Handball-Landesklasse

Problemzone Abwehr

Die SG Achim/Baden III und der TSV Daverden II verteidigen schlecht. Das hat für Daverden negative Folgen, für die Achimer hingegen nicht.
01.04.2019, 15:39
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Problemzone Abwehr
Von Florian Cordes
Problemzone Abwehr

Im Angriff überzeugte Achims Noah Zilz auf ganzer Linie. Der Außenspieler erzielte insgesamt neun Tore.

Björn Hake

Daverden/Bexhövede. Die Defensivreihen standen weder bei der SG Achim/Baden III noch beim TSV Daverden II gut. Negative Folgen hatte das aber nur für den TSV: Das Team verlor sein Heimspiel in der Handball-Landesklasse gegen die SG Findorff. Die Achimer gewannen trotz eines schwachen Deckungsverhaltens hingegen beim ATS Bexhövede.

TSV Daverden II - SG Findorff 26:30 (13:15): Das sei einfach nichts gewesen, ärgerte sich TSV-Trainer Gerd Meyer. Sein Team hatte die Chance, in der Tabelle die Plätze mit den Gästen aus Bremen zu tauschen. Diese wurde aber verpasst. „Wir haben zwar weiterhin den Anschluss zum oberen Mittelfeld der Tabelle. Es hätte aber mit einem Sieg schon besser aussehen können“, meinte Meyer. „Die gezeigte Leistung hat für einen Erfolg jedoch einfach nicht gereicht.“ Besonders die Abwehr habe sich ganz schwach präsentiert, urteilte der Trainer. „Gegen Findorff darf man sich keine 30 Gegentore einfangen. Der nötige Einsatz hat mir da gefehlt. Und auch in der Offensive haben wir nicht gerade geglänzt.“ Gerd Meyer habe es während der Begegnung mit verschiedenen Abwehr-Varianten versucht. Doch mit keiner sollte es den Grün-Weißen gelingen, die Findorffer am Torewerfen zu hindern.

Dabei sah es Mitte der ersten Halbzeit noch ganz gut für die Gastgeber aus: Henning Meyer warf den TSV Daverden II in der 16. Spielminute mit zwei Toren in Führung – 9:7. In der Folge baute die Meyer-Sieben aber zunehmend ab. Letztmals in Front lag der TSV beim 10:9. Danach übernahmen die Gäste die Führung und gaben diese bis zum Schlusspfiff nicht mehr her. Spätestens beim 27:22 (56.) für Findorff war die Begegnung entschieden. „Der Wille war bei uns nicht zu hundert Prozent zu erkennen“, ärgerte sich Gerd Meyer. „Wenn das erst einmal in den Spieler drinsteckt, wird es immer schwierig. Vielleicht hat der eine oder andere die Saison schon abgehakt.“ Noch haben die Daverdener aber zwei Spiele zu absolvieren. „Und in diesen geht es gegen den Letzten und Vorletzten. Wenn wir da nicht gewinnen, weiß ich auch nicht weiter. Wir sollten aus diesen Spielen die maximale Punktzahl holen“, forderte Meyer.

ATS Bexhövede - SG Achim/Baden III 34:36 (17:18): Gegen jenen Tabellenvorletzten mussten die Achimer in ihrem drittletzten Saisonspiel ran. Und die Gäste hatten durchaus ihre Mühe mit Bexhövede. Der Grund: Er lag in der Abwehr. „Wir haben vielleicht zweimal fünf Minuten gut verteidigt“, fasste SG-Coach Ralf Wesemann das Deckungsverhalten seiner Sieben zusammen. Die Drittvertretung der Spielgemeinschaft musste einmal mehr mit einer dünnen Personaldecke auskommen. Das sollte dem Tabellenzweiten aber keine großen Probleme bereiten. Die Situation sei keine neue für sein Team, sagte Wesemann, „und außerdem war die Mannschaft qualitativ eine sehr gute. Man hat aber gemerkt, dass der Zug nicht mehr so richtig drin ist.“ Den Achimern kann in dieser Saison nichts mehr passieren. Der Aufsteiger wird die Spielzeit definitiv auf dem zweiten Tabellenplatz abschließen.

In Bexhövede verlief die Begegnung zunächst ausgeglichen. Dann aber setzten sich die Gäste bis zur 21. Spielminute auf fünf Tore ab – 15:10. So gut sollte es aber nicht weiterlaufen. „Wir haben dann aufgehört, die einfachen Dinge zu spielen“, meinte Wesemann. Die SG glänzte in der Folge nicht mehr großartig, kam aber doch zum laut Wesemann verdienten Sieg: „Dass die Leistung nicht top war, ist wohl auch ganz normal, wenn es für einen um nichts mehr geht.“

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+