Fußball-Oberliga Niedersachen - TSV Ottersberg Ottersberg müde und ausgelaugt

Ottersberg. Die in dieser Saison weit über den Erwartungen spielende Oberliga-Fußballmannschaft des TSV Ottersberg hat sich am Sonntagnachmittag mit einer Heimniederlage von ihrem Wümme-Sportplatz-Publikum verabschiedet.
25.05.2010, 03:01
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Von Ehrhard Müller

Ottersberg. Die in dieser Saison weit über den Erwartungen spielende Oberliga-Fußballmannschaft des TSV Ottersberg hat sich am Sonntagnachmittag mit einer Heimniederlage von ihrem Wümme-Sportplatz-Publikum verabschiedet. Die in ihrem dritten Meisterschaftsspiel innerhalb von fünf Tagen müde und ausgelaugt wirkenden Schützlinge von Trainer Axel Sammrey mussten ein 0:1 (0:0) gegen den noch um die Qualifikation zur eingleisigen Oberliga kämpfenden FT Braunschweig hinnehmen.

Das Tor des Tages fiel in der 67. Minute - und war bezeichnend für das gestrige Geschehen auf dem Wümme-Sportplatz. Der kräftig gebaute Jörn Winkler, Braunschweigs einzige Spitze, hatte in einem Laufduell mit Innenverteidiger Thomas Nowotny die größere Entschlossenheit gezeigt, den Mr. Zuverlässig des TSV Ottersberg ins Straucheln gebracht und anschließend den 'tödlichen' Pass ins Sturmzentrum gespielt. Marvin Luczkiewicz musste anschließend keine Bäume mehr ausreißen, um das 0:1 zu erzielen. 'Meiner Meinung nach ein sauberer Zweikampf', kommentierte Braunschweigs Trainer Uwe Walther die spielentscheidende Szene, 'es gibt allerdings auch Schiedsrichter, die unseren Stürmer zurückpfeifen.'

Ottersbergs zunächst heftig protestierender Verteidiger Nowotny sprach nach dem Abpfiff von einer 'grenzwertigen Szene'. Mit etwas Abstand bescheinigte er dem wuchtigen Winkler vor allem Cleverness. 'Das hat er geschickt gemacht. Die Szene hat sich im Strafraum abgespielt, ich durfte nicht also nicht zu energisch hingehen.' Freilich bedauerte Nowotny es, dass die Begegnung 'durch eine strittige Entscheiung' entschieden worden wäre. 'Nowo' trauerte allerdings auch den wenigen, dafür aber hochkarätigen Torchancen des TSV Ottersberg hinterher. Die beste besaß der nach 33 Minuten für den überforderten Sherief El-Shafie in die Spitze gekommene Gilmar mit einem Kopfball aus fünf Metern Torentfernung (51.), und Lars Behrens? möglichkeit in der 62. Minute besaß kaum weniger Qualität. Freute sich FT-CoachWalther: Wir haben nicht viel zugelassen, deshalb würde ich sagen, ein verdienter Sieg für uns.'

Temp der vierte Neuzugang

Gegenüber dem am Sonnabend erzielten 0:0 gegen den VfV Hildesheim hatte Sammrey seine Startelf auf gleich fünf Positionen verändert (unter anderem gab Winterneuzugang Emil Felker als rechter Außenvereteidger sein Startelf-Debüt), Schwung konnte er deshalb aber nur für einige Minuten entfachen. 'Die erste Viertelstunde hat mich begeistert, in dieser Phase ist der Ball so gelaufen, wie ich es mir wünschen. Doch anschließend wurde immer deutlicher, dass uns im dritten Spiel seit dem vergangenen Donnerstag die geistige Frische fehlt. Einige unserer Spieler sind regelrecht platt.' Der TSV Ottersberg verlor den überwiegenden Teil der Zweikämpfe und sprühte im Spiel nach vorne nicht gerade vor Ideen. In der Regel operierte er mit langen Bällen in die Spitze, die oft eine leichte Beute für von Libero Markus Michnik organisierte Defensivabteilung der FT Braunschweig wurde. Die Ottersberger Stürmer (zunächst LaBehrens/El-Shafie, von der 33. Minute an Behrens/Gilmar und in der Schlussphase Gilmar/Örün) hingen weitestgehend in der Luft.

Im Anschluss an das letzte Heimspiel der Saison (Sonnabend um 17 Uhr steht noch das Auswärtsspiel gegen Drochtersen/Assel)verabschiedete Ottersbergs Fußballchef Henning Haltermann Stürmer Erdinc Örün, Mittelfeldspieler Sören Seidel und den sechs Jahre lang für die Erste arbeitenden Masseur Thorsten Hellriegel. Dafür gibt es nach Innenverteidiger Christoph Hopp einen weiteren Neuzugang aus der Bezirksoberliga-A-Jugend des TSV Uesen. Auch der vielseitig verwendbare Mirco Temp hat den Weg an die Wümme gefunden. Er ist mittlerweile der vierte Ottersberger Neuzugang für die Saison 2010/11.

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