24. swb-Silbersee-Triathlon

Philipp Fahrenholz zieht davon

Der gebürtige Weyher Philipp Fahrenholz konnte seiner Favoritenrolle gerecht werden. Als einziger Athlet seiner Klasse unterbot er beim Silbersee-Triathlon die Grenze von zwei Stunden.
01.08.2017, 10:43
Lesedauer: 2 Min
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Von Niklas Golitschek
Philipp Fahrenholz zieht davon

Bei knapp 21 Grad Wassertemperatur war die Schwimmstrecke mit Neoprenanzug gut zu bewältigen.

UDO MEISSNER

Stuhr. Dass Triathlet Philipp Fahrenholz (Hannover 96) beim 24. swb-Silbersee-Triathlon ganz vorne mitlaufen würde, war bereits abzusehen. Als die Absage des Hamburger Profis Julian Fritzenschaft kam, avancierte der gebürtige Weyher zum Topfavoriten in der offenen Wertung – und er sollte seiner Rolle gerecht werden. Als einziger Athlet in dieser Klasse legte er die gesamte Strecke der Olympischen Distanz über 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen in unter zwei Stunden zurück: Nach 1:57:18 Stunde überquerte Fahrenholz die Ziellinie und blieb damit nur knapp hinter Konstantin Bachor (VfL Wolfsburg), der als Regionalliga-Starter knapp zwei Minuten zuvor ins Ziel eingelaufen war.

„Es lief so, wie ich es mir vorgestellt habe“, bilanzierte Fahrenholz, nachdem er seinen Siegerpokal entgegengenommen hatte. Da seine Gruppe kurz nach der Regionalliga startete, sei zwar zunächst schwer erkennbar gewesen, wer nun zur eigenen Konkurrenz zählte. Bei Kilometer 30 erfuhr er dann aber, dass er die Führung übernommen hatte. Bis dahin war noch Fabian Schumann (TSR Olympia Wilhemshaven) ganz vorne, verlor seinen aus der Schwimmstrecke erarbeiteten Vorsprung zunehmend. Beim Wechsel hatte sich Fahrenholz seinerseits bereits einen Puffer von zwei Minuten auf seine Verfolger aufgebaut und nutzte die komfortable Situation im Zehn-Kilometer-Lauf aus: „Ich konnte das kontrolliert zu Ende bringen.“ Nachdem er bereits den Weyher Duathlon für sich entschieden hatte, freute er sich umso mehr über diesen Erfolg. „Ein doppelter Heimsieg“, bilanzierte Fahrenholz glücklich.

Nicht vollends glücklich wirkte dagegen Oliver Sebrantke (LC Hansa Stuhr), der nach 2:09:36 Stunden als 16. seinen Triathlon beendete. „Mit den Einzeldisziplinen bin ich zufrieden“, betonte er, „aber die Gesamtzeit ist nicht so gut.“ Woran das lag, konnte er sich selbst nicht so recht erklären, womöglich hätte die Laufzeit von 37:19 Minuten etwas besser sein können. Allzu sehr wollte Sebrantke jedoch nicht mit seinem Ergebnis hadern. „Das war für mich ein Trainingswettkampf“, betonte er. Der Fokus liege auf dem Ironman in Hamburg, bei dem er erstmals über die Langdistanz starten wird.

Am Start war selbstverständlich auch wieder Manfred Hinzmann (Triathlon Club Bremen), dem abermals die Startnummer eins gebührte. „Vor allem das Laufen wird nicht einfacher“, gestand der 79-Jährige, der bislang an jedem Silbersee-Triathlon gestartet war und seinen Durchgang nach 3:21:49 Stunden beendete. Auch er wird beim Ironman in Hamburg starten und hofft darauf, sein Ticket für Hawaii nach 2004 ein zweites Mal zu lösen. Als 80-Jähriger wäre er seines Wissens nach der älteste Europäer, der an dem Wettkampf teilnimmt.

Rundum zufrieden zeigte sich auch Organisator Jan Neubauer, der insgesamt knapp 1100 Starter am Silbersee zählte. „Der Boden war unser einziges Problem, er war übersättigt“, sagte er nach den teils starken Regenfällen an den Tagen vor dem Triathlon. Unter den Starten waren deswegen jedoch keine Klagen zu vernehmen, die meisten zeigten sich mit den Bedingungen, dem Wetter und der Organisation durchweg zufrieden.

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