Radpolo-Niedersachsenpokal RV Etelsen gelingt erfolgreiche Titelverteidigung

Etelsen. Der RV Etelsen knüpft da an, wo er vor der Sommerpause aufgehört hat. Beim Niedersachsenpokal setzten sich Anika Müller und Claudia Liesau am vergangenen Wochenende mit sechs glatten Siegen in sechs Spielen unangefochten durch.
30.08.2011, 05:00
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Von Michael Schön

Etelsen. Der RV Etelsen knüpft da an, wo er vor der Sommerpause aufgehört hat. Beim Niedersachsenpokal, für den der Bundesligist anlässlich der Feierlichkeiten zu seinem 50-jährigen Bestehen die Gastgeberrolle übertragen bekommen hatte, setzten sich Anika Müller und Claudia Liesau am vergangenen Wochenende mit sechs glatten Siegen in sechs Spielen unangefochten durch.

"Damit war nicht unbedingt zu rechnen. Wir haben jetzt eine tolle Ausgangsposition für die kommenden Aufgaben", strahlte Trainerin Sabine Müller. Der Tabellenführer der Bundesliga präsentierte sich trotz schwieriger Bedingungen in der kurzen Vorbereitung - eingeschränkte Trainingsmöglichkeiten aufgrund der Auflösung der zweiten Mannschaft - in glänzender Verfassung und trumpfte besonders gegen die starken Mannschaften des RSV Frellstedt und des RVS Obernfeld groß auf, die zu den Etelser Hauptkontrahenten in der Endrunde der Deutschen Meisterschaften im Oktober in Erfurt zählen werden.

Die Begegnung mit RVS Obernfeld I kontrollierten Liesau/Müller souveräner, als es das Endergebnis von 6:4 vermuten lässt, und den RSV Frellstedt I wiesen die Platzherrinnen mit einem 6:3 noch deutlicher in die Schranken. Sabine Müller war besonders von der gegen die Mannschaft aus dem Eichsfeld gezeigten Leistung angetan. "Da haben wir wirklich von A bis Z mit höchster Konzentration agiert!"

Gelungener Auftakt

Wenn der Etelser Triumph so nicht unbedingt zu erwarten war, so lag das vor allem daran, dass Anika Müller noch immer unter den Folgen ihrer Fußoperation leidet. "Zum Glück war die Verletzung so weit verheilt, dass sie mit einem Tapeverband aufs Rad konnte. Radfahren geht im Moment ja besser als Laufen", berichtete die Mutter und Trainerin der Spielerin, Sabine Müller. Ein Wechsel des Verbandes im Verlauf des Turniers war freilich nicht möglich. Sabine Müller: "Dann hätten wir den Schuh wegen der Schwellung niemals wieder über den Fuß bekommen."

Mit ihrer neuen - ein Jahrzehnt jüngeren - Partnerin Claudia Liesau, die Anfang des Jahres die Nachfolge Jennifer Knockes angetreten hatte, konnte sich Anika Müller über einen gelungenen Auftakt freuen. Der RSV Frellstedt IV, der mit den U19-Jugendlichen Isabel Grabenhorst und Theresa Sielemann angetreten war, hatte in jeder Beziehung klare Nachteile, doch Sabine Müller war trotzdem sehr erleichtert, als der 7:4-Erfolg unter Dach und Fach war. "Das sind immer die Aufgaben, die man unterschätzt. Auch wenn man die besten Vorsätze hat, spielt einem das Unterbewusstsein einen Streich."

Eine vergleichbare Ausgangsposition stellte sich für Müller/Liesau vor dem Match gegen Obernfeld II dar. Victora Morick und Luisa Artmann hatten nicht die Spur einer Chance und waren schließlich mit der deftigen 6:0-Packung noch gut bedient.

Ähnlich verhielt es sich mit dem RSV Frellstedt III. Die aus der Region Helmstedt angereisten Gäste hatten ebenfalls die Möglichkeit gernutzt, ihre Juniorinnen in einem hochkarätig besetzten Wettbewerb zu erproben und wurden von der Heimmannschaft prompt mit einem glatten 9:3 abgefertigt.

Noch deutlicher, mit 9:2 nämlich, behielt der Bundesliga-Tabellenführer gegen Frellstedt II die Oberhand. Sabine Müller war's zufrieden: "Wir haben jetzt ein wenig Luft bis zur DM und zum Deutschland-Pokal und können in Ruhe auf die nächsten Ziele hinarbeiten."

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