Badminton-Oberliga: Gegen SSW Hamburg 3:5 verloren – Luckau zuvor mit 5:3 bezwungen

Polizei SV kassiert erste Saisonniederlage

Bremen. Im vorletzten Spiel des Jahres ist es passiert – die Badmintonmannschaft des Polizei SV musste erstmals in dieser Oberliga-Saison die Halle als Verlierer verlassen. Mit 3:5 verlor der PSV bei SSW Hamburg, nachdem tags zuvor noch ein 5:3-Sieg gegen die SG Luckau/Blankenfelde eingefahren wurde.
28.11.2019, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Rainer Jüttner
Polizei SV kassiert erste Saisonniederlage

Auf das bewährte Mixedduo Yannick Windhorst und Maren Völkering war beim Polizei SV auch in den beiden jüngsten Spielen Verlass.

Valerie Hoberg, frei

Bremen. Im vorletzten Spiel des Jahres ist es passiert – die Badmintonmannschaft des Polizei SV musste erstmals in dieser Oberliga-Saison die Halle als Verlierer verlassen. Mit 3:5 verlor der PSV bei SSW Hamburg, nachdem tags zuvor noch ein 5:3-Sieg gegen die SG Luckau/Blankenfelde eingefahren wurde. Damit rutschte der bisherige Spitzenreiter auf den dritten Platz, mit einem Zähler Rückstand auf die punktgleichen Teams von SG EBT Berlin II und Berliner SC. Weiter geht es mit dem letzten Spiel in diesem Jahr in drei Wochen gegen die BSG Hamburg-West.

SG Luckau/Blankenfelde – Polizei SV 3:5: Mit rund vier Stunden Fahrt stand mit Luckau die weiteste Anreise für diese Saison an. Zudem ging Jonathan Busch an Position eins gesundheitlich angeschlagen in die Partie, sodass er nur im Doppel spielen konnte. Dadurch rutschte Felix Ruth ins erste Herreneinzel und Fardon Landwehr ins zweite.

Im ersten Herrendoppel hatten Yannik Windhorst und Tim Lehbrink keine Probleme und holten den ersten Punkt. Das Damendoppel Anica Kleinjan und Maren Völkering gewann den ersten Satz gegen das starke Luckauer Duo. Im zweiten Durchgang konnten die Bremerinnen den Sack beim Stand von 20:16 nicht zumachen und verloren noch mit 21:23. Im Entscheidungssatz fanden sie dann nicht mehr ins Spiel zurück und verloren recht deutlich. Das zweite Herrendoppel Jonathan Busch und Fardon Landwehr spielte sich früh einen Vier-Punkte-Vorsprung heraus, den sie über den gesamten ersten Satz halten konnten. Auch im zweiten Abschnitt behielten sie die Kontrolle und blieben in einem spannenden Schlussspurt das nervenstärkere Doppel.

Mit der 2:1-Führung im Rücken trat Felix Ruth zum ersten Herreneinzel gegen den bisher ungeschlagenen Christopher Straßburger an und hatte bei der klaren Niederlage mit der unkonventionellen Spielweise seines Gegners Probleme. Anica Kleinjan erging es im Dameneinzel ähnlich: Gegen ihre chinesische Gegnerin war sie machtlos. Nun mussten mindestens zwei der drei verbliebenen Spiele gewonnen werden, um noch etwas Zählbares aus Luckau mitzunehmen. Das gelang eindrucksvoll: Windhorst/ Völkering behielten nach Rückstand im Entscheidungssatz in einem taktisch geprägten Spiel wie so oft die Oberhand. Fardon Landwehr zeigte sich im zweiten Herreneinzel von seiner besten Seite und setzte sich in einem sehr hochklassigen Spiel mit vielen langen Ballwechseln verdient mit 21:19 im dritten Satz durch. Tim Lehbrink hatte gegen seinen Gegner im dritten Herreneinzel nicht viel Mühe und setzte den 5:3-Schlusspunkt.

SSW Hamburg – Polizei SV 5:3: Mit den zwei wichtigen Punkten aus Luckau im Gepäck fuhren die Bremer nach Hamburg, um die Tabellenführung zu verteidigen. Jonathan Buschs Zustand hatte sich verschlechtert, sodass er nicht mehr zum Einsatz kam, stattdessen spielte Felix Ruth das zweite Herrendoppel gemeinsam mit Fardon Landwehr.

Lehbrink/Windhorst hatten im ersten Herrendoppel Probleme und konnten ihre Stärken nicht so gut ausspielen wie gewöhnlich. Im dritten Satz lagen die Bremer 6:18 hinten, ehe sie sich noch mal herankämpften, aber am Ende durch leichtfertige Fehler das Spiel nicht mehr drehen konnten. Wie schon am Sonnabend konnte das zeitgleich spielende Damendoppel den ersten Satz noch gewinnen, war am Ende jedoch in drei Sätzen unterlegen. „Maren hat bereits seit längerer Zeit mit einer komplizierte Schulterverletzung zu kämpfen, die sie daran hindert, ihr bestes Badminton zu spielen“, sagte Tim Lehbrink.

Den ersten Bremer Punkt holten Landwehr/Ruth im zweiten Herrendoppel durch einen ungefährdeten Zwei-Satz-Sieg. Anschließend spielte Kleinjan das Dameneinzel. Im ersten Satz fand sie nicht so gut ins Spiel und musste diesen deutlich abgeben. Im zweiten Satz zeigte sie eine sehr viel bessere Leistung und war ihrer Gegnerin lange ebenbürtig. Am Ende reichte es jedoch leider nicht zum Satzgewinn.

Mit 1:3 gingen die Bremer in die nächsten Spiele. Windhorst/ Völkering im Mixed sowie Lehbrink im dritten Herreneinzel, gewannen beide in zwei Sätzen und stellten den 3:3-Zwischenstand her. Felix Ruth bekam es im ersten Herreneinzel mit einem erfahrenen Gegner zu tun und konnte die Konzentration nicht hoch halten, sodass sein Gegner deutlich gewann. Fardon Landwehr hätte für das mögliche Remis sorgen können, begann stark und spielte sich früh eine Führung heraus. Das unaufgeregte Spiel des Gegners sorgte mit zunehmendem Spielverlauf jedoch für Probleme beim Bremer, sodass Landwehr den ersten Satz verlor. Im zweiten Satz konnte der amtierende deutsche Meister der Altersklasse O50 bei 12:19-Rückstand sieben Punkte in Folge machen und ausgleichen. Beim Stand von 19:19 kam es zu einem langen Ballwechsel, bei dem sich sein Hamburger Gegner mit schnellen Reaktionen aus einer Drucksituation befreite und den Ballwechsel für sich entschied. Der anschließende Ballwechsel ging ebenfalls an den Hamburger, sodass das Spiel verloren ging und die Bremer zum ersten Mal in dieser Saison die Halle ohne Punkte verließen.

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