Kreispokal-Finale Delmenhorst Pokalfinale mit klarer Rollenverteilung

Delmenhorst. Der TV Dötlingen könnte im Kreispokal-Finale am Freitag eine Saison ohne Niederlage perfekt machen. Aber weil der Gegner Atlas Delmenhorst heißt, befinden sich die Dötlinger in der Außenseiterrolle.
28.05.2014, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Pokalfinale mit klarer Rollenverteilung
Von Christoph Bähr

Der TV Dötlingen könnte im Kreispokal-Finale am Freitag eine Saison ohne Niederlage perfekt machen. Allerdings ist der ungeschlagene Titelträger der 1. Fußball-Kreisklasse in der Außenseiterrolle, denn er trifft auf den Kreisliga-Vizemeister SV Atlas Delmenhorst, der sich mit einem Erfolg auf die Relegationsspiele um den Bezirksliga-Aufstieg einstimmen will.

2012 wurde der SV Atlas Delmenhorst neu gegründet, heute könnte der erste Titel für den Verein folgen. Vor dem Fußball-Kreispokalfinale zwischen dem Kreisliga-Vizemeister und dem TV Dötlingen winkt Manager Thomas Hebgen jedoch ab: „Der erste Titel? Wir haben doch auch schon einmal die Borussia-Woche gewonnen“, scherzt er, wird dann aber gleich bestimmt: „Wer ein Endspiel nicht ernst nimmt, ist fehl am Platz. Es wird keiner geschont.“ Um 19.30 Uhr beginnt das heutige Finale auf der Anlage des Delmenhorster TB, Am Kleinen Meer.

Die Rollen sind dabei klar verteilt: Auch wenn die Dötlinger ungeschlagen den Titel in der 1. Kreisklasse holten, sind sie der Außenseiter. „Nur wenn wir alles auf den Platz bringen, was wir können, haben wir überhaupt eine Chance. Sonst verlieren wir mit 1:3 oder 1:4“, sagt Trainer Georg Zimmermann. Allerdings haben die favorisierten Delmenhorster durchaus Respekt vor dem Gegner: „Dötlingen ist ein echter Prüfstein. Die Mannschaft ist sehr stark“, betont Hebgen. Daher beobachtete Atlas-Coach Jürgen Hahn zuletzt nicht nur die potenziellen Relegationsgegner TuS Ofen und WSC Frisia Wilhelmshaven, sondern auch die Dötlinger.

Nur 25 Gegentore in 28 Spielen

In der vergangenen Saison trafen die beiden Konkurrenten noch in der 1. Kreisklasse aufeinander. Das Hinspiel gewann der SVA mit 3:2, im Rückspiel verlor er dann aber mit 1:3. „Das hat keine Bedeutung mehr“, schränkt Zimmermann ein. „Inzwischen hat Atlas ja ganz andere Spieler.“ Der Trainer will mit einer Viererkette agieren und baut auf seine starke Abwehr, die in 28 Ligapartien nur 25 Gegentore zuließ. „Ich mag keine Spiele, die 7:5 enden. Bei solchen Ergebnissen fehlte die Ordnung und das System“, erklärt Zimmermann seine Philosophie. Nach dem geglückten Kreisliga-Aufsteig sei das Saisonziel zudem bereits erreicht. „Wir können daher selbstbewusst und befreit in das Pokalfinale gehen“, unterstreicht Dötlingens Coach. Bitter ist für ihn nur der Ausfall von Joole Bredehöft, der beim bedeutungslosen 7:1-Erfolg über die SF Littel-Charlottendorf am Wochenende die Rote Karte sah.

Anders als die von allem Druck befreiten Dötlinger hat der SV Atlas die noch ausstehenden Relegationsduelle um den Bezirksliga-Aufstieg im Hinterkopf. Für Hebgen ist die Situation aber reizvoll: „Wir haben drei Endspiele. Die Saison fängt jetzt an, Spaß zu machen.“ Auch die Delmenhorster müssen einen rotgesperrten Akteur ersetzen: Gerry Klenke verpasst wegen seines Platzverweises während der 1:3-Niederlage gegen den TuS Heidkrug das Kreispokalfinale und die erste Relegationspartie. Zudem fällt Stefan Kulikow nach einem Arbeitsunfall verletzt aus.

Gesucht wird übrigens der Nachfolger des TV Munderloh: Der Kreisligist setzte sich vor rund einem Jahr im Pokalendspiel mit 2:1 gegen Rot-Weiß Hürriyet durch. Der heutige Sieger wird erst der zweite Pokalgewinner des Kreises Oldenburg-Land/Delmenhorst sein, bis zum vergangen Jahr gab es nämlich noch zwei getrennte Wettbewerbe.

Ins Finale kam Dötlingen über die Stationen TuS Heidkrug (3:1), TSV Ippener (4:1), SC Colnrade (6:5) und TV Jahn Delmenhorst II (4:0). Der SV Atlas bezwang den SV Tungeln (1:0), den VfL Wildeshausen II (4:1), den TSV Ganderkesee (4:1) und den TV Falkenburg (4:2).

Hinweis: Wegen Unbespielbarkeit des Platzes ist das Finale verschoben worden. Hier gibt es mehr Infos.

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