Ski Riesch, Neuner & Co.: Glänzen wie bei Olympia

Ingolstadt. - Die Verbandsoberen wollen um eine neue Sponsoring-Regelung kämpfen - Maria Riesch, Magdalena Neuner & Co. wie im Olympiajahr um Siege.
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Ingolstadt. - Die Verbandsoberen wollen um eine neue Sponsoring-Regelung kämpfen - Maria Riesch, Magdalena Neuner & Co. wie im Olympiajahr um Siege.

Nach den 15 Podestplätzen des Deutschen Skiverbandes (DSV) in Vancouver mit sechsmal Gold soll in der nach-olympischen Saison eine ähnliche Medaillen-Bilanz erreicht werden. «Bei den anstehenden Weltmeisterschaften wollen wir wieder die Größenordnung 15 plus X erreichen», sagte Verbands-Präsident Alfons Hörmann bei der Einkleidung seiner Athleten in Ingolstadt.

Zwar wird auf die Gesamtzahl der Edelmetall-Ausbeute bei den Titelkämpfen von Alpinen, Biathleten oder Nordischen geachtet, jedoch ist sie nicht allein entscheidend. «Wichtig ist auch die Verteilung über die Disziplinen», betonte Hörmann. Bei Olympia in Kanada waren die lange gescholtenen Alpinen mit allein dreimal Gold durch Riesch und Viktoria Rebensburg die erfolgreichsten Ski-Sportler. 

Auch in diesem Jahr kommt auf die Skirennfahrer eine besonders wichtige Aufgabe zu: Die Heim-WM in Garmisch-Partenkirchen in gut 100 Tagen hat für den Verband einen hohen Stellenwert. Denn eine gelungene WM sei wichtig für den Skisport in der öffentlichen Wahrnehmung, sagte Hörmann, «und eine gute WM kann eine wichtige Visitenkarte für die Olympia-Bewerbung 2018 sein».

Sportlich waren der Rückblick auf den Olympia-Winter sowie der Ausblick auf die neue Saison im Audi Forum in Ingolstadt positiv. Dagegen ärgert sich der DSV weiter über die Sponsoring- Einschränkungen für ARD und ZDF. «Man muss es im Moment akzeptieren, dauerhaft kann man es aber nicht. Man muss nach der Entscheidung dran bleiben und versuchen, diese Ungleichbehandlung zu beheben», sagte Hörmann.

Die Änderung im Rundfunkstaatsvertrag soll ab 1. Januar 2013 greifen. Sie sieht werktags nach 20.00 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen ein generelles Sponsoring-Verbot vor. Derzeit werden sonntags vor allem die mehrstündigen Wintersport-Übertragungen durch Produkthinweise unterstützt. Ausgenommen vom Sponsoring-Verbot sind Großereignisse wie Olympische Spiele, Fußball-WM und EM oder Pflicht-Länderspiele des DFB-Teams; nicht aber zum Beispiel eine Ski-WM.

Letztlich würden gesunkene Einnahmen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens die Sportverbände treffen - und das könnte auch dem selbstfinanzierten Skiverband mit seinem etwa 25 Millionen Euro großen Etat wehtun. Die Aufteilung dieser Summer ist in der nach-olympischen Saison nach Verbands-Angeben in etwa gleich geblieben.

Junge oder kleine DSV-Sparten wie Skicross oder Buckelpisten- Freestyle dürfen sich aber künftig auf mehr Förderung freuen. «Jede Disziplin muss das haben, was sie braucht, um Weltspitzenleistungen zu bringen», sagte Generalsekretär Thomas Pfüller. Für die «jungen Sportarten» wurde ein Konzept aufgelegt, das bald bekanntgemacht werden soll. «Zielgerichtet auf Sotschi 2014 ist es unser Streben, diese Sportarten voranzubringen, weil sie bei Großereignissen wie Olympischen Spielen die mediale Aufmerksamkeit auf sich ziehen», sagte Pfüller. (dpa)

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