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Pokal: Melchiorshausen unterliegt Hastedt

BSC-Stürmer Kai Schmidt nutzt zwei grobe Patzer der Gastgeber zum scheinbar beruhigenden Vorsprung, doch in der Schlussphase wird es noch einmal eng.
20.08.2019, 21:05
Lesedauer: 2 Min
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Von Thorin Mentrup
Pokal: Melchiorshausen unterliegt Hastedt

Melchiorshausens Trainer Lars Behrens sah einen guten Auftritt seines Teams. Zwei grobe Fehler kosteten den TSV jedoch die Chance aufs Achtelfinale.

Thorin Mentrup

Melchiorshausen. Sie waren dran, ganz nah sogar. Am Ende hat es allerdings nicht gereicht, um dem klassenhöheren Bremen-Ligisten BSC Hastedt ein Bein zu stellen: Der TSV Melchiorshausen ist in der zweiten Runde des Bremer Lotto-Pokals ausgeschieden. Die 1:2 (0:1)-Niederlage schmerzte die Mannen von Trainer Lars Behrens, denn sie war ebenso unglücklich wie unnötig.

Wer ganz ehrlich war, der musste zugeben, dass die Hastedter unter dem Strich mehr klare Möglichkeiten hatten. Völlig unverdient war das Weiterkommen der Gäste in dieser Hinsicht also nicht. Am Ende mussten sich die Melchiorshauser aber vor allem darüber ärgern, wie die beiden Gegentore durch Kai Schmidt gefallen waren. Denn an beiden Treffern trugen sie jeweils eine entscheidende Mitschuld: Beim 0:1 verfehlte Marvin Nienstermann beim Versuch zu klären den Ball. Schmidt hatte richtig spekuliert und ließ sich nicht zweimal bitten (17.).

Auch beim 0:2 sahen die Gastgeber nicht gut aus. Die Situation schien eigentlich ungefährlich, hatte Schiedsrichter Christopher de Vries doch gerade eine Abseitsposition der Gäste im TSV-Strafraum geahndet. Melchiorshausen wollte das Spiel jedoch schnell machen, „zu schnell“, wie Behrens erkannte. Lucas Görgens spielte Keeper Sascha Kleemann an, doch Schmidt war nur ein paar Schritte entfernt. Der Stürmer roch seine Chance, Kleemann ging unter Druck ins Dribbling und verlor den Ball – das 0:2. „Ich glaube, diese Fehler habe ich noch nie bei den Jungs gesehen, und ich werde sie auch nie mehr sehen. Es ist gerade schwer, die Mannschaft aufzubauen, weil wir bis auf diese beiden Fehler eigentlich nichts falsch gemacht haben“, sagte Behrens, der aber auch stolz war, denn seine Elf zwang Hastedt vor allem vor der Pause ihren Stil auf und hatte Pech, dass Kevin Nienstermanns an der Latte scheiterte.

Der TSV traute sich den Kombinationsfußball zu, den er auch beim 4:0 über Lemwerder gezeigt hatte. Der Gast hingegen streute besonders vor der Pause viele lange Bälle ein und erarbeitete sich erst nach dem Seitenwechsel ein optisches Übergewicht. Melchiorshausen blieb sich jedoch auch nach der zweiten kalten Dusche treu und suchte den Weg nach vorn. Als eine Hereingabe Nick Plates den Kopf Kevin Sökels fand, hieß es nur noch 1:2 aus Sicht der Gastgeber (84.). Das Pokalspiel bekam seine spannende Schlussphase, doch der TSV rannte vergeblich an. Hastedt rettete den Sieg über die Zeit und wird nun Anfang Oktober im Achtelfinale auf den Gewinner der Partie zwischen dem VfL 07 Bremen und dem ESC Geestemünde treffen, die sich am Mittwoch gegenüber stehen.

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