Nach neun Erfolgen hintereinander: Geschwächter Spitzenreiter der Handball-Oberliga gestoppt Oytener Serie endet beim BV Garrel

Nach neun Siegen in Folge musste der TV Oyten II wieder einmal Federn lassen: Beim BV Garrel unterlag der Tabellenführer und Titelverteidiger aus dem Landkreis Verden mit 27:30 (17:17). Die Spitzenposition in der Handball-Oberliga Nordsee der Frauen bleibt aber bei einem Vorsprung von zwei Minuspunkten beziehungsweise vier Pluspunkten relativ gefestigt, zumal mit dem ATSV Habenhausen einer der Verfolger über ein Unentschieden bei GW Mühlen nicht hinauskam.
20.02.2012, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Michael Schön

Nach neun Siegen in Folge musste der TV Oyten II wieder einmal Federn lassen: Beim BV Garrel unterlag der Tabellenführer und Titelverteidiger aus dem Landkreis Verden mit 27:30 (17:17). Die Spitzenposition in der Handball-Oberliga Nordsee der Frauen bleibt aber bei einem Vorsprung von zwei Minuspunkten beziehungsweise vier Pluspunkten relativ gefestigt, zumal mit dem ATSV Habenhausen einer der Verfolger über ein Unentschieden bei GW Mühlen nicht hinauskam.

Oyten. Trainer Axel Seefeld reagierte recht unaufgeregt auf das Stolpern des Meisterschaftsanwärters beim BV Garrel, dem mit dem 30:27 gegen den TV Oyten II eine erfolgreiche Revanche für das 26:25 beim Hinrundenvergleich in der Pestalozzihalle glückte. "Jede Serie geht einmal zu Ende", sagte der Trainer des Handball-Oberligisten aus dem Landkreis Verden. "So widersprüchlich es auch klingen mag, aber ich bin gar nicht so unzufrieden. Selten habe ich meine Mannschaft so fighten sehen. Das ist eine Leistung, auf der wir aufbauen können."

Die Partie war gut 50 Minuten lang vollkommen ausgeglichen. Erst dann setzte sich der BV Garrel allmählich ab, weil er - mit kompletter Mannschaft angetreten - physisch und psychisch mehr zuzusetzen hatte als der Spitzenreiter, der zunächst nur sieben Feldspielerinnen hatte aufbieten können. Erst nach 20 Minuten Spielzeit wurde das Aufgebot durch ein aus Franziska Tetzke, Sina Seefeld und Cordula Schröder-Brockshus bestehendes Nachwuchs-Trio ergänzt, wobei die Möglichkeiten für dessen Verwendung nach bereits absolviertem (und mit 26:27 verlorenem) A-Jugend-Oberligaspiel und der Anfahrt aus dem 20 Kilometer entfernten Höltinghausen recht eingeschränkt waren.

Michele Müller überragt im Angriff

Unter diesen Bedingungen war die Leistung gegen den gewohnt heimstarken BV Garrel mehr als respektabel. Noch in der 54. Minute, als Susanne Tauke auf 29:27 verkürzte, musste die Heimmannschaft um den Sieg bangen. "Wir sind noch zur offenen Manndeckung übergegangen , aber es hat nicht gereicht. Kein Problem, denn wir sind noch im grünen Bereich, und gegen Elsfleth geht es wieder von vorne los!", äußerte sich Seefeld, dessen Mannschaft bis zum Saisonende lauter lösbare Aufgaben hat, aber freilich noch häufiger nicht in Bestbesetzung wird spielen können, da es Terminüberschneidungen mit der obendrein durch diverse Ausfälle geschwächten Drittliga-Mannschaft gibt.

Überragende Werferin war wieder einmal die neunfache Torschützin Michele Müller. Die etatmäßige Rechtsaußen musste diesmal die Linkshänderposition im Rückraum übernehmen und wechselte erst nach 50 Minuten zurück auf den angestammten Flügelposten. Dort hatte bis dahin auch Patricia Lange einen nachhaltig guten Eindruck hinterlassen. "Sie hat stabil in der Deckung gestanden, vier Tore erzielt und ist mehrmals sehr schön eingelaufen", freute sich Seefeld über die in der Deckung des BV Garrel für reichlich Unruhe sorgenden Aktionen der gelernten Kreisläuferin.

Die Gastgeberinnen zeigten von Beginn an, dass sie dem Favoriten ein Schnippchen schlagen wollten. Ehe der TVO sich versah, lag er schon mit 0:3 zurück. Doch Patricia Lange läutete mit dem ersten Treffer der Gäste eine starke Oyten-Phase mit promptem Führungswechsel ein. In der 11. Minute gelang Susanne Tauke das 4:7.

Es folgte ein offener Schlagabtausch mit vielen Höhen und Tiefen bei beiden Mannschaften. Sarah Pomorski erzielte in der 16. Minute den 9:8-Anschlusstreffer. Mit ausgeglichenem Spielstand von 17:17 nach einem weiteren Treffer Michele Müllers ging es in die nicht mehr so torreiche zweite Hälfte. Cora Schumacher hatte bis dahin trotz der 17 Gegentore überzeugt, auch einige leichte Bälle zwar passieren lassen, aber auf der Gegenseite sogar einige "Hundertprozentige" pariert. Die routiniertere Nachfolgerin Fee Klemmt reagierte wie immer besonders dann stark, wenn sie aus dem Rückraum geprüft wurde.

Michele Müller war es auch, die Oyten II beim 19:20 ein weiteres Mal nach vorne schoss. Sina Seefeld, die Tochter des Trainers, verkürzte auf 23:21, ehe Garrel seinen Vorsprung auf 29:25 ausdehnte. Doch Oyten II gab sich damit noch nicht geschlagen, sondern konterte mit zwei Toren in Folge, womit der Gegner fast bis zur letzten Minute bangen musste.

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