Handball-Oberliga Nordsee Oytens A-Jugend zählt zu den Meisterschaftsfavoriten

Oyten. In der Handball-Oberliga Nordsee scheint der TV Oyten mit seiner weiblichen Jugend A ein Abonnement auf die Meisterschaft zu haben.
03.09.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Michael Schön

Oyten. In der Handball-Oberliga Nordsee scheint der TV Oyten mit seiner weiblichen Jugend A ein Abonnement auf die Meisterschaft zu haben. Nach vier Titelgewinnen in Serie kann der Drittliga-Nachwuchs die Annahme der Favoritenbürde auch diesmal schlecht verweigern. TVO-Trainer Sebastian Kohls fügt jedoch einschränkend hinzu, dass "die Meisterschaft nicht planbar ist und die Chancen des VfL Oldenburg nicht geringer sind".

Fest steht, dass die neue Mannschaft des TV Oyten erst zu einem Titelanwärter wachsen und heranreifen muss, nachdem Leistungsträgerinnen wie Denise Engelke, Sarah Pomorski und die zum Frauen-Zweitligisten VfL Wolfsburg gewechselte Denise Wichmann nicht mehr verfügbar sind. "Wir sind noch in der Findungsphase", versichert Kohls kurz vor dem morgigen Saisonstart gegen die HSG MTV Aurich/TuS Aurich-Ost (So., 17 Uhr, Pestalozzihalle).

Shooter gesucht

Ein Ausnahmezustand, der freilich immer herrscht, wenn eine Saison in ihr Anfangsstadium tritt. Auch wenn Vergleiche zwischen alter und neuer Mannschaft immer hinken, so scheint der TV Oyten nicht schlechter aufgestellt als im vergangenen Spieljahr, das erneut mit dem Gewinn der Norddeutschen Meisterschaft und dem Einzug ins DM-Viertelfinale abgeschlossen wurde. "In der Breite sind wir sogar besser besetzt", findet Kohls. Hervorragende Einzelkönnerinnen sind zudem die beiden Torfrauen: Bryana Newbern, die besonders im DM-Viertelfinale beim 38:32-Heimsieg gegen die TSG Ketsch auf sich aufmerksam machte, und Romina Kahler, Neuzugang vom TV Neerstedt, die eine echte Verstärkung zu werden verspricht. Damit wiederum sind auch die Voraussetzungen für das konsequente Gegenstoßspiel gegeben, an dem Trainer Kohls in seinen Einheiten besonders intensiv arbeiten zu lassen pflegt.

Oyten kann sich dabei auf die Mittelangreiferin Cordula Schröder-Brockshus, einem weiteren Neuzugang vom TV Neerstedt, insgesamt neun Zugängen aus der B-Jugend sowie auf den Rest des alten A-Jugend-Kaders um das Linkshänderinnen-Duo Pia Wefer/Franziska Tetzke und Rückraumspielerin Tanja Tuleweit stützen. Ein weiterer Neuzugang ist Trainer Jürgen Prütt, der sich mit Kohls die Aufgaben teilt und sich vor allem der organisatorischen Verpflichtungen annimmt, um den gleichzeitigen Trainer der Drittliga-Frauen zu entlasten. Was den Oytenerinnen im Moment noch abgeht, sind Shooter, wie sie in der vorigen Saison Denise Engelke und Denise Wichmann darstellten. Kohls: "Menschlich wie sportlich ein schwerer Verlust. Die in diese Fußstapfen treten, müssen sich noch herauskristallisieren."

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+