Reiten Diederichsmeier-Schwestern ohne Glück

Mylene und Julie Mynou Diederichsmeier haben bei den Urban ClassX vordere Platzierungen verpasst. Bei der kommenden Auflage dürfen neben den Profis auch Amateurreiterinnen und -reiter an den Start gehen.
09.02.2021, 12:56
Lesedauer: 3 Min
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Von Bettina Gnaß

Beim zwölften Turnier der Wüstinger Urban ClassX haben sich Profireiter erstmals in einem besonders hochklassigen Drei-Sterne-S-Springen mit Stechen bewiesen. Neben der rein sportlichen Herausforderung lockte auch ein stattliches Preisgeld insgesamt 42 Teilnehmer am Sonnabendnachmittag nach Wüsting. Auch Julie Mynou Diederichsmeier vom RV Aller-Weser versuchte ihr Glück, wenn auch vergeblich. Ihrer Vereinskameradin Gabriele Heemsoth gelang dagegen der Sieg in der L-Punktespringprüfung mit Joker.

Das mit 10.000 Euro dotierte S***-Springen war die schwerste Prüfung aller bisher bei den Urban ClassX in Wüsting abgehaltenen Wettbewerbe. Dem Sieger winkten stolze 2500 Euro Prämie. Auch die vier folgenden Platzierten durften sich über vierstellige Gewinngelder freuen. Natürlich ging es den Startern wie Julie Mynou Diederichsmeier aber nicht nur um das Finanzielle, sondern auch um den sportlichen Ehrgeiz. Schließlich sind die Möglichkeiten, sich in Turnieren zu messen, dank Corona nach wie vor eher rar gesät. Und so nutzte auch die jüngere der beiden Diederichsmeier-Schwestern die Gunst der Stunde und startete mit Montania W. Allerdings lief es nicht ganz wie erhofft: Die braune Stute riss ein Hindernis, wurde mit vier Fehlerpunkten gestraft und bescherte ihrer Reiterin damit nur den 16. Rang.

Den Sieg im S***-Springen, das wie alle Prüfungen des Sonnabends auch von zu Hause im Livestream verfolgt werden konnte, sicherte sich Dominique Michelle Weber (RFV Ludwigslust) auf Chasseur en blanc. Insgesamt hatten sich vier Reiter nach einer fehlerfreien ersten Runde für das Stechen qualifiziert. Weber blieb auch dort fehlerfrei und ging nach 30,40 Sekunden siegreich aus dem Parcours. Den zweiten Platz holte Tobias Meyer (RUFG Falkenberg) auf Greatest Boy ab vor Maren Hoffmann (Jumping Arena Gadow) auf Goldquelle 2. Als letzte Teilnehmerin des Stechens verließen Paweena Hoppe (RDC Handorf-Langenberg) und Contrendro’s Wilde Hilde 3 die Halle mit acht Fehlern, sodass sie sich mit dem vierten Platz zufriedengeben musste.

Auch der Name Mylene Diederichsmeier war in der ursprünglichen Nennliste des S***-Springens zu finden, doch die ältere der Schwestern zog ihre Teilnahme in diesem Wettbewerb zurück. Zuvor startete die Reiterin des RV Aller-Weser dafür gleich doppelt bei der Zwei-Phasen-Springprüfung-Spezial Kl. S* am Mittag. Auf dem Mecklenburger-Wallach Dacil blieb sie sowohl im ersten Umlauf als auch im Stechen fehlerfrei und durfte sich über Platz zehn der Rangliste freuen. Auch mit ihrem zweiten Pferd, der Springpferd-Stute Nivana 4, standen nach dem ersten Umlauf null Fehler auf der Tafel. Im Stechen verließ sie allerdings das Glück und eine Stange fiel zu Boden. Mit vier Fehlerpunkten langte es am Ende nur für den 38. Rang.

Wie die beiden Diederichsmeier-Schwestern zog es auch ihre Vereinskollegin Gabriele Heemsoth wieder nach Wüsting. Sie hatte sowohl für die Punktespringprüfung Klasse L mit Joker als auch für die M*-Springprüfung am Donnerstag genannt. Im höherklassigen M*-Springen lief es jedoch nicht allzu gut. Mit Cubra Libre 4 schied sie aus und mit Happinez kassierte sie acht Fehlerpunkte, was ihr am Ende Rang 28 bescherte. Dabei hatte der KWPN-Wallach Happinez sich noch ein paar Stunden zuvor von seiner besten Seite präsentiert: In der Punktespringprüfung Kl. L mit Joker überwand er alle Hindernisse problemlos und wurde mit den vollen 77 Punkten belohnt. So schenkte er seiner Reiterin in diesem Wettbewerb den Sieg vor Jaqueline Bührmann (RUFG Falkenberg), die den zweiten und dritten Platz einheimste. Nicht platzieren konnte sich dagegen auch hier Mylene Diederichsmeier auf Makani W: Trotz voller Punktzahl war nur Rang 16 für das Duo drin.

Die Urban-ClassX-Turnierserie geht wie seit November gewohnt gleich am kommenden Wochenende weiter. Nachdem an den vergangenen beiden Terminen der Reihe gemäß behördlicher Anordnung aber nur noch Berufsreiter teilnehmen durften, wird die Nummer 13 wieder für alle Reiter – sowohl Profis als auch Amateure – offenstehen.

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