SV BW Bornreihe erzielt beim Hamberger Samtgemeindeturnier 28 Tore in vier Spielen / Truppe von Thiel fehlt Poppe und Sattler treffen nach Herzenslust

Die Absage des Fußball-Landesligisten FC Hambergen beim vom TSV Wallhöfen ausgerichteten Samtgemeinde-Hallenturnier in Hambergen stieß ein wenig auf Unverständnis. Die Kreisligaformation des Klubs vertrat das Team von Trainer Gero Thiel und belegte den letzten Platz. Der SV Blau-Weiß Bornreihe präsentierte sich in Torlaune und wurde mit 28 Treffern in vier Spielen Turniersieger.
16.01.2012, 05:00
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Von Karsten Hollmann

Die Absage des Fußball-Landesligisten FC Hambergen beim vom TSV Wallhöfen ausgerichteten Samtgemeinde-Hallenturnier in Hambergen stieß ein wenig auf Unverständnis. Die Kreisligaformation des Klubs vertrat das Team von Trainer Gero Thiel und belegte den letzten Platz. Der SV Blau-Weiß Bornreihe präsentierte sich in Torlaune und wurde mit 28 Treffern in vier Spielen Turniersieger.

Hambergen. Während Wallhöfens Abteilungsleiter Uwe Bullwinkel den Verzicht der ersten Hamberger Riege noch recht diplomatisch als "unglücklich" bezeichnete, wurde Bornreihes Coach Matthias Ruländer deutlicher: "Wenn man zu einem solchen Turnier in der Samtgemeinde eingeladen wird, gehört es sich auch, dort zu spielen. Das ist keine gute Außenwerbung für die Hamberger." Sascha Hölling, Übungsleiter der FC-Zweiten, entschuldigte die erste Riege damit, dass die Veranstaltung nicht in den Trainingsplan gepasst habe.

Aber auch ohne das Landesliga-Schlusslicht sahen die Zuschauer unterhaltsame Begegnungen in der Uwe-Brauns-Halle. In den zehn Partien fielen immerhin 64 Treffer. Vor allem wenn die Bornreiher antraten, waren Tore satt garantiert. Dabei griff Matthias Ruländer gar nicht unbedingt auf seine technisch versiertesten Kicker zurück. "Ich habe mir vor allem alle großen Spieler rausgepickt und diese noch durch Christian Leopold und Yavuz Simsek ergänzt", erklärte Ruländer. Der Rest absolvierte schon mal die seit längerem geplante Kohltour. Ruländer beorderte Allrounder Torben Poppe und Abwehrrecke Benedikt Sattler in den Angriff, beide trafen nach Herzenslust.

Besonders beim 10:1 über den TSV Steden-Hellingst tobten sich die Blau-Weißen aus. Stedens Trainer Jens Schäfer behielt trotzdem seinen Humor: "Wir haben Bornreihe immerhin das erste Gegentor beigebracht." Michael Haniotes, der neben Malte Puckhaber die meisten TSV-Treffer verzeichnete, brachte den Außenseiter aus der 2. Kreisklasse gegen den vier Klassen höher eingestuften Klub überraschend mit 1:0 in Führung. Doch dann machte der Goliath ernst. Im darauffolgenden Match bejubelte der FC Hambergen II beim 3:2 über den TV Axstedt dank Toren von Kevin Prigge, Nathaniel Johnson und Tobias Gevatter seinen einzigen Erfolg. "Wir hätten den Ball aber auch gegen Axstedt besser laufen lassen müssen. Insgesamt kann ich nicht zufrieden sein", resümierte Hölling.

Im achten Spiel ging es dann um den Turniersieg. Hendrik Lütjen brachte den SV Blau-Weiß Bornreihe gegen den TSV Wallhöfen mit 1:0 in Führung. Doch Boris Gerschkowitsch und Alexander Kück drehten den Spieß mit ihren Treffern um. Philip Bähr glich zum 2:2 aus, ehe Christoph Müller dem Favoriten mit einem Schuss in die lange Ecke das 3:2 bescherte. Kurz zuvor hatte Torben Poppe noch völlig freistehend vor TSV-Keeper Marian Gabrielczyk nach toller Vorlage von Hendrik Lütjen den Vorsprung verpasst. An seiner wütenden Reaktion wegen der vergebenen Chance war zu erkennen, dass die "Moorteufel" das Ereignis durchaus ernst nahmen. Aber die Wallhöfener ließen sich einfach nicht abschütteln. Steven Kaluza zielte zwar noch knapp am kurzen Pfosten vorbei. Doch wenig später sorgte Julian Gelies für den gerechten 3:3-Ausgleich. "Wallhöfen hat das taktisch gegen uns sehr geschickt gemacht", urteilte Matthias Ruländer. Am blendenden Torverhältnis der Bornreiher vermochten die punktgleichen

Wallhöfener aber nicht zu rütteln. "Wir haben uns in den ersten beiden Spielen nicht gut verkauft", kritisierte TSV-Coach Oliver Schilling.

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