Notelf des TSV Lesum-Burgdamm gibt in der Nachspielzeit eine 3:1-Führung gegen Sebaldsbrück ab Remis fühlt sich wie eine Niederlage an

Lesum. Wäre Frank Dahlenberg, dem Trainer des Fußball-Landesligisten TSV Lesum-Burgdamm, vor dem Heimspiel gegen den ATSV Sebaldsbrück ein Punkt angeboten worden - er hätte eingewilligt. Beim Abpfiff trauerte er mit seiner Spielern nach dem 3:3 (1:0) wegen zweier verschenkter Zähler um die Wette.
05.03.2012, 05:00
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Von Jens Pillnick

Lesum. Wäre Frank Dahlenberg, dem Trainer des Fußball-Landesligisten TSV Lesum-Burgdamm, vor dem Heimspiel gegen den ATSV Sebaldsbrück ein Punkt angeboten worden - er hätte eingewilligt. Beim Abpfiff trauerte er mit seiner Spielern nach dem 3:3 (1:0) wegen zweier verschenkter Zähler um die Wette.

"Wenn man in der 90. Minute 3:1 führt, dann muss man drei Punkte mitnehmen, muss sie retten", erklärte Dahlenberg, der mit einer Notelf ("In Summe musste ich neun Spieler ersetzen") quasi zwangsläufig auf ein ungewohntes 3/3/3/1-System setzte. "Am Ende waren wir mit den Kräften am Ende. Ich kann niemandem einen Vorwurf machen", nahm Dahlenberg seine enttäuschten Spieler nach dem Schlusspfiff in Schutz.

Dieses letzte und am Ende völlig ausgepowerte Aufgebot verkaufte sich über weite Strecken richtig gut. Ein Freistoßtreffer von Patrick Schröder mit dem Pausenpfiff sorgte dafür, dass die Nordbremer mit Rückenwind aus der Pause kamen und prompt nachlegten. Nach Foul an Fikri Cam verwerte Vinzenz van Koll den fälligen Foulelfmeter zum 2:0 (67.). Das postwendende 1:2 (69.) beantwortete Lesum mit dem 3:1 von Saman Kaveh (82.) - alles schien gut für die abstiegsbedrohten Platzherren.

Dass die Partie in den nächsten Minuten dahin plätscherte störte Frank Dahlenberg verständlicherweise nicht sonderlich. Doch dann bekamen die Sebaldsbrücker doch noch das, was die Lesumer kurz vor der Pause erhalten hatten: Rückenwind. Zu Beginn der Nachspielzeit fiel das 2:3, Vinzenz van Koll sah die Ampelkarte, und der TSV Lesum-Burgdamm ließ in der Folge die nötige Cleverness und Ordnung vermissen. Während die Gäste wenig später das 3:3 bejubelten, schlichen die diesmal im Ihletal spielenden Heidberger mit gesenkten Köpfen vom Kunstrasenplatz.

Ganz objektiv hatte Frank Dahlenberg ein "gutes und unterhaltsames Landesligaspiel" gesehen, doch weder ihm noch den Akteuren des Gastgebers half das weiter. "Die Spieler haben das 3:3 wie eine Niederlage aufgefasst", wusste der Coach, der in dieser Trainingswoche vor der Begegnung beim TSV Grolland auch psychologische Aufbauarbeit leisten muss.

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