Beachhandball-EM: Waterboys Siebter, Bumblebee Sechster Russische Riesen eine Nummer zu groß

Wildeshausen·Neerstedt. Es war das letzte Turnier für Wolfgang Sasse als Trainer der Waterboys Neerstedt. Und nur allzu gerne hätten die Beachhandballer dem Wildeshauser den Sieg bei der Europameisterschaft der besten Vereinsmannschaften im spanischen Fuengirola geschenkt. Eine zu kurze Vorbereitungszeit und Verletzungspech ließen dieses Vorhaben jedoch scheitern: Der Vorjahresfinalist kam nur auf Rang sieben. Etwas besser lief es bei den Frauen von Bumblebee Wildeshausen, die Platz sechs belegten.
11.06.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Russische Riesen eine Nummer zu groß
Von Christoph Bähr

Wildeshausen·Neerstedt. Es war das letzte Turnier für Wolfgang Sasse als Trainer der Waterboys Neerstedt. Und nur allzu gerne hätten die Beachhandballer dem Wildeshauser den Sieg bei der Europameisterschaft der besten Vereinsmannschaften im spanischen Fuengirola geschenkt. Eine zu kurze Vorbereitungszeit und Verletzungspech ließen dieses Vorhaben jedoch scheitern: Der Vorjahresfinalist kam nur auf Rang sieben. Etwas besser lief es bei den Frauen von Bumblebee Wildeshausen, die Platz sechs belegten.

Trotzdem war Wolfgang Sasse, der Vorsitzende des Beachsportvereins Nord-West (BSV), zufrieden mit dem Abschneiden der beiden Mannschaften. "Die Ergebnisse täuschen. Obwohl aufgrund des Terminplans kaum Zeit für die Vorbereitung war, haben sich unsere Teams gut verkauft." Schon die Qualifikation für die EM sei als großer Erfolg zu werten, denn sowohl die Waterboys als auch Bumblebee schafften diese als Erste der deutschen Rangliste, betonte Sasse, der nun etwas kürzer treten will. "Dass ich den Trainerposten abgebe, war schon länger geplant. Als BSV-Vorsitzender bleibe ich dem Beachhandball aber erhalten", erklärte er. Sein Nachfolger als Waterboys-Trainer wird Tim Schulenberg.

Im andalusischen Fuengirola mussten Sasse und die Waterboys mit einigen Widrigkeiten kämpfen. Die Mannschaft konnte im Vorfeld nur viermal zusammen trainieren und der zentrale Abwehrmann Malte Grotelüschen musste verletzt passen. Im ersten EM-Spiel gegen den russischen Meister BHC Ekaterinodar war Marcel Kasper zwar zunächst ein guter Vertreter, verletzte sich dann aber. "Da stand es noch 10:10 im ersten Satz. Danach war für uns nichts mehr zu holen", sagte Sasse. Die Russen spielten ihre körperliche Überlegenheit fortan aus (Sasse: "Das waren Riesen."), und die Waterboys unterlagen mit 0:2. In der zweiten Partie gegen die Beachstars Budapest rückte Spielmacher Tim Schulenberg in die Abwehrmitte. "Er kann das Spiel lesen und hat das gut gemacht", lobte Sasse. Dennoch verloren die Neerstedter gegen die Ungarn mit 1:2 nach Penaltywerfen. Auch gegen CP Zagreb setzte es eine 1:2-Niederlage. Immerhin gewannen die Waterboys das Spiel um Platz sieben noch mit 2:1 gegen BHT Inowroclaw aus

Polen.

Traumstart ins Turnier

Wie die Waterboys mussten auch die Frauen von Bumblebee Wildeshausen nach einer kurzen Vorbereitung bei der EM antreten. "Die Mannschaft ist aber seit Jahren eingespielt", sagte Sasse. Folglich hatten die von Anton Hollander betreuten Wildeshauserinnen in Spanien auch keine Startprobleme und bezwangen im ersten Spiel den Titelverteidiger "Playadettes & Playacanteras" aus der Schweiz mit 2:0. "Ein traumhafter Auftakt. Im Vorjahr haben wir gegen die verloren", freute sich Sasse. Die Gegner stellten sich jedoch danach besser auf ihre deutschen Gegenspielerinnen ein. "Andere Teams arbeiten da viel professioneller und setzen Videoanalysen ein", berichtete Sasse. Das Ergebnis war im zweiten Spiel zu sehen: Die Gegnerinnen von AWF Wrozlaw aus Polen ließen kaum Tore der Wildeshauserinnen zu und siegten mit 2:0. Da Bumblebee dann auch gegen DYE Malaga mit 0:2 unterlag, reichte es nur für das Spiel um Platz fünf. Hier gab es eine Niederlage gegen die griechische Mannschaft Avant

Garde.

Wolfgang Sasse hat die EM-Ergebnisse inzwischen aber längst abgehakt. Er konzentriert sich bereits voll auf die nächsten Großveranstaltungen: An diesem Wochenende sind Waterboys und Bumblebee beim Beachhandball-Cup in Dangast dabei. Am 2. Juli starten sie beim hochkarätig besetzten Beachhandball-Masters an der Waterfront in Bremen.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+