Basketball-Liga Pro A

Rekordsieg vor Minuskulisse

Die Eisbären Bremerhaven haben sich nach zuvor zwei Niederlagen in Folge eindrucksvoll zurückgemeldet und beim 113:57 gegen Schlusslicht Ehingen vor einer Minuskulisse den höchsten Saisonerfolg gefeiert.
10.03.2020, 21:50
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Rekordsieg vor Minuskulisse
Von Frank Büter

Bremerhaven. Pflichtaufgabe erfüllt: Mit einem 113:57 (53:22) gegen Tabellenschlusslicht Ehingen Urspring sind die Eisbären Bremerhaven in die Erfolgsspur zurückgekehrt und haben mit diesem höchsten Saisonsieg ihren zweiten Platz in der Basketball-Liga Pro A gefestigt. Das Team von Trainer Michael Mai wurde dabei seiner Favoritenrolle eindrucksvoll gerecht und war dem jüngsten Team der Liga in allen Belangen und allen Statistiken deutlich überlegen.

„Es geht um die bestmögliche Ausgangslage für die Playoffs“, hatte Coach Mai vor dem Tip-Off gesagt und von seinen Spielern vollen Einsatz gefordert. Der zweite Rang ist deshalb so wichtig, weil die Eisbären in den Playoffs sowohl im Viertel- als auch in einem möglichen Halbfinale die „Best-of-five“-Serie mit einem Heimspiel eröffnen würden. „Die Intensität hat gestimmt“, lobte Geschäftsführer Nils Ruttmann die engagierte Vorstellung der Eisbären, die auch vor der Minuskulisse von nur 595 Besuchern Vollgas gaben. Der schwache Besuch war nach Ruttmanns Ansicht einmal mehr der Ansetzung an einem Wochentag geschuldet, noch dazu ging es dabei wie schon gegen Schalke oder Karlsruhe ein weiteres Mal gegen ein Kellerkind der Liga, „das sind dann einfach unattraktive Gegner“, sagte Ruttmann.

Der Stimmung im Eisbären-Käfig tat das aber kaum einen Abbruch, „die Kulisse war so laut wie sonst auch, die Stimmung war gut“, sagte Ruttmann. Die Eisbären, die ihre beiden Spiele zuvor gegen Heidelberg und in Karlsruhe verloren hatten, waren noch etwas verhalten in die Partie gestartet. Die Streuung im Abschluss war anfänglich recht groß, die Würfe gerieten zunächst noch zu ungenau. Erst nach dem 13:12 (7. Minute) lief es besser für die Gastgeber. Angetrieben von Kasey Hill und Rohndell Goodwin setzte sich das Heimteam bis zum Ende des ersten Viertels noch auf 27:16 ab.

Damit hatte sich Bremerhaven, das das Hinspiel bereits klar mit 92:70 für sich entschieden hatte, warmgelaufen. Und die Eisbären hatten ganz offensichtlich Spaß daran, an diesem Abend auch Werbung in eigener Sache zu machen – und zwar mit Blick auf das, was nach Beendigung der Hauptrunde, also nach dem 4. April noch kommen soll. Die Konzentration wurde hoch gehalten, das Tempo auch. Bemerkenswert überdies: Coach Mai brachte mit Vincent Friederici (18 Jahre) und Menno Möller (20) bereits im zweiten Viertel zwei U 22-Akteure, das hatte es in dieser Saison so bisher noch nicht gegeben.

Die Korbjagd war also eröffnet. Das junge Gästeteam von Coach Dominik Reinboth, das in den Vorjahren noch wiederholt mit guten Platzierungen überraschen konnte, war komplett überfordert. Ehingen fand vor allem gegen die Würfe aus der Distanz kein Rezept. Die Dreierquote der Eisbären war mit 46 Prozent überdurchschnittlich hoch, 18 von 39 Versuchen fanden ihr Ziel. Kapitän Adrian Breitlauch etwa sorgte mit einem Dreier für Punkt Nummer 50, dem im vergangenen Sommer vom Regionalligisten DBV Charlottenburg Berlin geholten Friederici war es vorbehalten, das Ergebnis mit einem Dreier zum 101:43 auf dreistellig zu stellen.

Eisbären: Braun (12), Hill (12), Möller, Canty (8), Breitlauch (15), Clay (6), Heiken, Theis (16), Goodwin (18), Friederici (7), Vorhees (19).

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+