Volleyball

Saisonverlängerung der ungeliebten Art

Die Oberliga-Volleyballer der VG Delmenhorst-Stenum müssen ihr Relegationsspiel gegen den VfL Lintorf II gewinnen, um die Klasse zu halten.
04.04.2019, 14:21
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Von Gerhard Göldenitz
Saisonverlängerung der ungeliebten Art

Matthias Sanders (links) und Björn Schröder sind Stützen des VG-Blocks.

Björn Hake

Delmenhorst/Stenum. Nach einer durchwachsenen Saison mit vielen Höhen und noch mehr Tiefen müssen die Volleyballer der VG Delmenhorst-Stenum an diesem Sonnabend in Bad Essen nachsitzen. Gegen den Verbandsliga-Vizemeister der Staffel 1, den VfL Lintorf II, kämpfen die Schützlinge von Trainerin Susanne Schalk in der Relegation um ihren Verbleib in der Oberliga.

Bereits im vergangenen Jahr mussten die Delmestädter nach der Saison in die Verlängerung. Damals allerdings ging es nach einer tollen Spielzeit um den möglichen Aufstieg in die Regionalliga. Letztlich scheiterte das Team an Salzgitter und man wollte in der Saison danach erneut oben angreifen. Dies gelang bekanntermaßen nicht und so geht es diesmal darum, doch noch den Klassenerhalt zu schaffen.

Trainerin Susanne Schalk musste in der Vorbereitung auf die wichtigste Partie des Jahres phasenweise auf diverse Spieler verzichten. Eine Grippewelle hatte das Team erfasst, was zwischenzeitlich bis zu vier Akteure außer Gefecht setzte und dafür sorgte, dass trainingsbedingt nur wenig aufgearbeitet werden konnte. Mittlerweile sind wieder fast alle an Bord, sodass am Dienstagabend ein Testspiel gegen den Regionalligisten Bremen 1860, der selbst am Sonntag um den Verbleib in seiner Liga kämpft, auf dem Plan stand. Mit nur sieben Spielern angereist, hatte Übungsleiterin Schalk zwar keinerlei Wechselmöglichkeiten, weil natürlich auch mit Libero gespielt wurde, freute sich am Ende aber trotzdem über vier gute Sätze und ein leistungsgerechtes 2:2.

Ansonsten gestalteten sich die Vorbereitungen auf den Gegner am Sonnabend mehr als schwierig, da so gut wie keine Informationen über dessen Spielstärke vorliegen. „Ich weiß, dass sie drei Neue im Vergleich zum Vorjahr im Kader haben und einen guten Spielertrainer“, sagt Schalk und gibt zu, dass Lintorf für sie eine Wundertüte sei. „Man weiß nicht, was am Ende wirklich rauskommt.“ In der vorherigen Saison war die Zweitvertretung des VfL Lintorf noch Gegner der VG, musste dann aber den Gang in die Verbandsliga antreten. Dort wurde sie mit nur vier Niederlagen Zweiter und zeichnete sich vor allem durch ihre Heimstärke aus. Nur der spätere Meister Tecklenburger Land Volleys II eroberte die Heimstätte der Lintorfer und fügte dem VfL so die einzige Niederlage in eigener Halle zu.

Aber statt sich mit dem Gegner zu beschäftigen, baut Susanne Schalk lieber auf die Stärken des eigenen Teams – und da liegt ihr Fokus vor allem auf ihrem groß gewachsenen Block mit Matthias Sanders, Björn Schröder, Philipp Förstermann und Youngster Sören Riewe. Dass die vier auch sehr gut angreifen können, haben sie oftmals unter Beweis gestellt. Weil das aber in der vergangenen Spielzeit insgesamt zu selten vorkam, könnte es am Ende sogar richtig wehtun. Sollte das Relegationsspiel verloren gehen, würde die VG Delmenhorst-Stenum nämlich in die Verbandsliga absteigen.

So weit denkt Schalk aber überhaupt nicht und richtet ihren Blick auf den eigenen Kader, hebt dabei auch die Leistungen von David Rüdiger hervor, der als Libero gut drauf ist und auf dem Feld weite Wege geht, um auch vermeintlich unmögliche Bälle noch zu holen. „Mir ist überhaupt nicht bange vor dem Relegationsspiel, auch wenn mir mit Maik Hägemann und Marcel Marks zwei Spieler fehlen werden“, blickt Schalk optimistisch auf den kommenden Sonnabend.

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