Handball Landesliga Raus aus dem Rennen

Thomas Panitz hatte die Partie gegen den VfL Fredenbeck III als eine Art Endspiel um den Titel bezeichnet. Der TSV verlor und muss seine Träume von der Meisterschaft fürs Erste begraben.
04.03.2018, 21:42
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Raus aus dem Rennen
Von Florian Cordes

Das schnelle Spiel nach vorne ist wohl die größte Stärke des TSV Daverden. Doch ausgerechnet am Sonntag im Spitzenspiel gegen den Spitzenreiter VfL Fredenbeck III wollten sowohl die erste Welle als auch die zweite bei den Grün-Weißen nicht ins Rollen kommen. Die Folge: Der TSV verlor sein Heimspiel gegen den VfL mit 23:24 (13:11). Durch die Niederlage muss sich Daverden fürs Erste aus dem Titelrennen der Handball-Landesliga verabschieden. Der Rückstand auf Fredenbeck beträgt acht Spieltage vor Saisonende sechs Punkte.

Sinnbildlich für die Pleite war der letzte Angriff der Gastgeber: 19 Sekunden vor dem Schlusspfiff kamen die Daverdener noch einmal an den Ball. Das Spielgerät wurde schnell nach vorne getragen, bis es bei Henning Meyer ankam. Der sah Benjamin Fleischer, der mutterseelenallein auf der Rechtsaußenposition stand. Der Ball sollte aber nicht bei Fleischer ankommen. Meyer spielte einen Fehlpass, er warf den Ball ins Toraus. Die Partie war gelaufen. Daverden war geschlagen und der Titel ist nun kaum noch zu erreichen. TSV-Coach Thomas Panitz wirkte nach der Partie, die er im Vorfeld als eine Art Endspiel bezeichnet hatte, ein wenig niedergeschlagen. "Das Spiel war eines, das man nicht verlieren muss", ärgerte sich der Coach. "Aber wir machen zu viele einfache Fehler. Wir lassen Fredenbeck dadurch im Spiel. Unser Problem lag diesmal im Angriff. Sinnbildlich war das letzte Ding." Henning Meyer wollte er die Pleite keineswegs ankreiden. Schließlich sei der Ball schon zuvor einige Male unnötig hergegeben worden. "Solche Dinge darf man sich in einem Spitzenspiel einfach nicht erlauben", meinte Thomas Panitz.

60 Minuten auf Augenhöhe

Die Zuschauer in der Langwedeler Schulsporthalle sahen aber nicht nur eine Mannschaft, die Fehler machte. Auch beim amtierenden Meister aus Fredenbeck klappte längst nicht alles. Hinzu kamen dann noch ein paar fragwürdige Entscheidungen der Unparteiischen, sodass sich eine zerfahrene Begegnung entwickelte. Allerdings war es auch eine Begegnung, in der sich beide Teams über 60 Minuten auf Augenhöhe begegneten. Die Führung wechselte stetig, bis sich die Gäste in der Schlussphase einen Zwei-Tore-Vorsprung erspielten – 24:22. Erik Beuße verkürzte 50 Sekunden vor dem Abpfiff. Für mehr sollte es aber nicht mehr reichen, auch weil Meyers Pass nicht bei Fleischer ankommen sollte.

Der Titel, den nach aktuellem Stand der VfL Fredenbeck III und die SG Achim/Baden II unter sich ausmachen dürften, ist für den TSV nun kein Thema mehr. Der Aufstieg allerdings schon. "Denn der dritte Platz dürfte für die Relegation reichen", sagte Thomas Panitz. Um diesen Rang streiten sich die Grün-Weißen jetzt mit dem VfL Horneburg. Auch der aktuelle Dritte patzte an diesem Spieltag. Der VfL verlor mit 30:32 bei der HSG Stuhr. Horneburg steht bei 28:8 Punkten, Daverden bei 26:10. "Zumindest ist Rang drei noch in Reichweite", fand Panitz doch noch etwas Positives.

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