Bezirkspokal-Finale Ottersberg II unterliegt Lüneburg 0:2

Ottersberg. Im Endspiel des Wettbewerbs um den Fußball-Bezirkspokal stieß die Reserve des TSV Ottersberg an ihre Grenzen. Vor 250 Zuschauern hatte das Team von Abdoul Bouba auf eigenem Sportplatz gegen den Bezirksoberligisten SV Eintracht Lüneburg nicht den Hauch einer Chance und musste sich nach den frühen Toren von Bennet Lorenzen und Sergej Robin mit 0:2 (0:2) geschlagen geben.
07.06.2010, 08:51
Lesedauer: 2 Min
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Von Andreas Ballscheidt

Ottersberg. Im Endspiel des Wettbewerbs um den Fußball-Bezirkspokal stieß die Reserve des TSV Ottersberg an ihre Grenzen. Vor 250 Zuschauern hatte das Team von Abdoul Bouba auf eigenem Sportplatz gegen den Bezirksoberligisten SV Eintracht Lüneburg nicht den Hauch einer Chance und musste sich nach den frühen Toren von Bennet Lorenzen und Sergej Robin mit 0:2 (0:2) geschlagen geben.

Die Oberliga-Reserve des TSV Ottersberg war mit breiter Brust ins Finale eingezogen, hatte schließlich zuletzt zehn Meisterschaftsspiele in Folge gewonnen und mit dem FC Worpswede sowie RW Köhlen zwei Bezirksoberligisten aus dem Wettbewerb geworfen. Bouba wollte gegen Eintracht Lüneburg unbedingt ein frühes Tor vorlegen lassen. Doch daraus wurde nichts, weil das Team von Carsten Lorenzen von der ersten Minute an hellwach war und das Geschehen auf dem Platz durch äußerst engagiertes Auftreten in die Hand nahm. 'Bei uns lief einfach nichts zusammen'", sah Bouba eine verdiente Niederlage seines Teams.

Früh Fehler geleistet

Bereits in der Anfangsphase erlaubten sich die Hausherren zwei individuelle Fehler, die eiskalt von der Eintracht bestraft wurden. So durfte Bennet Lorenzen in der achten Minute völlig ungehindert den Ball nach einem Eckstoß im Ottersberger Strafraum annehmen und unbedrängt das 0:1 markieren (8.). 'Unser erstes Tor war ein Geschenk der Ottersberger", sagte Lüneburgs Coach. Aber auch beim 0:2 durch Sergej Robin (17.) war die Defensive der Hausherren völlig von der Rolle. Besonders Moritz Becker, der unbedrängt am eigenen Strafraum stehend den Ball hoch in die Luft jagte, anstatt nach vorn zu dreschen.

Das Leder trumpfte im Fünfmeterraum vor Keeper Sebastian Hamann auf, der nicht entschlossen genug zupackte und den frei vor ihm stehenden Robin fast schon einlud, das 0:2 zu erzielen. 'So etwas geht gar nicht', ärgerte sich Bouba und musste feststellen, dass die Stimmung beim Ottersberger Anhang am Tiefpunkt war, während die zahlreich vertretenen Fans aus Lüneburg ihre Elf bereits jetzt mit Jubelgesängen feierten. Das Ottersberger Team, in dem Stephan Huhn als zentraler Spieler im Mittelfeld nur wenige Akzente setzte, war nach dem 0:2 völlig von der Rolle. Es erlaubte sich beim Spielaufbau einfache Abspielfehler und fand überhaupt nicht zu einem Spielfluss.

'Ich denke, dass wir durch unser konsequentes Spiel nach vorn im ersten Durchgang alles richtig gemacht haben und der Sieg völlig zu Recht an uns ging', freute sich Coach Lorenzen, dessen Mannschaft in Halbzeit zwei zwar einen Gang zurückschaltete, aber dennoch das Geschehen auf dem Platz beherrschte. 'Ihr müsst mehr kämpfen, sonst wird das nichts mit dem Pokalsieg', rief Henning Haltermann immer wieder auf das Spielfeld. Doch so sehr sich der Ottersberger Abteilungsleiter auch einbrachte, die Spieler von Bouba hatten zuviel Respekt vor den Lüneburgern. Auch mit der Einwechslung von Sören Cordes für Huhn (47.) sowie den Brasilianer Marc Fabricio Campagnaro da Silva kurz darauf für Patrick Häberle lief das Spiel der Gastgeber nicht rund.

Nach einer Stunde setzte Bouba alles auf eine Karte, brachte mit Gero Grönhoff neben Kaplan und Edson einen dritten Stürmer und nahm den enttäuschenden Mittelfeldmann Becker vom Platz. Doch auch diese Maßnahme brachte keine Besserung. Nur einmal musste der Lüneburger Michael Hopp auf der Hut sein. Edson hatte sich erstmals gegen seinen Gegenspieler Roman Racza durchgesetzt und tauchte frei vor Hopp auf. Lüneburgs Keeper entschied die Eins- gegen-eins-Situation für sich und wehrte den Ball ab (82.). Die Chance von Edson war die zweite, die Bezirksligist Ottersberg im Spiel besaß. In der 68. Minute hätte der Anschlusstreffer ebenfalls fallen können. Nach einem Kaplan-Solo wäre Bennet Lorenzen fast ein Eigentor unterlaufen. Der Trainersohn drosch den Ball aber knapp über das eigene Tor.

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