Fußball

6./7. März das nächste Ziel

JFV Bremen und BSV arbeiten unentwegt an ihrem Traum vom Regionalliga-Klassenerhalt
08.01.2021, 16:39
Lesedauer: 4 Min
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Von Jens Pillnick

Bremen-Nord. Es gibt einen neuen Fahrplan für die B-Junioren von JFV Bremen sowie die C-Junioren des Blumenthaler SV, die den Fußballkreis Bremen-Nord in der Regionalliga vertreten. Der Jugendausschuss des Norddeutschen Fußballverbandes hat beschlossen, den Spielbetrieb in seinen Regionalligen bis zum 28. Februar auszusetzen. Die Wiederaufnahme des Spielbetriebs ist somit für das Wochenende 6./7. März vorgesehen. Diese Entscheidung hat der Regionalverband, dem die Landesverbände Niedersachsens, Bremens, Hamburgs und Schleswig-Holsteins untergeordnet sind, bekannt gegeben.

Der angepeilte Start im März ist eine Konsequenz aus der Verlängerung des Lockdowns, der am Dienstag beschlossen wurde. Wegen der langen Pflichtspielpause benötigen die Mannschaften eine mehrwöchige Vorbereitungszeit, bevor sie wieder in den Spielbetrieb starten können. Vor dem 1. Februar können sie das Training allerdings definitiv nicht aufnehmen.

Die B-Junioren von JFV Bremen pausieren seit dem 24. Oktober, damals bestritten sie ihr drittes Saisonspiel gegen Werder Bremen II, das ebenso wie die beiden zuvor gegen den VfL Wolfsburg II (0:2) und den Niendorfer TSV (0:5) mit einer Niederlage endete. Doch aus dem 0:3 gegen Werder II wurde, wie bereits vermeldet, mittlerweile ein 5:0, denn die Grün-Weißen hatten einen nicht spielberechtigten Akteur eingesetzt. Die am grünen Tisch gewonnenen Punkte sorgten dafür, dass das Tabellenbild schlagartig freundlicher aussah. Mit drei Punkten führt der JFV Bremen nämlich jetzt die Gruppe der mit roter Farbe in der Online-Tabelle markierten sechs Abstiegsränge an.

Leistungstest als Jahresabschluss

Dass der Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz viel weiter ist, als es die Tabelle abbildet, weiß Trainer Thorsten Minke nur allzu gut. Doch der Wille von ihm und der Mannschaft, im Kampf um den Klassenerhalt alle Möglichkeiten auszuschöpfen, ist ungebrochen. Online-Fitnesstraining und Laufeinheiten wurden angeboten und abverlangt, mit den Torhütern wurde – wie es die Corona-Einschränkungen zulassen – bis vor Weihnachten regelmäßig individuell trainiert. Zwei Tage vor Silvester bat das Trainerteam schließlich jeweils zwei Spieler im Abstand von 45 Minuten zu einem Leistungstest ins Stadion, um sich ein genaues Bild vom körperlichen Zustand machen zu können. „75 Prozent waren dabei“, erklärte Thorsten Minke.

Mit Ausblick auf dem Start im März soll wieder ein Trainingsrhythmus aufgenommen werden, der an Normalität erinnert. Dienstags, mittwochs und freitags stehen Einheiten auf dem Programm, die in ihrer Ausführung allerdings nur Corona-Normalität beinhalten. Dienstags wird individuell gelaufen, mittwochs gibt es Taktiktraining über Zoom und freitags steht Online-Fitness auf dem Programm. Der Sonntag ist für Taktikschulung einzelner Mannschaftsteile reserviert. Während Elias Schmidt (bis März in Südafrika) und Melvin Stahl, der sich laut Minke aus gesundheitlichen Gründen verabschiedet hat, an der Vorbereitung auf den Re-Start nicht teilnehmen, ist mit Rezan Celik ein Rückkehrer dabei. Celik hatte im Vorjahr im Regionalliga-Kader von Sören Seidel gestanden, dann aber sein Glück beim JFV Nordwest gesucht.

Wie schwierig die Planung der Vereine auf den Re-Start in der Pandemie ist, zeigen zwei Beispiele. Nach der Lockdown-Verlängerung musste das für Januar geplante Trainingslager abgesagt und in den Februar verlegt werden. Zustandekommen weiter fraglich. Und Planungssicherheit für die Fahrten zu den Auswärtsspielen gibt es auch nicht, denn die Busunternehmen hätten ihre Fahrzeuge abgemeldet. Wann die Wiederanmeldung erfolgt? Fraglich.

Gehen die derzeitigen Planungsspiele des Norddeutschen Fußballverbandes auf, dann bestreiten die B-Junioren von JFV Bremen ihr viertes Saisonspiel am Sonntag, 7. März, 15 Uhr, auf eigenem Platz gegen den Hamburger SV. Die letzte Partie würde am Sonnabend, 5. Juni, 14 Uhr, gegen JLZ Emsland im SV Meppen ausgetragen werden.

Am Ball bleiben heißt es seit Wochen auch für die C-Junioren des Blumenthaler SV. Nur zwischen Weihnachten und Neujahr hätte man das Training runtergefahren, so Chefcoach Peter Bailote Penisga. Mit einem Laufplan, einem individuellen Fitnessplan und einem sonnabends per Zoom angebotenes Athletikprogramm bereiten die BSV-Verantwortlichen ihre Spieler auf den Tag X vor, an dem wieder ein Mannschaftstraining mit dem Ball möglich sein wird. Mit Videos, die die sportlichen Aktivitäten der Spieler zeigen, sollen möglichst viele Kadermitglieder zum Mitmachen animiert werden. „Der Großteil schickt Daten“, ist Peter Bailote Penisga mit der Beteiligung einverstanden und spricht ein Lob für den Umgang mit den unfreiwilligen Trainingsstopps aus: „Was die Jungs leisten ist unglaublich.“

St. Pauli wäre erster Gegner

Davon, dass es der Punktspielbetrieb am Wochenende 6./7. März tatsächlich wieder aufgenommen wird, ist Bailote Penisga nicht überzeugt: „Ich hoffe, dass es losgeht. Aber ich glaube nicht daran.“ Eine nochmalige Verschiebung des Re-Starts käme für ihn dem endgültigen Aus dieser Saison gleich. Die Blumenthaler haben in der auf die Hinrunde reduzierten Spielzeit drei Partien absolviert und zählen mit einem Punkt zu den sechs sieglosen Teams der Liga. Die Gegner hießen allerdings auch Werder Bremen, Hannover 96 und VfB Lübeck und sind allesamt in der oberen Tabellenhälfte zu finden. Für den BSV bleiben also in der 18er-Staffel noch 14 Begegnungen, die bis zum 12. Juni ausgetragen sein sollen. Erster Gegner nach der derzeitigen Planung wäre am Sonnabend, 6. März, der FC St. Pauli.

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