Beachhandball

Sandmöpse schocken Caipis, Nordlichter holen Bronze

Starke Leistungen zeigten sowohl die Nordlichter als auch die Sandmöpse bei den Deutschen Meisterschaften. Während die Nordlichter als Mitfavoriten gestartet waren, überraschten die Sandmöpse.
09.08.2017, 17:52
Lesedauer: 2 Min
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Sandmöpse schocken Caipis, Nordlichter holen Bronze
Von Michael Kerzel

Berlin. „Es war der absolute Wahnsinn, ich kann es gar nicht in Worte fassen“ – begeistert sucht Janna Müller, Beachhandballerin bei den Sandmöpsen, nach treffenden Formulierungen für die Leistungen bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin. Als Außenseiter ins Turnier gestartet, wollten die Sandmöpse nur nicht Gruppenletzter werden und damit das Viertelfinale erreichen. Das schafften sie mit einem Sieg und drei knappen Niederlagen als Gruppenvierte. Im Viertelfinale warteten die CAIPInhas, die ihre Gruppe gewannen.

„Das Spiel war dann einfach nur krass. In der ersten Hälfte wurden wir richtig rasiert und hatten schon etwas Sorge, dass wir uns blamieren, aber in der zweiten Hälfte hat dann fast alles geklappt“, berichtet Müller. Während bei den Sandmöpsen die Lockerheit einsetzte, wurde der Mitfavorit auf den Titel nervös. Letztlich gab es ein Shoot-out. Torfrau Karen Tapkenhinrichs (HSG Hude/Falkenburg) wuchs hier über sich hinaus, die Spielerinnen trafen ihre Versuche: Halbfinale.

Auch dort kamen die Sandmöpse bis ins Shoot-out, hier war jedoch der Sand aufseiten der Minga Turtles. „Bei denen beschleunigte eine Bogenlampe auf eine Sandkuhlenkante ins Tor, bei uns blieb ein Aufsetzer einfach hängen“, sagt Müller. Dennoch fuhren die Sandmöpse „mit einem großen lachenden Auge“ aus Berlin gen Heimat. „So kann man bei einer Deutschen Meisterschaft ausscheiden. Wir schwimmen immer noch auf einer Euphoriewelle, schauen uns noch die Fotos und Videos des Turniers an“, berichtet die 28-Jährige. Im Spiel um Platz drei war die Luft raus, es setzte eine klare Niederlage, sodass am Ende Rang vier zu Buche stand. Darüber hinaus erhielt Tapkenhinrichs die Auszeichnung als beste Torhüterin des Turniers, die Sandmöpse wurden dazu als fairstes Team geehrt.

Bei den Herren erreichten die Nordlichter den Bronzerang. Als Mitfavorit ins Turnier gestartet, mischten sich Zufriedenheit und Enttäuschung bei dem Team mit einem HSG-Delmenhorst-Block. „Die Qualität der Teams ist in der Breite und der Spitze besser geworden. Das hat man bei dem Turnier gesehen“, berichtet Teammanager Hendrik Sander. Jeder könne jeden schlagen bei den Herren, die Ergebnisse bei dem Turnier waren überwiegend sehr knapp. So unterlag der spätere Deutsche Meister SG Schurwald in der Gruppe den Nordlichtern und auch den 12 Monkeys Köln, die in der Fünfergruppe lediglich einen Satz abgaben, im Viertelfinale ihrerseits aber an den Otternasen scheiterten, die nur ein Gruppenspiel gewannen. „Unser dritter Platz ist ein gutes Ergebnis, auch wenn wir uns mehr erhofft haben“, fasst Sander zusammen.

Nach einem souveränen Sieg im Viertelfinale gegen die BeachMopeten unterlagen die Nordlichter in der Vorschlussrunde Beach & Da Gang in beiden Sätzen mit jeweils zwei Punkten. „Das ist ein Tor. Da entscheidet dann auch etwas das Glück, ob ein Ball vom Innenpfosten reingeht oder wie er vom Sand abspringt“, sagt Sander. Letztlich habe es sich die Mannschaft aber selbst zuzuschreiben. „Wir waren vielleicht nicht abgezockt genug, unglückliche Schiedsrichterentscheidungen waren auch dabei, aber darauf will ich es nicht schieben“, meint Sander. Drei der vier Begegnungen in dieser Beach-Saison gegen die Münsteraner entschieden die Nordlichter für sich, nur in der wichtigsten Partie reichte es nicht. Einen versöhnlichen Abschluss bildete der Sieg im Bronzematch gegen „Die Otternase“.

Zufrieden mit der Turnierorganisation waren die Teams: „Das war eines Finales würdig“, meint Sander. Lediglich die geringe Anzahl an Sitzplätzen bemängelte er. „Am Finaltag waren vielleicht 700 Leute da, aber sitzen konnten viele nicht. In Spanien beispielsweise werden bei so einer Veranstaltung oft extra Tribünen hingestellt“. Sowohl für die Sandmöpse als auch die Nordlichter endet die Beachsaison mit diesem Turnier, weiter geht es kommenden April oder Mai.

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