Oldenburg im DFB-Pokal gegen HSV Ottersberg trauert Traumlos nach

Ottersberg. Am Sonnabend ist beim TSV Ottersberg eine noch nicht verheilte Wunde wieder aufgebrochen. Fans, Funktionäre, Spieler und Trainer des Fußball-Oberligisten mussten mitansehen, wie dem VfB Oldenburg, seinem Bezwinger im Niedersachsenpokal-Wettbewerb, in der ersten Hauptrunde um den DFB-Pokal der Hamburger SV (29. Juli bis 1. August) zugelost wurde. Dem Ottersberger Klassenpartner winken TV-Gelder und Zuschauereinnahme im hohen sechsstelligen Bereich.
14.06.2011, 05:00
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Von Ehrhard Müller

Ottersberg. Am Sonnabend ist beim TSV Ottersberg eine noch nicht verheilte Wunde wieder aufgebrochen. Fans, Funktionäre, Spieler und Trainer des Fußball-Oberligisten mussten mitansehen, wie dem VfB Oldenburg, seinem Bezwinger im Niedersachsenpokal-Wettbewerb, in der ersten Hauptrunde um den DFB-Pokal der Hamburger SV (29. Juli bis 1. August) zugelost wurde. Dem Ottersberger Klassenpartner winken TV-Gelder und Zuschauereinnahme im hohen sechsstelligen Bereich.

Von so einer Summe durfte der TSV Ottersberg nur bis Ostermontag träumen. Vor sieben Wochen kassierte er im Oldenburger Marschwegstadion eine 0:1-Niederlage gegen den VfB Oldenburg, die ihm den Weg an die Fleischtöpfe versperrte. Als unterlegene Halbfinalisten des Niedersachsenpokals hatten Oldenburger wie Ottersberger die Chance bekommen, sich als Sieger eines Entscheidungsspiels als zusätzlicher dritter niedersächsischer Klub für den DFB-Pokal zu qualifizieren. Niedersachsenpokal-Sieger Eintracht Braunschweig trifft in einem Heimspiel auf Bayern München, und der im Endspiel mit 1:2 unterlegene BSV Kickers Emden erwartet den Zweitligisten FSV Frankfurt.

Für die Kickers ist es möglicherweise die vorerst letzte Chance, noch einmal große Kasse zu machen - sie sind vom Zwangsabstieg aus der Oberliga Niedersachsen bedroht. Als einzigem von insgesamt 34 Klubs verweigerte die Zulassungskommission des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) den Ostfriesen die Oberliga-Zulassung für die Saison 2011/12. "Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Vereins konnte nicht ausreichend nachgewiesen werden", teilte der NFV mit. Dem Vernehmen nach klafft im Etat des BSV Kickers Emden eine Lücke von rund 300000 Euro. Er wäre der erste Klub seit Einführung des Lizenzierungsverfahrens (2004), dem die Oberliga-Startgenehmigung verweigert würde. Der einstige Drittligist hat bis Freitag dieser Woche Zeit, beim NFV-Präsidium Beschwerde gegen die Lizenzverweigerung einzulegen. Andernfalls wird er von vierten auf den 20. Platz der Oberliga-Abschlusstabelle zurückgestuft und ist zum Gang in die Landesliga Weser-Ems verurteilt. Zugleich dürfte sich der

Tabellenfünfzehnte Arminia Hannover nachträglich über den Oberliga-Erhalt freuen.

Meister SV Meppen hat die Oberliga-Saison 2010/11 gleich in mehrfacher Hinsicht dominiert. Mit 47 von 60 möglichen Punkten avancierte er zur erfolgreichsten Heimmannschaft und erzielte in seinen 20 Begegnungen vor eigenem Publikum einen Schnitt von 2500 (!) Zuschauern. Der Torschützenliste drückten zwei Spieler ihren Stempel auf, die mit ihren Teams abgestiegen sind. Manuel Brunne (SV Ramlingen/Ehlershausen) traf 28 Mal, und Danny-Torben Kühn (Teutonia Uelzen) folgte mit 25 Toren auf Platz zwei. Er muss sich den Silberrang mit dem Emder Andreas Gerdes-Wurpts teilen. Erfolgreichster Ottersberger Schütze ist der abwandernde Alexander Neumann (18 Tore/Platz fünf). Als Meister der vier niedersächsischen Oberligen zogen Rotenburger SV (Lüneburg), RSV Göttingen 05 (Braunschweig), VfL Bückeburg (Hannover) und SV Holthausen-Biene (Weser-Ems) in die Oberliga ein.

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