MTV Bokel peilt den Landesligaaufstieg an Runderneuert zum Meistertitel

Bokel. Marko Rebien ist der MTV Bokel. Und umgekehrt. So verwundert es kaum, dass der Coach nach seiner Rückkehr in Bokel eine große Euphorie ausgelöst hat. Im Schlepptau des Coaches fanden drei ehemalige Oberligaspieler des SV Blau-Weiß Bornreihe den Weg nach Bokel.
29.07.2010, 23:50
Lesedauer: 3 Min
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Runderneuert zum Meistertitel
Von Werner Maaß

Bokel. Marko Rebien ist der MTV Bokel. Und umgekehrt. Das war so, das ist so und das wird bis auf weiteres auch so bleiben. So verwundert es kaum, dass der Coach nach seiner Rückkehr in Bokel eine Euphorie ausgelöst hat, die ihresgleichen sucht. Im Schlepptau des Coaches fanden drei ehemalige Oberligaspieler des SV Blau-Weiß Bornreihe den Weg nach Bokel, so kann es für den vor allem in der Offensive deutlich aufgepeppten Kader nur ein Ziel geben: den Aufstieg in die Landesliga.

Damit ergibt sich eine Konstellation, die so richtig Lust macht auf die Saison in der Bezirksliga 4: Vom Bokeler Bätjerplatz zum Platz an der Blumenstraße sind es gerade einmal elf Kilometer. An der Blumenstraße ist der FC Hagen/Uthlede heimisch, und jener FC Hagen/Uthlede strebt ebenfalls die Landesliga an. Das garantiert Spannung und Gesprächsstoff. Vor allem aber zwei Derbys zweier ambitionierten Lokalrivalen, denen in der Region schon jetzt alle entgegenfiebern. Das erste Derby steigt gleich am ersten Spieltag am 7. August in Bokel. Es wäre keine Überraschung, wenn rund 500 Zuschauer kämen.

Die Zielsetzung gleich, doch beide Clubs beschreiten grundverschiedene Wege: Hagen/Uthlede setzte auf eine junge und eingespielte Mannschaft mit wenigen Veränderungen im Kader, der MTV Bokel hingegen startet mit einem komplett runderneuerten Team mit neun Zugängen samt neuem Trainergespann in die Saison.

Der Qualitätsgewinn vor allem in der Offensive ist immens. Trainer Marko Rebien hat im Angriff eine Formation beisammen, nach der sich so mancher Landesligist die Finger lecken würde. Waldemar Hamburg kommt mit der Empfehlung von 20 Toren im Dress des SV BW Bornreihe in der Oberliga in nur einer Halbserie. Zuletzt war es um den 23-Jährigen allerdings ruhiger geworden, die sechsmonatige Stippvisite beim TuS Heeslingen war nicht wirklich erfolgreich. Rebien nimmt seinen ehemaligen Schützling aus gemeinsamen Bornreiher Zeiten sogleich in die Pflicht: 'Waldi muss den Hebel wieder umlegen. Es muss einfach sein Anspruch sein, einer der überragenden Stürmer der Liga zu sein, so kann er sich auch wieder für andere Vereine interessant machen.'

Mit Oliver Fröhlich wechselt ein völlig anderer Stürmertyp von Bornreihe nach Bokel. 'Oliver ist kein Mann, dem man den Ball steil in die Gasse spielen muss. Er ist ein super Kopfballspieler und hat einen guten Schuss. Er muss mit Flanken gefüttert werden', sagte Rebien.

Der dritte neue Angreifer ist in Bokel nicht wirklich neu: Andreas Boger hatte sich schon bei seinem vorigen Gastspiel am Bätjerplatz als treffsicher erwiesen. Drei Topstürmer für nur zwei Plätze im Angriff, das hört sich nach einem Luxusproblem für Rebien an. Doch der antwortete nur: 'Als Trainer kann ich nur sagen, bitte mehr von diesen Problemen.'

Die Goalgetter wollen gefüttert werden, so wurde auch die Kreativzentrale neu besetzt. Dabei ersetzt ein Ex-Bornreiher einen Ex-Bornreiher: Marcel Baake (33) beerbt den MTV-Spielertrainer Christian Hasloop, der beim Bremen-Ligisten OSC Bremerhaven anheuerte. Rebien hält riesige Stücke auf Baake - wenn er denn fit ist. 'Im Moment ist Matze bei 50 Prozent. Wenn er bei 80 Prozent ist, dann ist er einer der Topspieler der Liga', sagte Rebien.

Mit herzerfrischendem Offensivfußball (Rebien: 'Ich gewinne auch gerne 6:4') soll der Heimspielphobie der vorigen Saison begegnet werden, als der Bätjerplatz für die Gäste ein Selbstbedienungsladen war. 'Wir wollen den Bätjerplatz wieder zu einer Festung machen', sagte Rebien. Den so leidgeprüften heimischen Fans dürfte er damit aus der Seele gesprochen haben.

Rebien verbreitet Aufbruchstimmung in der Mannschaft, im Umfeld, im gesamten Verein. So wischt er die Bedenken, die allzu große Erwartungshaltung und der Druck könnten das Team vielleicht sogar lähmen, einfach vom Tisch. 'Erstens ist Druck aus meiner Sicht völlig in Ordnung. Und zweitens ist das positiver Druck. Wir wollen doch diesen Druck. Was gibt es schöneres als ein Spiel gegen Hagen vor 500 Zuschauern?', sprach Rebien, ehe er philosophisch wurde: 'Je größer die Herausforderung, desto lohnender der Sieg.'

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