Handball-Oberliga A-Junioren Pure Erleichterung bei Grüppenbühren/Bookholzberg

Nach zwei Niederlagen zum Auftakt sicherte sich die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg gegen den MTV Groß Lafferde den ersten Sieg in dieser Spielzeit. Vor allem das Unterzahlspiel in kritischer Phase überzeugte.
04.02.2019, 14:54
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Olaf Kowalzik

Bookholzberg. „Oh, wie ist das schön!“, dröhnte es aus den Boxen am Ammerweg in Bookholzberg. Die Bezeichnung schön traf es jedoch nicht unbedingt. Der 27:21 (11:11)-Heimsieg in der Handball-Oberliga über den MTV Groß Lafferde sorgte bei der männlichen A-Jugend der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg vielmehr für pure Erleichterung. HSG-Trainer Stefan Buß schnaufte kräftig durch, dann klatschte er sich mit seinen strahlenden Spielern ab. Denn die hatten ihren Fehlstart mit dem ersten Oberliga-Sieg beendet und stehen nun bei 2:4 Punkten. „Es war das erwartet schwere Spiel“, erklärte Buß.

Aufspringen, jubeln, die geballten Fäuste in die Luft recken und wieder hinsetzen – am starken Schlussakkord waren die Spieler auf der Reservebank des Bundesliga-Absteigers fast genauso aktiv beteiligt wie die Akteure auf der Platte. Dass die Initialzündung für den Befreiungsschlag ausgerechnet in doppelter Unterzahl gelang, zeugte vom Kampfgeist des Teams. Zunächst netzte aber erst einmal der HSG-Rechtsaußen Sebastian Latz zum 16:15 ein, ehe Niklas Kowalzik und Norman Lachs innerhalb von 13 Sekunden nacheinander auf die Sünderbank mussten (41.).

Wer gedacht hatte, dass sich der MTV Groß Lafferde diese Chance nicht entgehen lassen würde, hatte die Rechnung ohne die Oldenburger Landkreisler gemacht. Denn was die verbliebenen Bennet Krix, Henk Braun, Jona Schultz und Sebastian Latz in der Verteidigung nicht abräumen konnten, stoppte Jan Kinner im Tor. Der nach der Pause eingewechselte Keeper hielt in dieser heiklen Lage direkt einen Strafwurf, „guckte“ einen weiteren neben das Tor und parierte obendrein noch einen Rückraumwurf. Am Ende kam er auf eine Erfolgsquote von 33 Prozent. „Das Einwerfen in der Pause und die späteren Paraden haben mir ein gutes Gefühl gegeben“, erklärte Kinner.

Krix und Schultz bauten die Führung wiederum trotz zweifacher Unterlegenheit im Angriff auf 18:15 aus (42.). Apropos Schultz: Der erste Einsatz des Rückraumschützen seit dessen Erkrankung Anfang Dezember tat dem Bookholzberger Angriff sichtlich gut. Schon sein erster Wurf zum 7:6 saß (19.). „Der hat mir gleich die nötige Sicherheit gegeben und mich motiviert, so weiterzumachen“, verriet der lange Halblinke. „Jona ist für unseren Angriff eine gute Alternative“, lobte sein Trainer.

Die im Laufe des zweiten Durchgangs zurückgezogene 5:1-Deckung gab den Gästen den Rest. In dieser stellte vor allem das Dreieck Kowalzik, Braun und Lachs die Räume für den MTV-Goalgetter Jesper Langeheine (zehn Tore) und dessen Kreisläuferspiel mit einer immer besseren Absprache zusehends dicht. „Es hat nicht alles funktioniert, aber am Ende haben wir uns hinten gegenseitig immer mehr unterstützt“, analysierte Lachs. „Aber die Hauptsache ist ja sowieso, dass wir gewonnen haben“, fuhr er fort.

Die Entscheidung fiel in den finalen vier Minuten, als Lachs (zwei) und Kowalzik die Ballgewinne in der Deckung zu drei Kontertreffern nutzten (26:21/59.). Schultz zog mit seinem siebten Rückraumtor den Schlussstrich unter die unterhaltsame Partie.

Trotz aller Freude hat die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg aber auch noch einige Baustellen abzuarbeiten. „Wir können noch mehr Tempo machen und auch noch mehr aus dem Rückraum werfen“, stellte Buß fest. Insgesamt war er aber mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden: „Diesmal waren wir cleverer und haben verdient gewonnen“, betonte er.

Jetzt, so der Bookholzberger Trainer, müsse sein Team am 16. Februar nachlegen. „Das wird aber gerade in Aurich schwer“, sagte er.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+