20 000 Euro Minus im Sportjahr 2014 Rennverein reduziert Verlust

Bremen. Wenn Karfreitag die Saison auf der Bremer Galopprennbahn eröffnet wird, ist Tonya Rogge exakt zwei Monate im Amt. Nach sehr arbeitsintensiven Wochen fiebert die neue Präsidentin des Bremer Rennvereins nun dem Aufgalopp, der ersten von sechs Veranstaltungen im Jahr 2015, entgegen.
31.03.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Rennverein reduziert Verlust
Von Frank Büter

Wenn Karfreitag die Saison auf der Bremer Galopprennbahn eröffnet wird, ist Tonya Rogge exakt zwei Monate im Amt. Nach sehr arbeitsintensiven Wochen fiebert die neue Präsidentin des Bremer Rennvereins nun dem Aufgalopp, der ersten von sechs Veranstaltungen im Jahr 2015, entgegen. Neun Rennen mit insgesamt 90 Nennungen stehen an diesem Freitag ab 11.45 Uhr auf dem Programm, darunter um 16 Uhr nach mehr als zwei Jahren Pause wieder ein Hindernisrennen (siehe auch neben stehenden Bericht). „Wir gehen voller Elan in diesen ersten Renntag“, sagt Tonya Rogge. „Und ich freue mich schon jetzt darauf, das erste Pferd auf der Zielgeraden zu sehen.“

Der Rennverein selbst befindet sich nach finanziell schwierigen Jahren mit einem Minus von bis zu 350 000 Euro pro Saison und dem Wegfall der Subventionen durch die Stadt Bremen noch nicht auf der Zielgeraden. Der Weg der Konsolidierung bis hin zur angestrebten „Schwarzen Null“ sei noch lang, sagt Rogge. Immerhin habe man den Verlust im Sportjahr 2014 durch interne Umstrukturierungen auf 20 000 Euro reduzieren können. „Wenn es ein Marathonlauf wäre, dann befänden wir uns jetzt bei Kilometer zehn“, sagt Vizepräsident Daniel Krüger. „Aber wir sind ganz gut in der Zeit“, merkt Pressesprecher Frank Lenk an, lächelt und verweist auf erste Erfolge im Bereich des Sponsorings. So habe man beispielsweise das Atlantic Hotel, Mercedes und auch die Deutsche Bahn für Partnerschaften in verschiedenen Bereichen gewinnen können. Lenk: „Es geht in die richtige Richtung, aber so etwas braucht halt auch Zeit.“

Um bereits im Jahr 2015 einen Gewinn zu erzielen – „das wäre der ideale Fall“, so Rogge –, setzt der Rennverein auf sein geändertes Marketingkonzept. „Wir möchten uns noch mehr als Bahn für die gesamte Familie positionieren“, betont die Präsidentin. So haben Kinder bis einschließlich 14 Jahren weiter freien Eintritt, zudem wird den jüngeren Gästen ein buntes Rahmenprogramm mit Ponyreiten, Karussell und Animations-Clown geboten. Der Eintrittspreis beträgt wie im Vorjahr 9,50 Euro (inklusive Tribüne und Programmheft).

„Es gibt viele Ideen, an deren Umsetzung wir arbeiten – auch abseits der Rennveranstaltungen und auch schon mit Blick auf 2016“, erläutert Tonya Rogge. Der Verein sei bemüht, etwa durch Public Viewing, Flohmärkte oder ein Jazz-Festival für eine größere Auslastung der Anlage zu sorgen, um weitere Einnahmequellen zu erschließen. „Aber wir können auch nicht alles machen“, sagt Frank Lenk. „Es muss auch hierher auf die Anlage passen.“

Aber auch im sportlichen Bereich ist offenbar noch Luft nach oben. „Sechs Renntage im Jahr sind für eine tolle Anlage wie unsere eigentlich zu wenig“, sagt Daniel Krüger. „Wir arbeiten daran, die Pause zwischen Ende Juni und Oktober zu verkürzen, zumindest einen weiteren Renntag anzubieten und dadurch noch mehr Zuschauer anzulocken.“

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