Fußball-Bezirksliga

Pflichtaufgabe erfüllt

Obwohl sich der TV Oyten besser präsentierte als in der Vorwoche, setzte es gegen den favorisierten TSV Etelsen eine deutliche und verdiente 0:3-Niederlage. Der TSV ist bereit für das kommende Topspiel.
31.03.2019, 21:00
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Von Niklas Johannson
Pflichtaufgabe erfüllt

Marius Winkelmann (links) konnte die Niederlage nicht verhindern. Nico Meyer (rechts) brachte den TSV auf die Siegerstraße.

Björn Hake

Am Sonnabend um 22.30 Uhr hatte Oytens Trainer Axel Sammrey die erfreuliche Nachricht erhalten, dass sein wichtigster Spieler, Marius Winkelmann, beim Auswärtsspiel in der Fußball-Bezirksliga Lüneburg 3 gegen den TSV Etelsen überraschenderweise auflaufen kann. Der frühere Regionalliga-Akteur des VfB Oldenburg und SV Drochtersen/Assel brachte auch direkt neuen Schwung und eine verbesserte Ordnung in die Mannschaft, die in der Vorwoche gegen den 1. Rot-Weiß Achim fast leblos wirkte. Doch trotz des Einsatzes von Winkelmann und einer kämpferisch ordentlichen Vorstellung des gesamten Teams reichte es gegen den Aufstiegsaspiranten nicht zu einem Punktgewinn. Die Sammrey-Elf unterlag schließlich verdient mit 0:3 (0:1). „Wir haben uns besser präsentiert und uns gesteigert. Dass wir hier nicht hoch gewinnen würden, war mir vorher bewusst. Aber ich wollte sehen, dass sich die Mannschaft wehrt. Das hat sie getan und dadurch Charakter bewiesen“, betonte Sammrey.

Die Elf von Gerd Buttgereit hatte zu Beginn gegen die stabil stehende Abwehr der Gäste einige Probleme, sich Torchancen heraus zu spielen. Aber ein Traumtor aus rund 20 Metern von Nico Meyer, der das Leder genau in den linken Winkel beförderte, sorgte für großen Jubel bei den Platzherren (19.). Ein enorm bitteres und erwartetes Gegentor für Oyten, denn bis dato ging der Matchplan der Gäste auf. „Das war ein Sonntagsschuss. Aber ich bin nicht so vermessen, um zu sagen, dass wir ohne diese Tor hier etwas mitgenommen hätten“, gab Sammrey zu. Denn in der Offensive ließ Oyten wieder jegliche Torgefahr vermissen. In der ersten Halbzeit traute sich der TVO nur ein einziges Mal vor das Gehäuse von Daniel Büchau, als der Ball über Umwegen bei Daniel Aritim gelandet war. Sein Abschluss ist jedoch im letzten Moment von Robert Littmann geblockt worden (32.).

Ansonsten hatten die Schlossparkkicker stets das Heft in der Hand und hätten durchaus höher führen können. Kurz vor der Halbzeit scheiterte Timo Schöning aus kurzer Distanz an Dennis Wiedekamp, der für seinen geschlagenen Torwart überragend auf der Linie rettete. „Zur Pause kann es 3:0 stehen. Aber in Teilen war es heute einfach nicht überzeugend genug. Dennoch ist der Sieg verdient“, sagte TSV-Trainer Gerd Buttgereit, der kurzfristig auf Justin Gericke verzichten musste. „Er hatte Knöchelprobleme“, erklärte der Coach.

Die beste und einzig gefährliche Aktion des Tabellensechsten aus Oyten datiert aus der Minute 53, als Ole Persson aus spitzem Winkel nur hauchdünn am rechten Pfosten vorbeigeschossen hatte. Buttgereit tobte an der Seitenlinie und monierte nach dem Spiel: „Wir hatten defensiv zu viele Nachlässigkeiten.“ In der Phase, als Oyten sich gezwungenermaßen offensiver orientieren musste, erhöhte Etelsen auf 2:0. Auf der linken Seite flankte der völlig frei stehende Meyer präzise auf den rechten Fuß des Torschützen Bastian Reiners, der aus kurzer Distanz einschob (61.).

Der TSV hatte weitere gute Möglichkeiten. Eine davon ließ Jan-Luca Lange liegen, weil Christian Rathjen stark parierte. Besser machte es Christopher Petzold, der nach einem Eckball im Fünfer völlig ungedeckt war und problemlos zum entscheidenden 3:0 einköpfte. (72.). „Wir hatten sehr viele Eckstöße gegen uns, die wir bis zu diesem Zeitpunkt gut verteidigt haben“, machte Sammrey seiner Mannschaft keinen Vorwurf.

Eine Viertelstunde vor dem Ende hatte Oyten Glück, dass Robert Littmann nach einem langen Einwurf den Ball nur an den Querbalken köpfte (74.). „Die Einwürfe waren auf diesem kleinen Platz wie Ecken und flogen teilweise bis nach Moskau“, betonte Sammrey. Die letzte Möglichkeit der Partie hatte der TVO. Nach einem cleveren, kurz ausgeführten Freistoß von Winkelmann hätte der eingewechselte Elvedin Bibic verkürzen können, doch dessen Abschluss verhungerte (82.), was Winkelmann wiederum zur Verzweiflung brachte.

Schließlich bejubelten die rund 150 Zuschauer einen hochverdienten Sieg für den TSV Etelsen, der am kommenden Sonnabend zum Spitzenspiel nach Hambergen reist. „Da brauchen wir eine Leistungssteigerung, aber wir werden dort auch wieder mehr Räume bekommen“, glaubt Buttgereit und fügt hinzu: „Wir haben unsere Pflicht erfüllt.“

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