Dressurreiten Saisonende mit Sahnehäubchen

Sottrum/Frankfurt am Main. Nadine Husenbeth ist nicht zu bremsen. Die 21-Jährige startete am vierten Adventswochenende beim Festhallen-Reitturnier in Frankfurt/Main - und wurde Zweite.
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Saisonende mit Sahnehäubchen
Von Catrin Frerichs

Nadine Husenbeth ist nicht zu bremsen. Im November noch Gewinnerin des Piaff-Förderpreises für den Dressurreiternachwuchs, startete die 21-Jährige am vierten Adventswochenende beim Festhallen-Reitturnier in Frankfurt/Main. Dort musste sie sich mit den besten ihrer Zunft messen. Sie wurde Zweite – hinter der deutschen Dressurreiterin Isabell Werth.

Für Nadine Husenbeth kam die Bescherung schon vier Tage vor Heiligabend. Beim Festhallen-Reitturnier in Frankfurt belegte die 21-Jährige im Grand Prix Special einen sensationellen zweiten Platz. „Das ist das schönste Weihnachtsgeschenk“, sagt die Dressurreiterin aus Sottrum, die nach der Prüfung Freudentränen vergoss. Mit einem Ergebnis von 70,583 Prozentpunkten trennten sie noch knapp acht Prozentpunkte von der erstplatzierten Isabell Werth (78,458). Die 44-Jährige war mit der neunjährigen Nachwuchsstute Bella Rose vor weihnachtlich geschmückter Kulisse und viel Publikum eine sehr sichere Prüfung geritten. Dritter wurde der Bad Homburger Thomas Wagner auf Very Keen (70,042).

Im November hatte Nadine Husenbeth das Finale des Piaff-Förderpreises, einer Turnierserie für Reiter unter 25 Jahren, in Stuttgart gewonnen. Der Preis genießt einen hohen Stellenwert. Daraufhin hatte Bundestrainerin Monica Theodorescu Husenbeth für das Festhallen-Reitturnier in Frankfurt nominiert. „Ich war schon glücklich, dass ich überhaupt nominiert wurde“, betont Nadine Husenbeth.

Dass sie so gut in Frankfurt abschneiden würde, hätte die Dressurreiterin selbst nicht gedacht. „Eigentlich war mir klar, dass ich das Turnier nicht gewinnen kann.“ Es sei ihr aber wichtig gewesen, ihre Möglichkeiten richtig einzuschätzen. „Nun bin ich sehr glücklich, dass ich das Vertrauen meiner Bundestrainerin erfüllen konnte“, sagt sie. Noch nie sei sie gegen derart starke Konkurrenz angetreten. „Es ist gut zu wissen, wo man im internationalen Vergleich steht.“

Es sieht ganz so aus, als müsste sich die junge Frau langsam genau daran gewöhnen. Denn die besten drei Grand-Prix-Special-Reiter haben sich in Frankfurt ebenfalls für das „Meggle-Championat“ im März kommenden Jahres in der Dortmunder Westfalenhalle qualifiziert. Beim Finale dieser internationalen Dressurserie werden maximal 36 Reiterinnen und Reiter startberechtigt sein. Das bedeutet: reiten auf höchstem Niveau. Da Isabell Werth bereits eine Nominierung für Dortmund hat, reiten neben Nadine Husenbeth nicht nur der Frankfurter drittplatzierte Thomas Wagner mit, sondern auch die Vierte, Renate Vogelsang.

Im kommenden Jahr stehen für Nadine Husenbeth weitere wichtige Termine an. Sie ist Mitglied der Perspektivgruppe, in der die besten jungen Dressurreiter gefördert werden. Anfang Dezember ist sie in den B2-Kader berufen worden. Das bedeutet: Förderung vom Deutschen Olympiade-Komitee für Reiterei und Startgenehmigungen für besondere Turniere.

Nur, in Bremen wird die BWL-Studentin im kommenden Jahr nicht reiten. Das „Euroclassics“ Turnier Ende Februar wurde – wir berichteten – abgesagt. „Das ist sehr traurig“, sagt die junge Dressurreiterin, „es ist ein schönes Reitsportevent, das einzige in Bremen. Ich wäre gern wieder vor heimischer Kulisse gestartet.“ Möglicherweise und sofern der Förderterminplan es gestattet, starten Nadine Husenbeth und ihre Stute Florida Ende Januar vor ebenfalls heimischer Kulisse in Verden.

Erst seit zwei Jahren reitet Husenbeth die im Rheinland gezogenen Fuchsstute Florida, die zuvor von ihrem Vater, dem Dressur-Mannschaftsweltmeister Klaus Husenbeth, geritten wurde. Sehr schnell sind Ross und Reiterin ein sehr gut eingespieltes Team geworden. „Sie ist unglaublich“, schwärmt Nadine Husenbeth. Nach dem erfolgreichen Turnierausgang in Frankfurt gab es übrigens auch für Florida einen Extrasack Mohrrüben. Als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk sozusagen.

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