sonka, Co-Trainer und Spieler in Personalunion, sein Engagement vor wenigen Tagen beendet. Er wird sich auf seine Aufgabe als Jugendtrainer konzentrieren, seine Aufgabe als Assistent haben Dustin Meier und Tanju Tüfekciler übernommen. Gemeinsam mit Biricik werden sie OT Bremen nun auf die Aufholjagd einschwören.

Über deren Erfolgsaussichten dürfte schon bald Klarheit herrschen. Bereits am übernächsten Wochenende nämlich steht das Duell mit dem ESC Geestemünde an, und gegen TuSpo Surheide geht es auch noch in diesem Jahr. Gleich nach der Winterpause tritt OT schließlich gegen den SC Vahr-Blockdiek und die BTS Neustadt an. „Das sind vielleicht schon die entscheidenden Spiele“, sagt Biricik. Seine Elf dürfe sich allerdings nicht auf diese Aufgaben konzentrieren und das „Tagesgeschäft“ vernachlässigen. Denn eines ist dem Trainer nach seinen ersten Monaten in der Landesliga klar geworden: „Das ist die ausgeglichenste Klasse von allen, und deshalb müssen wir in jedem Spiel Gas geben.“ Wenn es am Ende nicht reichen sollte, will der Absteiger im kommenden Jahr eben einen neuen Anlauf nehmen. Dann gäbe es „keinen Stress“, betont Biricik.

Man darf davon ausgehen, dass der Trainer ein gutes Verhältnis zu Volker Wittfoth hat. Der Abteilungsleiter Fußball hat ihm jedenfalls noch eine Geschichte erzählt aus der aktiven Zeit. Biricik: „Volker meinte, vor ein paar Jahren waren sie mal Achter nach der Hinrunde und sind dann doch noch aufgestiegen.“

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