Fußball-Kreisliga Rot-Weiß Hürriyet ärgert Atlas

Delmenhorst. Es bleibt dabei: Gegen Rot-Weiß Hürriyet tut sich der SV Atlas Delmenhorst schwer. Nach drei Siegen zum Auftakt musste sich der Titelfavorit gegen den Stadtrivalen mit einem 2:2 (1:0) begnügen.
19.08.2013, 05:00
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Rot-Weiß Hürriyet ärgert Atlas
Von Christoph Bähr

Delmenhorst. Es bleibt dabei: Gegen Rot-Weiß Hürriyet tut sich der SV Atlas Delmenhorst schwer. Nach drei Siegen zum Auftakt musste sich der Titelfavorit gegen den Stadtrivalen gestern mit einem 2:2 (1:0) begnügen. Das Spiel dauerte bis spät in den Abend, denn wegen einer schweren Verletzung von Atlas-Spieler Dariusch Azadzoy kam der Krankenwagen.

Als es zu Beginn der zweiten Halbzeit in Sturzbächen regnete, war Willensstärke gefragt. Die rund 600 Zuschauer im Stadion an der Düsternortstraße holten schnell ihre Regenschirme oder verkrochen sich unter das Tribünendach. Nur Chawkat El-Hourani, der Trainer von Rot-Weiß Hürriyet, und Jürgen Hahn, sein Gegenüber beim SV Atlas Delmenhorst, harrten ohne Regenjacke an der Seitenlinie aus, bis ihre Jogginganzüge vor Nässe trieften. Das Duell der Willensstärke endete also unentschieden, genauso wie das Spiel: Hürriyet und Atlas trennten sich gestern 2:2 (1:0).

Überschattet wurde die Partie von einer schweren Verletzung des Atlas-Mittelfeldspielers Dariusch Azadzoy, der mit Verdacht auf Wadenbeinbruch vom Krankenwagen abgeholt wurde. Nach seiner Einwechslung in der 26. Minute zog sich Azadzoy die Verletzung nur neun Minuten später bei einem Pressschlag mit Hürriyets Dennis Rülling zu. Die Partie war anschließend rund 20 Minuten lang unterbrochen. Zu dem Zeitpunkt führte Hürriyet bereits mit 1:0. Atlas-Verteidiger Florian Knipping hatte sich in der eigenen Hälfte einen katastrophalen Ballverlust erlaubt, den Adrian Mazur clever ausnutzte (24.). "Das war unnötig. Wir haben von Anfang an keine Ruhe in unser Spiel bekommen", bemängelte Atlas-Trainer Jürgen Hahn. Nach der langen Verletzungspause kamen die Blau-Gelben besser in Tritt: Torjäger Dominik Entelmann köpfte an die Latte (36.).

El-Hourani kritisiert Schiedsrichter

In der zweiten Hälfte machte der SV Atlas weiter Druck. Nach einer Flanke in den Hürriyet-Strafraum wurde es unübersichtlich, und Schiedsrichter Tim Otten (SF Littel) entschied auf Elfmeter. Fadil Kasapi sollte Eduard Scharf festgehalten haben. Den Strafstoß verwandelte Entelmann zum 1:1 (55.). Diese Szene brachte Hürriyet-Coach Chawkat El-Hourani noch nach dem Abpfiff zum Schäumen: "Warum gibt er den Elfmeter? In allen engen Situationen hat der Schiri für Atlas gepfiffen."

Die Rot-Weißen ließen sich durch den Ausgleich kurzzeitig aus dem Konzept bringen. Zwar scheiterte Ahmet Skeiki freistehend an Atlas-Torhüter Marc Ibrahim (63.), der den erkrankten David Lohmann ersetzte, doch danach drängten die Blau-Gelben auf die Führung. Marc Pawletta lupfte am Tor vorbei (65.) und zwang kurz darauf Hürriyet-Keeper Dennis Bal zu einer Glanzparade (66.). Auch Kevin Radkes Schuss parierte der nicht immer sichere Schlussmann (70.). Dass dem SV Atlas doch noch der Führungstreffer gelang, lag an Torjäger Dominik Entelmann, dem David Bal 90 Minuten lang wie ein Schatten folgte. Der Rot-Weiß-Verteidiger löste seine Aufgabe insgesamt gut, doch ganz ausschalten lässt sich Entelmann eben nicht. Nach einer Freistoßflanke von Daniel von Seggern nahm der Stürmer den Ball im Strafraum an, drehte sich blitzschnell und schoss trocken zum 2:1 ein (74.). "Danach hätten wir das Spiel gewinnen müssen", fand Hahn.

Das Hürriyet-Team, das den SV Atlas in der vergangenen Saison zwei Mal besiegte, gab sich jedoch nicht auf und hatte in der Schlussviertelstunde seine stärkste Phase. Ein abgefälschter Flachschuss von Skeiki aus rund 20 Metern wurde auf dem nassen Rasen immer schneller und schlug im Tor ein – 2:2 (76.). Danach hätte der Rot-Weiß-Angreifer sogar zwei Mal den Siegtreffer erzielen können, doch zunächst zielte Skeiki am langen Eck vorbei (87.), dann ging sein abgefälschter Freistoß knapp daneben (90.). Atlas war zuvor durch Pawletta die vermeintliche 3:2-Führung gelungen, doch der Schiedsrichterassistent hatte den Ball bei der vorherigen von-Seggern-Flanke im Aus gesehen (83.).

Durch das Remis mussten die Blau-Gelben die Tabellenführung vorerst an den SV Achternmeer abgeben. Zufrieden war Jürgen Hahn mit dem Ergebnis daher nicht: "Es ist gut, dass wir weiter unbezwungen sind, aber es sind zwei verlorene Punkte."

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