Fußball-Landesliga: Obwohl der VfL Wildeshausen mit 2:1 gegen den VfR Voxtrup gewinnt, ist Trainer Marcel Bragula unzufrieden Redebedarf nach desolater erster Hälfte

Wildeshausen. Eigentlich hätte Marcel Bragula allen Grund zur Freude gehabt: Mit dem 2:1 (0:1)-Heimsieg gegen den VfR Voxtrup feierte sein VfL Wildeshausen einen wichtigen Erfolg im Kampf gegen den Abstieg. Doch der VfL-Übungsleiter war mit der Leistung seiner Elf alles andere als zufrieden.
24.04.2017, 00:00
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Von Nico Nadig

Wildeshausen. Eigentlich hätte Marcel Bragula allen Grund zur Freude gehabt: Mit dem 2:1 (0:1)-Heimsieg gegen den VfR Voxtrup feierte sein VfL Wildeshausen einen wichtigen Erfolg im Kampf gegen den Abstieg. Doch der VfL-Übungsleiter war mit der Leistung seiner Elf alles andere als zufrieden. „Bis auf das Ergebnis stimmte bei uns kaum etwas. Wir haben auf jeden Fall Redebedarf“, kündigte er für das nächste Training einige ernste Worte an.

Was dem Übungsleiter so sauer aufstieß? Sein Team erwischte einen vielversprechenden Start und hätte bereits nach wenigen Minuten durch Sascha Goerke in Führung gehen können, doch nach dessen Fehlschuss war die Luft bei den Gastgebern raus. In den restlichen 35 Minuten der Halbzeit sah der VfL-Trainer einen schwachen Auftritt seiner Elf. Er ging dabei sogar noch weiter: „Das war eine unserer schlechtesten Halbzeiten überhaupt. Ich kann das Auftreten meiner Mannschaft nicht nachvollziehen. Völlig unverständlich.“ Und dabei spielte er auch auf das Abwehrverhalten seiner Elf beim Führungstor des VfR Voxtrup an (25.). Seine Spieler monierten zwar, dass der Torschütze Frieder Schröder im Abseits gestanden habe, doch Bragula ließ diese Ausrede kaum gelten. „Ich kann das nicht beurteilen, weil ich zu weit weg stand. In diesem Moment haben wir in der Defensive aber geträumt. Niemand hat den Torschützen attackiert“, bemängelte er.

Immerhin wurde es in der zweiten Halbzeit etwas besser, es schien so, als ob Bragula die richtigen Worte in der Pause gefunden hatte. In der 67. Minute hatte er dann auch Grund zur Freude. Nachdem ein Voxtruper sich den Ball selbst an die Hand geschossen hatte, behielt Jan Lehmkuhl vom Punkt aus die Nerven – das 1:1. Bevor der VfL-Übungsleiter dann sogar noch den Siegtreffer bejubeln konnte, musste er allerdings zittern. Lehmkuhl flog wegen wiederholten Foulspiels mit der Ampelkarte vom Platz (90.), außerdem hatten die Gäste gleich mehrere Chancen, um erneut in Führung zu gehen. Und gerade als es nach einem Remis roch, bescherte Tom Schmidt den Gastgebern nach einem schönen Spielzug doch noch drei Punkte (90.+2). „Das Ergebnis ist wichtig. Die Leistung in der ersten Halbzeit müssen wir aber aufarbeiten. Über einen solch schwachen Auftritt muss geredet werden“, betonte der Trainer.

Schließlich geht es für den VfL Wildeshausen bereits am kommenden Mittwoch weiter. Er gastiert beim SV Hansa Friesoythe, der dem SV Atlas Delmenhorst immerhin ein Remis abgerungen hat. Für Marcel Bragula spielt das Ergebnis aber keine Rolle: „Wir schauen nur auf uns. Außerdem haben wir gegen Atlas 2:1 gewonnen.“

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